Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen des Erwachsenenalters. Als Behandlungsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten vor allem Pharmako- und Verhaltenstherapie durchgesetzt. Der Grad der Evidenzbasierung dieser Methoden wird kritisch diskutiert und Perspektiven für die klinische Praxis erläutert.
Tag: Angst-Panik
Angststörungen
Soziale Phobie – eine im psychosomatischen Ambulanz- und Konsildienst unterdiagnostizierte Angsterkrankung?
Ausgehend von der Beobachtung, dass soziale Ängste im Ambulanz sowie Konsil- und Liaisondienst häufig zu finden sind, die Diagnose einer Sozialen Phobie jedoch vergleichsweise selten vergeben wird, überprüften wir die klinischen Diagnosen nach ICD-10 einer Psychosomatischen Universitätsklinik. Dazu wurde auf die Liebowitz Soziale Angstskala (LSAS) als Selbstbeschreibungsverfahren zurückgegriffen. Anhand der Basisdokumentation wurden 688 Patienten eines Jahrgangs hinsichtlich ihrer klinischen Diagnosen, selbst beschriebenen sozialen Ängste (LSAS), psychischem Distress (SCL-90R) und psychosomatischen Beschwerden (GBB-24) untersucht…
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
Wer hat größere Furcht vor einer Verkürzung der Lebensspanne: palliativ oder kurativ behandelte Krebspatienten?
Ziel dieser Studie ist, zu klären, ob sich Patienten unter palliativ oder kurativ ausgerichtetem Behandlungsansatz hinsichtlich des Ausmaßes ihrer Furcht vor dem Fortschreiten (Progredienz) und dem Wiederkehren (Rezidiv) der Krebserkrankung unterscheiden. Die Gesamtstichprobe besteht aus n=291 Rehabilitationspatienten, Haupttumordiagnosen waren Colon-/Rektum-, Mamma- und Prostatakarzinome. Die Patienten wurden mit dem Progredienzangstfragebogen (PA-F-KF) und einer Fünf-Item-Skala zur Erfassung von Rezidivangst untersucht.
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Psychoedukation: Angst bei stationären Patienten
Ziel der vorliegenden Studie war es, ein psychoedukatives Gruppenprogramm für stationär behandelte Patienten mit heterogenen Angststörungen zu entwickeln und zu evaluieren.
28 stationär behandelte Patienten nahmen zusätzlich zur psychiatrischen Standardtherapie an psychoedukativen Gruppensitzungen teil. Die Ergebnisse dieser Gruppe wurden mit 13 Patienten, die nur die Standardtherapie erhielten (Kontrolle) im Prä-Post-Design bezüglich Krankheitswissen, psychischer Gesundheit und Selbstwirksamkeit verglichen.
Die Psychoedukationsgruppe konnte sich signifikant im Krankheitswissen steigern (d = 0,80). Behandlungseffekte
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
The Course of Anxiety and Depression in Patients with Breast Cancer and Gynaecological Cancer
Background/Aims: The aim of this study was to assess the course of anxiety and depression in cancer patients over time and to detect determinants of the changes in the scores. Patients and Method: Women with breast cancer and gynaecological cancer (n = 367) were tested at the beginning (T1) and at the end (T2) of treatment in the hospital, 6 months later (T3), and 12 months later (T4), using the Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS). Results: Anxiety and depression were highest at the start of the stay in the hospital. More than half of the women are at least doubtful cases in at least one of the two HADS dimensions. The mean scores declined from T1 to T4. After 1 year, depression scores are similar to those of the general population, while anxiety scores remain elevated. The decline of the HADS scores depends on treatment, time since diagnosis, and education. Conclusions: Women receiving radio- or chemotherapy (compared with surgery only), with a long time since diagnosis, and with a low educational level are at high risk of maintaining high anxiety and depression scores over time.
Copyright © 2008 S. Karger AG, Basel
Breast Care 2008;3:12-12 (DOI: 10.1159/000177654)
Quelle: The Course of Anxiety and Depression in Patients with Breast Cancer and Gynaecological Cancer
Psychosomatische Aspekte des Diabetes mellitus
Mit dem Begriff Diabetes mellitus wird eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen bezeichnet, deren Leitsymptom ein anhaltend erhöhter Blutzuckerspiegel ist. Der Diabetes stellt hohe Anforderungen an das Selbstmanagement und die Eigenverantwortung der Patienten. Versorgungs- und Unterstützungsangebote sind nicht nur von medizinischer, sondern auch von psychotherapeutischer Seite für einen Teil der Patienten erforderlich. Der Beitrag gibt einen Überblick zu zentralen psychosomatischen Aspekten des Diabetes mellitus.
Sind Migranten häufiger von psychischen Störungen betroffen?
Das Auftreten psychischer Erkrankungen bei Migranten und Nichtmigranten soll verglichen werden. In einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe (n = 2510) wurden Prävalenzen mittels PHQ (depressive Störungen, somatoforme Beschwerden, generalisierte Angststörungen) sowie mit der PTDS (Posttraumatische Belastungsstörungen) geschätzt.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
Angst vor dem Zahnarzt?
Etwa jeder vierte Deutsche hat Angst vor dem Zahnarzt. Wirksame Therapien helfen Betroffenen – auch ohne Vollnarkose.
Quelle: Zahnbehandlungsangst: Panik, wenn der Bohrer kreischt – Zahnbehandlungsangst – FOCUS Online
Online-Test – Angst vor dem Zahnarzt?
Viele Menschen fühlen sich unwohl, wenn sie eine Zahnarztpraxis betreten. Testen Sie, ob Sie an einer Zahnarztphobie leiden.
Quelle: Test: Übergroße Angst vor dem Zahnarzt? – Tests – FOCUS Online
Video Ratgeber Portal
Das Expertenrat Video Ratgeber Portal www.expertenrat.info von Dr. Wolf und Dr. Merkle bietet kostenlose Videoinformationen zu den häufigsten Angst- und Panikstörungen. Derzeit sind bereits über 150 Videoclips verfügbar. Die Autoren, die auch zahlreiche einschlägige Ratgeber in Buchform veröffentlicht haben, möchten mit den Video-Clips umfassend über die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankungen informieren. Auch für Angehörige sind wertvolle Informationen für den Umgang mit dem betroffenen Partner verfügbar.


