Die Verwendung von Kompensationsstrategien im Umgang mit Aufmerksamkeitsstörungen wurde bislang in der Klinischen Neuropsychologie nicht systematisch untersucht. Ein Grund für diesen Neglect ist darin zu sehen, dass momentan kaum entsprechende Fragebögen zur Verfügung stehen. Mit dem ”Aufmerksamkeits-Kompensations-Fragebogen” (AKO) soll dieser Mangel zumindest teilweise behoben und ein standardisierter Fragebogen für die Forschung und klinische Praxis zur Verfügung gestellt werden. Der AKO ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen und besteht aus 13 Items, mit deren Hilfe die Nutzung verschiedener Kompensationsstrategien erfasst wird. Zur Untersuchung der psychometrischen Eigenschaften (continue reading…)
Allgemein
Erfassung von Strategien im Umgang mit Aufmerksamkeitsdefiziten – Entwicklung eines Aufmerksamkeits-Kompensations-Fragebogens für die neurologische Rehabilitation
Der „ideale” Arzt aus Sicht psychiatrischer Patienten
Ziel ist es zu erfassen, wie der ideale Arzt aus Patientensicht sein sollte. Mittels problemzentrierter Interviews wurden die Erwartungen von 60 allgemeinpsychiatrischen Patienten erhoben. Der ideale Arzt sollte insbesondere „erreichbar sein und sich Zeit nehmen” (75 %), „freundlich und sympathisch sein” (63 %), „Engagement und Interesse zeigen” (60 %), „ein verständnisvoller, einfühlsamer Ansprechpartner sein” (60 %), „auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen” (55 %). Die Umsetzung der Patientenerwartungen an einen idealen Arzt erfordern optimales Zeitmanagement und soziale Kompetenz, was bereits in der Ausbildung von Ärzten mehr berücksichtigt werden müsste.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
DGRW-Update: Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen
Die medizinische Rehabilitation chronisch kranker Kinder und Jugendlicher zeichnet sich durch eine interdisziplinäre Arbeitsweise und bei Kindern durch den Einbezug der Eltern aus. Die Forschung in diesem Bereich führte zu spezifischen Evaluationsansätzen und entsprechenden Messverfahren. Für viele wichtige Indikationen liegen Leitlinien vor; es existieren zu verschiedenen Indikationen Wirksamkeitsnachweise für Therapie- und Schulungsprogramme. Die Nachhaltigkeit der Rehabilitationserfolge (z. B. für die Indikation Asthma) ist durch Multi-Center-Studien belegt.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
Psychologische Mess- und Testverfahren Aussagekraft in der sozialmedizinischen Begutachtung
Die Verwendung psychologischer Mess- und Testverfahren ist von fehlerhaften Annahmen zur Leistungsfähigkeit dieser Verfahren mitbestimmt. Aus der Auseinandersetzung mit einigen dieser Annahmen wird begründet, dass Tests notwendig sind, um die Datenbasis für die Beurteilung zu erweitern und die Messung psychischer Störungen und Funktionen gegen Fehler und Zufälle abzusichern. Für verschiedene Ebenen der Funktions- und Partizipationsbeurteilung werden exemplarisch geeignete Testverfahren genannt. Die Interpretation von Mess- und Testwerten setzt regelmäßig geeignete Validierungsmaßnahmen voraus. Die Praxis, Testdiagnostik einer messmethodisch unsicheren, eher intuitiven Beurteilungspraxis unterzuordnen, wird kritisch beleuchtet.
Quelle: SpringerLink -
Psychologie in der medizinischen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Bund
Psychologie in der medizinischen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Bund
Dr. Ulrike Worringen, Dr. Dieter Küch, RVaktuell, Heft 7, 2010
Die Klinische Psychologie ist inzwischen nicht nur fester Bestandteil der medizinischen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung, sondern hat sich darüber hinaus zu einem differenzierten, spannenden und zukunftsweisenden Arbeitsfeld entwickelt.
Artikel ist leider nicht im Download erhältlich, aber das Einzelheft kostet 1,50 Euro…
Prognosemodelle zur beruflichen Wiedereingliederung von Rehabilitanden nach beruflichen Bildungsmaßnahmen
Berufliche Rehabilitationsmaßnahmen bezwecken die Integration der Rehabilitanden in das Erwerbsleben. Für 3 Formen beruflicher Bildungsmaßnahmen – außerbetriebliche Umschulung in Berufsförderungswerken, innerbetriebliche Umschulung nach dem dualen System, berufliche Anpassungsqualifizierungen – wurde die berufliche Wiedereingliederung der Rehabilitanden nach Abschluss der Bildungsmaßnahme untersucht. (continue reading…)
Mentalisierung und externalisierende Verhaltensstörungen in der Adoleszenz
Soziale Kognitionen sind die Grundlage für ein erfolgreiches soziales Miteinander. Externalisierende Verhaltensstörungen zeichnen sich durch ein Scheitern des zwischenmenschlichen Umgangs aus; deshalb erweist sich die Betrachtung der Rolle der sozialen Kognition als fruchtbar zum Verständnis externalisierender Symptome sowie ihrer Ätiologie und Behandlungsmöglichkeiten. In dem vorliegenden Beitrag wird zunächst die klinische Theorie der Mentalisierung erläutert und dann mit den Forschungsergebnissen zu externalisierenden Verhaltensstörungen im Feld der „theory of mind“ und zur sozialen Informationsverarbeitung verbunden. Es zeigt sich, dass je nach Ausprägung proaktiver bzw. reaktiver Aggressivität (continue reading…)
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Stationäre psychosomatische Rehabilitationsbehandlung von Patienten mit türkischem Migrationshintergrund – Spezielle Herausforderungen und Ergebnisse der Behandlung
Die Behandlung von Patienten mit Migrationshintergrund gewinnt im Kontext psychosomatischer Rehabilitation zunehmend an Bedeutung. Dabei stellt die Gruppe der türkischstämmigen Personen die größte Migrantengruppe dar. Erste Befunde weisen den Faktor Migrationshintergrund als negativen Prädiktor des Behandlungserfolges aus, die spezifischen Hemm- und Förderfaktoren dieser Patientengruppe sind (continue reading…)
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