Sören Schmidt, Franz Petermann, Manfred E. Beutel, Elmar Brähler
Die Erfassung von Beschwerden und der Befindlichkeit sind wesentlicher Teil eines klinisch-diagnostischen Prozesses. Da Angststörungen und Depressionen in hohem Maße mit verschiedenen psychischen und körperlichen Belastung einhergehen, wurden in dieser Studie primär die prädiktiven Eigenschaften der Beschwerden-Liste (B-LR) und der Befindlichkeits-Skala (Bf-SR) in revidierter Form mittels Regressionsanalysen (linear und hierarchisch) an einer Stichprobe von N = 2504 untersucht. Als abhängiges Kriterium galt die Ausprägung von Angst- und Depressionssymptomen, ermittelt über das Kurzscreening Patient-Health-Questionnaire-4 (PHQ-4). Da vermutet wurde, (continue reading…)
Tag: Depression
Psychisches Befinden, Beschwerden und Belastungen: Ergebnisse einer repräsentativen Studie
Neuropsychologische Aspekte der Depression
Claudine Cueni, Elvira Augusta Abbruzzese, Annette Beatrix Brühl, Uwe Herwig
Patienten mit Depressionen klagen häufig über Symptome und Störungen nicht nur auf der emotionalen, sondern auch auf der kognitiven Ebene. In dieser Übersichtsarbeit werden schwerpunktmäßig neuropsychologische Befunde zu kognitiven Funktionen bei unipolaren Depressionen zusammengefasst. Die kognitive Theorie der Depression postulierte (continue reading…)
Linderung depressiver Symptomatik – Ist sportliche Aktivität eine empfehlenswerte therapeutische Methode?
Sebastian Wolf und Martin Hautzinger
Angesichts der moderaten Effektivität von Standardinterventionen zur Behandlung von akuten Depressionen und der bekannten Nebenwirkungen von Antidepressiva lohnt es sich, nach alternativen Behandlungsoptionen zu suchen, die, wie die sportliche Aktivität, nebenwirkungsarm sind und vergleichsweise wenig Kosten verursachen. Studien zeigen, dass sportliche Aktivität auf neurophysiologischer Ebene ähnliche Effekte zu haben scheint wie Antidepressiva und Psychotherapie. Es erhebt sich nun die Frage, ob Sport tatsächlich eine antidepressive Wirkung aufweist. Ziel dieser Arbeit ist es, eine aktuelle Übersicht zur Studienlage zu dieser Frage zu liefern. In randomisierten kontrollierten Wirksamkeitsstudien (continue reading…)
ÄZQ veröffentlicht neue Patientenleitlinie zur Unipolaren Depression
Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat eine neue Patientenleitlinie „Unipolare Depression“ veröffentlicht. Sie vermittelt Betroffenen und Angehörigen, wie eine Depression diagnostiziert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Außerdem enthält sie Hinweise zum Umgang mit der Erkrankung sowie weiterführende Adressen und Literatur.
Die von Patientenvertretern erarbeitete Information basiert auf der S3-Leitlinie/Nationale Versorgungsleitlinie „Unipolare Depression“ und übersetzt die darin enthaltenen Empfehlungen laienverständlich. Neben der ausführlichen Patientenleitlinie stellt das ÄZQ zudem zwei Kurzinformationen für Patienten bereit.
Stressgeplagten helfen Sport und gesunde Ernährung
Es ist ein bestimmtes Patientenkollektiv, dem das besondere Augenmerk von Dr. Axel Schüler-Schneider gehört. “Bei allen besonders engagierten Patienten, die viel Verantwortung von sich aus übernehmen und ihre Arbeit stets zu mehr als 100 Prozent erledigen, ist erhöhte Aufmerksamkeit ratsam”, so der Frankfurter Internist und Burnout-Experte.
Denn nach seinen Erfahrungen merken Patienten meist zu spät, dass sie Gefahr laufen “auszubrennen” und vielleicht bereits eine Depression haben. Männer seien durch eine oft sehr starke berufliche Identifikation hier noch mehr gefährdet als Frauen – trotz deren häufiger Doppelbelastung durch Familie und Beruf.
Gerade als Hausarzt kenne man seine Patienten meist so gut, dass stressbedingte körperliche und psychische Veränderungen auffallen, kombiniert mit einem Rückzug von Hobbys und anderen Interessen.Schüler-Schneider rät dann, diese Patienten gezielt anzusprechen, sich Zeit für eine Beratung zu nehmen und falls nötig auch schnell an einen Facharzt weiter zu überweisen.
Vorhersage verschiedener Erfolgsmaße in der Behandlung chronischer Rückenschmerzen: Schmerzintensität, Beeinträchtigung und Funktionskapazität
M. Heinrich, K. Hafenbrack, C. Michel, D. Monstadt, U. Marnitz und R. Klinger
Die Befundlage zu Risikofaktoren für einen günstigen/ungünstigen Verlauf operationalisiert über schmerzbezogene Parameter nach einem multimodalen Behandlungsprogramm, das in seiner Wirksamkeit als empirisch gut belegt gelten kann, ist uneinheitlich. Die klinische und praktische Relevanz hingegen ist hoch. In der vorliegenden Arbeit soll anhand einer Stichprobe aus dem Behandlungsalltag dieser nachgegangen werden. (continue reading…)
Schmerztherapie bei chronisch schmerzkranken, schwer beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen – Langzeiterfolge einer 3-wöchigen stationären Schmerztherapie
M. Dobe, T. Hechler, J. Behlert, J. Kosfelder und B. Zernikow
Es wurde prospektiv der Erfolg einer 3-wöchigen stationären Schmerztherapie für 200 Kinder und Jugendliche mit schwer beeinträchtigenden chronischen Schmerzen in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht 3, 6 und 12 Monate nach Beendigung einer stationären Schmerztherapie untersucht.
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Psychiatrie-Gesellschaft prognostiziert steigenden Bedarf an Antidepressiva
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) hat die Kritik der AOK Rheinland/Hamburg an steigenden Verordnungszahlen von Antidepressiva als „rein ökonomisch motiviert“ zurückgewiesen. Zuvor hatte die Kasse dazu aufgerufen, Psychopharmaka „sorgsamer und in geringerer Menge“ zu verordnen.
„Dadurch wird psychischen Erkrankungen und hier besonders depressiven Störungen, einmal mehr der Status von Befindlichkeitsstörungen zugeschrieben, die einer medikamentösen Therapie oftmals nicht bedürfen“, monierte Gerhard Gründer, Leiter des DGPPN-Referats Psychopharmakologie. (continue reading…)
Psychopharmakotherapie des depressiven Herzpatienten
Florian Lederbogen
Die Psychopharmakotherapie stellt eine wichtige Therapieoption bei der Behandlung des depressiven Herzpatienten dar. Koordiniert mit anderen therapeutischen Maßnahmen, ist sie bei mittelschweren und schweren depressiven Episoden indiziert und sollte unter Berücksichtigung der geltenden Therapieleitlinien durchgeführt werden. Substanzen erster Wahl sind Wirkstoffe aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Rückaufnahmeinhibitoren (SSRI), insbesondere die Substanzen Sertralin und Citalopram. Diese Substanzen zeichnen sich durch eine hohe (continue reading…)
Psychoedukation bei depressiven Störungen – Erfassung von Interventionsmerkmalen und Behandlungskompetenzen
Florian Weck, Martin Hautzinger, Thomas Heidenreich, Ulrich Stangier
Psychoedukation ist eine effektive Behandlungsmethode für depressive Störungen. In der vorliegenden Arbeit werden Merkmale und Kompetenzen der psychoedukativen Behandlung (SK-P) entwickelt, gemessen und validiert. Grundlage bildeten (continue reading…)



