C. Frey, C. Zwingmann, M. Böcker, T. Forkmann, U. Kröhne, E. Müller, M. Wirtz
In der Diagnostik und der Outcome-Messung werden in der Rehabilitation eine Vielzahl von Fragebogen eingesetzt. In der Regel werden dabei – unabhängig vom aktuellen Gesundheitszustand und vom Schweregrad – für jeden Rehabilitanden dieselben Informationen mittels identischer Gruppen von Items erfasst, um die Vergleichbarkeit der diagnostischen Befunde gewährleisten zu können. Hierbei erweist es sich als problematisch, dass a) in der Regel nur im mittleren Belastungsspektrum eine hinreichend genaue und zuverlässige Diagnostik möglich ist und b) Messinstrumente durch die Vorgabe von vielen und im Einzelfall uninformativen Items eine unökonomische Datenerhebung erfordern. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie durch adaptives oder maßgeschneidertes Testen die Datenerhebung (continue reading…)
Tag: Diagnostik
Adaptives Testen in der Rehabilitation – ein Weg zur ökonomischen Erhebung von Patientenmerkmalen
Herzangst
Jürgen Hoyer, Ulrike Lueken
Herzbezogene Ängste und -beschwerden sind in der Gesundheitsversorgung ein verbreitetes Phänomen. Im vorliegenden Beitrag geht es darum, ein rein deskriptives Konzept der Herzangst vorzustellen, das auf ätiologische Annahmen verzichtet. Diesem Verständnis nach sind behandlungsrelevante Herzängste Ausdruck einer Disposition, auf herzbezogene Reize mit (überzogener) Angst zu reagieren; dieses Syndrom kann (continue reading…)
Internetbasierte Datenerhebung und Diagnostik: Akzeptanz durch Patienten der medizinischen Rehabilitation
A. Kobelt 1, N. Karpinski 2, F. Petermann 2
1 DRV Braunschweig Hannover, Abt. Rehamanagement und Rehasteuerung Rehastrategie – Psychosomatik, Hannover
2 Universität Bremen, Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation, BremenHintergrund: Der Einsatz des Internets bei Diagnostik und Verlaufskontrolle im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen beinhaltet ein großes Entwicklungspotenzial. Es ist daher wichtig zu klären, inwieweit bei Rehapatienten die Bereitschaft und technischen Vorkenntnisse zur Teilnahme an computer- bzw. internetgestützten Prozessen gegeben sind.
Methode: Im Rahmen einer Pilotstudie wurde die PC-Erfahrung von 189 Reha-Patienten (75 weiblich) im Alter von 18 bis 64 Jahren aus 6 ambulanten Reha-Kliniken erfragt und ihre Akzeptanz eines internetbasierten Assessments untersucht.
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Der Einsatz des Brief Symptom Inventory 18 (BSI-18) bei Psychotherapiepatienten
Gabriele Helga Franke 1, Annegret Ankerhold 2, Matthais Haase 3, Susanne Jäger 4, Christfried Tögel 5, Cornelia Ulrich 2, Jörg Frommer 3
1 Hochschule Magdeburg-Stendal, Rehabilitationspsychologie, Stendal
2 SALUS gGmbH Fachklinikum für Psychiatrie und Neurologie, Klinik für Psychosomatik, Psychotherapie und Suchtmedizin, Uchtspringe
3 Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Magdeburg
4 Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften, Stendal
5 SALUS gGmbH, SALUS Institut für Trendforschung und Therapieevaluation in Mental Health, MagdeburgDas BSI-18, die Kurzversion des Brief Symptom Inventory von Derogatis, umfasst die 3 Sechs-Item-Skalen Somatisierung, Depressivität und Ängstlichkeit und den globalen Kennwert GSI. Bei N=638 stationären Psychotherapiepatienten wurden Reliabilität, faktorielle und differenzielle sowie konvergente Validität geprüft. Die Skalen zeigten gute Reliabilitätskoeffizienten (α=0,79 für Somatisierung, 0,84 für Depressivität, 0,84 für Ängstlichkeit und 0,91 für GSI). (continue reading…)
Epidemiologie psychisch komorbider Störungen bei chronisch körperlichen Erkrankungen
M.E. Beutel und H. Schulz
Anhand einer Literaturübersicht wird ein Überblick gegeben zur Erfassung psychischer Komorbidität in epidemiologischen Studien, zu den Prävalenzraten psychischer Komorbidität und zum Einfluss psychischer Erkrankungen auf das Entstehen und den Verlauf chronischer Erkrankungen am Beispiel koronarer Herzerkrankungen. Psychische Komorbidität geht mit verminderter Lebensqualität, schlechterem Krankheitsverlauf und erhöhter Mortalität einher, wie zahlreiche Studien an Patienten mit koronaren Herzerkrankungen und anderen chronischen Erkrankungen zeigen. Trotz valider Screeningverfahren, (continue reading…)
Psychische Komorbidität bei Krebserkrankungen
J. Weis und A. Boehncke
Tumorerkrankungen zählen in den westlichen Industrienationen zu den häufigsten körperlichen Erkrankungen und weisen steigende Inzidenzzahlen auf. Wenngleich ihre medizinische Behandlung über die vergangenen Jahrzehnte deutlich verbessert und dadurch die Überlebenszeiten verlängert werden konnten, ist die Erkrankung für die Betroffenen mit zahlreichen psychosozialen Problemlagen, schweren Leiden und Todesbedrohung verbunden. Die psychosozialen Belastungen infolge einer Tumorerkrankung lassen sich je nach Schweregrad und Dauer auf einem Kontinuum zwischen normalen Belastungsreaktionen und psychischer Komorbidität im Sinne einer ICD-Klassifikation beschreiben. Bei den psychischen Folgestörungen (continue reading…)
Screening und Diagnostik komorbider psychischer Störungen bei körperlichen Erkrankungen
K. Reuter und M. Härter
Aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen körperlichen Erkrankungen und psychischen Störungen ist ein frühzeitiges und präzises Erkennen psychischer Belastungen in der medizinischen Versorgung von Bedeutung. Da es bei der Diagnostik psychischer Störungen bei somatischen Grunderkrankungen besondere Aspekte zu beachten gilt, wird in diesem Beitrag auf die relevanten Störungsbereiche bei chronisch körperlichen Erkrankungen eingegangen, und es werden spezielle psychodiagnostische Instrumente (continue reading…)
Psychische Komorbidität bei Tinnitus
Gerhard Goebel
Kernaussagen
- Psychische Belastungen und behandlungsbedürftige psychische Störungen sind v. a. beim dekompensierten Tinnitus häufige Komorbiditäten. Diese Beeinträchtigungen sind nicht nur als Reaktion auf den Tinnitus zu verstehen, sondern sie sind in ein komplexes, miteinander interagierendes Beziehungsgefüge eingebunden. In der Anamnese sollten besonders bei Patienten mit einem dekompensierten Ohrgeräusch mögliche komorbide psychische Erkrankungen Beachtung finden.
- In der aktuellen AWMF-Leitlinie Tinnitus der HNO-Fachgesellschaft ist der Thematik psychischer Störung großer Raum gegeben worden. Es manifestiert sich der Brückenschlag zwischen somatischer und psychischer Sichtweise der Therapie von chronisch Tinnitusbetroffenen. Ähnlich bestehen (continue reading…)
Internetbasierte Datenerhebung und Diagnostik: Akzeptanz durch Patienten der medizinischen Rehabilitation
A. Kobelt, N. Karpinski, F. Petermann
Der Einsatz des Internets bei Diagnostik und Verlaufskontrolle im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen beinhaltet ein großes Entwicklungspotenzial. Es ist daher wichtig zu klären, inwieweit bei Rehapatienten die Bereitschaft und technischen Vorkenntnisse zur Teilnahme an computer- bzw. internetgestützten Prozessen gegeben sind.
Diagnostik und Therapie von Gedächtnisstörungen
Die Untersuchung von Gedächtnisstörungen erfordert mindestens ein Verfahren zur Erfassung der Gedächtnisspanne und des Arbeitsgedächtnisses sowie je ein Verfahren zur Untersuchung der unmittelbaren und verzögerten Reproduktion verbaler und figuraler Informationen. Darüber hinaus wird eine Untersuchung des Lernprozesses im Rahmen eines Lernparadigmas (z. B. Wortlisten-Lernen) empfohlen . Für die Untersuchung des für den Alltag so relevanten prospektiven Gedächtnisses sind vor allem die Verhaltensbeobachtung und die systematische Befragung z. B. mit Hilfe von Fragebögen von Bedeutung. (continue reading…)



