R. Legner 1
1 Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd, LandshutVon der Deutschen Rentenversicherung wurden 2008 etwa 1, 1 Mio. ambulante und stationäre Leistungen der medizinischen Rehabilitation (bei etwa 1, 6 Mio. Anträgen) durchgeführt. Die „Bewilligungsquote” lag im Durchschnitt bei ca. 70% (Schwankungsbreite 60-86 %). Ein Großteil der Ablehnungen erfolgte mit der Begründung, dass eine ambulante kassenärztliche bzw. kassenpsychotherapeutische Behandlung ausreiche. Häufig wurde vom behandelnden Arzt die Notwendigkeit einer stationären psychosomatischen Reha damit begründet, dass eine ambulante Psychotherapie wegen zu langer Wartezeiten oder fehlender Therapiemöglichkeiten nicht angeboten werden könne. Hier wird die Frage diskutiert, ob (continue reading…)
Tag: Begutachtung
Probleme in der Praxis der sozialmedizinischen Beurteilung von Anträgen auf psychosomatische Rehabilitation
Sozialmedizinische Begutachtung im Rentenverfahren: Stellenwert, Forschungsbedarf und Chancen
B. Hesse 1, E. Gebauer 1
1 Deutsche Rentenversicherung Westfalen, Abteilung SozialmedizinDie sozialmedizinische Begutachtung im Rentenverfahren stellt einen komplexen und facettenreichen Explorations- und Bewertungsprozess dar, der als rechtliches Beweismittel weitreichende Konsequenzen für den Antragsteller, die Rentenversicherung und letztlich auch die Gesellschaft hat. Im Artikel werden die Spezifika des Begutachtungsauftrages, der Begutachtungssituation und des Bewertungsprozesses dargestellt. (continue reading…)
Schwerpunktheft zum Thema Standards und Methoden der Begutachtung
Psychotherapeut – Volume 55, Number 5 / September 2010
Schwerpunktheft zum Thema Standards und Methoden der Begutachtung
Beschwerdenvalidierung bei der Begutachtung kognitiver und psychischer Störungen
Nach zwei früheren Überblicksarbeiten in dieser Zeitschrift (Fortschr Neurol Psychiatr 2002; 70: 126 – 138; Fortschr Neurol Psychiatr 2007; 75: 140 – 154) wird erneut das Thema der Beschwerdenvalidierung besonders unter gutachtlichen Gesichtspunkten beleuchtet. Moderne Methoden der Beschwerdenvalidierung schaffen (continue reading…)
Psychologische Mess- und Testverfahren Aussagekraft in der sozialmedizinischen Begutachtung
Die Verwendung psychologischer Mess- und Testverfahren ist von fehlerhaften Annahmen zur Leistungsfähigkeit dieser Verfahren mitbestimmt. Aus der Auseinandersetzung mit einigen dieser Annahmen wird begründet, dass Tests notwendig sind, um die Datenbasis für die Beurteilung zu erweitern und die Messung psychischer Störungen und Funktionen gegen Fehler und Zufälle abzusichern. Für verschiedene Ebenen der Funktions- und Partizipationsbeurteilung werden exemplarisch geeignete Testverfahren genannt. Die Interpretation von Mess- und Testwerten setzt regelmäßig geeignete Validierungsmaßnahmen voraus. Die Praxis, Testdiagnostik einer messmethodisch unsicheren, eher intuitiven Beurteilungspraxis unterzuordnen, wird kritisch beleuchtet.
Quelle: SpringerLink -
Begutachtung der posttraumatischen Belastungsstörung
Die Prävalenz posttraumatischer Belastungsstörungen in Bevölkerungsstichproben ist hoch. Daher sind entsprechende Symptome auch in unterschiedlichen rechtlichen Kontexten häufig zu begutachten. Die professionellen Standards bei der Begutachtung der PTBS werden dargestellt. Der Stellenwert von Beschwerdenvalidierungstests in der Begutachtung der PTBS wird kritisch diskutiert. Testergebnisse erfordern eine sorgfältige Erörterung in einem klinischen Gesamtkontext.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
Sozialmedizinische Begutachtung der beruflichen Leistungsfähigkeit
Das “Interview zur Beurteilung psychosozialer Dimensionen der Leistungsfähigkeit” kann zukünftig ein brauchbares Instrument bei der Begutachtung der Leistungsfähigkeit in unterschiedlichen Kontexten darstellen. Es ist vom Zeitaufwand her sehr praktikabel und ohne größeren Schulungsaufwand anwendbar. Die testtheoretischen Parameter sind gut. Die faktorenanalytisch modifizierte Form muss weiteren Reliabilitäts- und insbesondere Validitätsstudien unterzogen werden. Jedoch eignet sich das Instrument bereits als Rationale für die Begutachtung der Leistungsfähigkeit, stellt einen Algorithmus für die gutachterliche Bewertung dar und zeigt einen Bezug zur International Classification of Functioning (ICF).



