Patientenschulung ist ein elementarer Bestandteil der medizinischen Rehabilitation bei chronischen Erkrankungen. Durch diese Maßnahme werden Betroffenen Kompetenzen vermittelt, ihr Handeln im Rahmen der Krankheitsbewältigung effektiv und effizient zu gestalten. Patientenschulung strebt neben der Wissensvermittlung eine günstige Beeinflussung der praktischen Kompetenzen, Einstellungen und Bewertungen hinsichtlich der Erkrankung und der Behandlung an. Sie ist ein unverzichtbarer Baustein auf dem Weg zum Selbstmanagement einer chronischen Erkrankung. Die Effektivität von Patientenschulungen wurde (continue reading…)
Tag: Behandlung-Therapie
Patientenschulung in der medizinischen Rehabilitation
Defizite in der rehabilitativen Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher
Durch die Einführung der neuen Rehabilitationsrichtlinien 2004 sollte die rehabilitative Versorgung chronisch Kranker verbessert werden. Zu diesem Zweck wurden die Zugangswege zur Rehabilitation neu geregelt und die Vertragsärzte wurden aufgefordert, sich sozial- und rehabilitationsmedizinisch zu qualifizieren. Im Rahmen der vorliegenden Analyse sollte untersucht werden, in welchem Umfang bisher die neuen Rehabilitationsrichtlinien durch die vertragsärztlich-tätigen Pädiater angenommen wurden und ob Veränderungen in der rehabilitativen Versorgung von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen erkennbar sind. (continue reading…)
Wie stark sind Erwachsene mit ADHS und komorbiden Störungen in ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität beeinträchtigt?
Zur ADHS bei Erwachsenen liegen nur wenige Studien vor, die den Zusammenhang zwischen einer ADHS und komorbiden Störung erheben und mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität in Verbindung bringen. Die Teilnehmer der Studie wurden per Kreuzklassifikation in Gruppen unterteilt, nachdem sie als auffällig oder unauffällig eingestuft wurden. Neben χ2-Tests und korrelativen Beziehungen wurden prädiktive Werte und das relative Risiko bestimmt, um den Zusammenhang zwischen ADHS, komorbiden Störungen und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zu ermitteln. (continue reading…)
Medizinische Rehabilitation: Bessere Vernetzung notwendig
Die medizinische Rehabilitation hat in Deutschland einen hohen Stellenwert – zumindest gemessen an der Zahl von Behandlungen und den Kosten. Das deutsche Rehabilitationswesen ist im internationalen Vergleich einzigartig. Jährlich finden in den circa 1 200 Rehakliniken oder ambulanten Einrichtungen fast eine Million Rehamaßnahmen statt – allein zulasten der Deutschen Rentenversicherung (DRV).
…
Da diese bei Heilverfahren oft weit entfernt und damit dem betreuenden Arzt nicht näher bekannt ist, setzt dieser – verständlicherweise – auch deren Empfehlungen zur Weiterbehandlung nach der Rückkehr im Regelfall nicht um.
… (continue reading…)
Washington gibt Marihuana für medizinische Behandlung frei
In Washington ist der Konsum von Marihuana zu medizinischen Zwecken künftig erlaubt. Der Stadtrat der US-Hauptstadt stimmte am Dienstag einstimmig dafür, das Rauschmittel zur Behandlung von Krankheiten wie Krebs oder Aids zuzulassen.
In der Hauptstadt soll es künftig bis zu acht Ausgabestellen für Marihuana geben, wie Mike Meno von der Organisation Marihuana Policy Project sagte. Das neue Gesetz muss noch von Bürgermeister Adrian Fenty unterzeichnet werden, anschließend muss es binnen einer Frist von 30 Tagen vom Kongress überprüft werden.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “Washington gibt Marihuana für medizinische Behandlung frei”
Können und sollen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker lebenslang behandeln?
Die Vorstellung lebenslanger (Praxis-) Tätigkeit stellt für auffallend viele heutige älterwerdende PsychoanalytikerInnen die zentrale identitätsstabilisierende Phantasie für das eigene Altern dar. Durch die gerade erfolgte Aufhebung der Altersbegrenzung für die kassenfinanzierte (ärztliche oder psychologische) psychotherapeutische Versorgung wird diese Vorstellung noch gefördert und offensichtlich auch umgesetzt. (continue reading…)
E-Mail-Kommunikation: Liberale Bestimmungen für Psychotherapeuten
Der Austausch per E-Mail zwischen Therapeuten und Patienten hat zahlreiche Vorzüge, aber auch rechtliche Risiken. Auf letztere weisen die Juristen Dr. Sebastian Almer und Dr. Maximilian Warntjen der Sozietät Ulsenheimer Friederich Rechtsanwälte aus München hin. Sie machen dar- auf aufmerksam, dass der Einsatz neuer Medien in der Psychotherapie in den (Muster-)Berufsordnungen von ärztlichen und Psychologischen Psychotherapeuten unterschiedlich geregelt ist. Beide Berufsordnungen beinhalten die Pflicht zur persönlichen Behandlung, lassen aber durchaus Raum für den Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel wie E-Mails.
Behandlungsräume: Die Einrichtung therapiert mit
Die Einrichtung und Dekoration eines Behandlungsraums kann die Atmosphäre, in der eine Therapie stattfindet, mitbestimmen. Dieser Umstand wird jedoch kaum berücksichtigt. Studien über die Wirkung des Interieurs zeigen aber, dass sowohl gesunde als auch erkrankte Menschen erheblich davon beeinflusst werden. Beispielsweise wiesen japanische Psychologen nach, dass Klienten eine abgeschwächte Beleuchtung in Beratungsräumen und Sprechzimmern gegenüber einer hellen bevorzugen. Die befragten Klienten konnten sich besser entspannen, und es fiel ihnen leichter, etwas von sich zu erzählen, wenn das Licht gedämpft war. Zudem empfanden sie die Atmosphäre angenehmer, und der Therapeut oder Berater machte auf sie einen positiveren Eindruck.
Patienten sollten sich wie zu Hause fühlen
Entscheidend zum Wohlbefinden von Patienten trägt auch die Dekoration eines Raums bei. Verschiedene Patientenumfragen kamen zum Ergebnis, dass Räume weder überladen noch kahl oder nüchtern sein sollten. Es sollten sich vielmehr Gegenstände in überschaubarer Anzahl darin befinden, die die meisten Patienten aus ihrem Alltag kennen, wie Bilder, Kalender, Pflanzen, Vorhänge, Teppiche, Vasen und Kissen. Allerdings sollte auf betont stilvolles, vornehmes oder extravagantes Inventar verzichtet werden.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Archiv “Behandlungsräume: Die Einrichtung therapiert mit” (10.03.2010)
“Süchtige” Computer- und Internetnutzung
Kernaussagen
- Pathologischer Internetgebrauch entsteht, wenn Menschen durch den zunehmenden Verlust der Kontrolle über ihre Internetnutzung bedeutsam in ihrem Leben beeinträchtigt werden. Diese Störung kann sich auf unterschiedliche Onlineaktivitäten (z. B. Onlinecomputerspiel, Chat) beziehen, weist Suchtsymptome auf und ist am ehesten mit dem pathologischen Spielen und anderen Impulskontrollstörungen vergleichbar. (continue reading…)
Kann man chronische Depression effektiv psychotherapeutisch behandeln?
Evidenzbasierung psychotherapeutischer Ansätze
Chronische Depression gilt in der klinischen Praxis als besonders schwer behandelbar. Die Befundlage zu dieser Annahme ist jedoch unbefriedigend. Die wenigen existierenden Effektivitätsstudien zu verschiedenen Formen von Psychotherapie bei chronischen Depressionen (z. B. KVT, IPT, CBASP) zeigen tatsächlich, dass die Wirksamkeit eines rein psychotherapeutischen Vorgehens bei chronischen Depressionen begrenzt zu sein scheint; es gibt jedoch Hinweise auf additive Effekte im Rahmen einer Kombinationsbehandlung mit Psychopharmaka. (continue reading…)



