Anja Mehnert, Katharina Braack und Sigrun Vehling
Existenzielle Belastungen treten häufig bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung auf. Obwohl es eine Reihe von wirksamen psychotherapeutischen Interventionen zur Behandlung psychischer Belastungen bei Krebspatienten gibt, stehen Themen wie Hoffnung und Lebenssinn oft nur begrenzt im Fokus der therapeutischen Arbeit. Vor allem im angloamerikanischen Raum wurden in den letzten Jahren zunehmend sinnorientierte Interventionen für Krebspatienten entwickelt und evaluiert. Diese meist als Gruppentherapie konzipierten Ansätze zielen (continue reading…)
Tag: Krebserkrankung
Sinnorientierte Interventionen in der Psychoonkologie
Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung bei Krebspatienten in der Rehabilitation
V. König, B. Leibbrand und U. Seifart
Krebserkrankungen haben in den letzten 15 Jahren eine deutliche Zunahme erfahren, teils durch bessere Diagnostik, aber auch durch die demographische Entwicklung. Die Krebserkrankung und auch deren Behandlung sind sowohl mit körperlichen als auch psychosozialen Beeinträchtigungen verbunden. Die therapeutischen Fortschritte führen gerade bei jüngeren Krebspatienten zu längeren Überlebenszeiten mit einer guten Lebensqualität, sodass gerade (continue reading…)
Tumorbedingte Fatigue – Psychosoziale Hilfen
U. de Vries, K. Reif und F. Petermann
Bei der tumorbedingten Fatigue handelt es sich um ein subjektives Gefühl von scheinbar unbeeinflussbarer körperlicher, emotionaler und/oder kognitiver Erschöpfung, das im Rahmen einer Krebserkrankung oder -behandlung auftritt. Tumorbedingte Fatigue kommt in allen Phasen der Krebstherapie vor und kann sich lange über die eigentliche medizinische Behandlung hinaus erstrecken. Die Lebensqualität, das psychische Wohlbefinden sowie die Teilhabe am Alltagsleben und die berufliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen sind in aller Regel erheblich eingeschränkt. Zu den derzeitigen psychosozialen Angeboten mit starker bis hinreichender Evidenz zählen körperliches Training, kognitiv-behaviorale Maßnahmen, Aktivitätssteigerung, Entspannungsverfahren und Psychoedukation bzw. Patientenschulung. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die derzeit angebotenen psychosozialen Maßnahmen und Hilfen zur Umsetzung.
Eine kunstpädagogische Gruppenintervention in der ambulanten psychoonkologischen Versorgung
Kristina Geue, Marianne Buttstädt, Robert Richter, Ursula Böhler, Susanne Singer
Vorgestellt wird der formale und inhaltliche Aufbau eines kunstpädagogischen Angebots für onkologische Patienten in der ambulanten Nachsorge. Die Gruppenintervention beinhaltet 22 Sitzungen und gliedert sich in 3 Phasen. Im ersten Teil lernen die Teilnehmer (continue reading…)
Gesundheitsverhalten von Hautkrebspatienten während der Melanomnachsorge
Annett Körner, Matthias Augustin, Ina Zschocke
Das maligne Melanom ist die häufigste Krebserkrankung im mittleren Erwachsenenalter. Es zeichnet sich durch besonders hohe Heilungschancen in frühen Krankheitsstadien und Therapieresistenz metastasierter Melanome aus. Zudem ist das Melanom einer der wenigen soliden Tumore, die sich – beobachtbar für den Fachmann aber auch für den medizinischen Laien – an der Hautoberfläche entwickeln. Die Überlebenswahrscheinlichkeit (continue reading…)
„Über mich und meine Krankheit” – die Gestaltung eines individuellen Buches im Rahmen einer kunstpädagogischen Intervention für Krebspatienten
K. Geue 1, H. Götze 1, M. Buttstädt 1, E. Kleinert 1, S. Singer
1 Universität Leipzig, Department für psychische Gesundheit, Selbstständige Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie (Leiter: Prof. Dr. Elmar Brähler)Kreative Verfahren gewinnen in der psychoonkologischen Versorgung zunehmend an Bedeutung. Ziel dieser Studie war, herauszufinden, ob ein kunsttherapeutisches Angebot in der ambulanten Nachsorge von onkologischen Patienten angenommen wird und inwieweit das Gestalten eines eigenen Buches zur Krankheitsverarbeitung beiträgt.
Psychische Komorbidität bei Menschen mit chronischen Erkrankungen im höheren Lebensalter unter besonderer Berücksichtigung von Krebserkrankungen
A. Mehnert, J. Volkert, O. Wlodarczyk und S. Andreas
Die Lebenserwartung ist in den letzten Jahren national und international deutlich angestiegen und wird auch zukünftig weiter steigen. Ein höheres Lebensalter ist meist mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, chronischen Erkrankungen, zunehmender Multimorbidität, aber auch mit psychosozialen Belastungen, wie zum Beispiel Einsamkeit, Einschränkungen in der sozialen Teilhabe oder mit Behinderungen im Alltag, verbunden. Vor diesem Hintergrund gewinnen Studien zur psychischen Gesundheit sowie zu psychischen Belastungen und Störungen älterer Menschen zunehmend an Bedeutung. (continue reading…)
Psychische Komorbidität bei Krebserkrankungen
J. Weis und A. Boehncke
Tumorerkrankungen zählen in den westlichen Industrienationen zu den häufigsten körperlichen Erkrankungen und weisen steigende Inzidenzzahlen auf. Wenngleich ihre medizinische Behandlung über die vergangenen Jahrzehnte deutlich verbessert und dadurch die Überlebenszeiten verlängert werden konnten, ist die Erkrankung für die Betroffenen mit zahlreichen psychosozialen Problemlagen, schweren Leiden und Todesbedrohung verbunden. Die psychosozialen Belastungen infolge einer Tumorerkrankung lassen sich je nach Schweregrad und Dauer auf einem Kontinuum zwischen normalen Belastungsreaktionen und psychischer Komorbidität im Sinne einer ICD-Klassifikation beschreiben. Bei den psychischen Folgestörungen (continue reading…)
Körperliche und psychosoziale Belastung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Krebserkrankung
Natalie Ladehoff 1, Uwe Koch 1, Anja Mehnert 1
1 Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfZielsetzung dieser Literaturanalyse ist die Erfassung des gegenwärtigen empirischen Erkenntnisstands zu den körperlichen und psychosozialen Belastungen bei Jugendlichen mit einer Krebserkrankung. Spezifische Fragestellungen beinhalten die Untersuchung der Art und der Auftretenshäufigkeit spezifischer Belastungen im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich unter Berücksichtigung der krankheits- und behandlungsbezogenen Faktoren. Ziel ist es, den psychologischen und pädagogischen Unterstützungsbedarf sowie relevante Forschungsfragestellungen abzuleiten. (continue reading…)
Auswirkungen einer psychoonkologischen Intervention für Paare auf die Sexualität bei einer Brustkrebserkrankung der Frau
Tanja Zimmermann 1, Nina Heinrichs 2
1 Technische Universität Braunschweig
2 Universität BielefeldDie psychosozialen Auswirkungen einer Brustkrebsdiagnose und -behandlung auf die betroffenen Frauen und auch ihre Partner beinhalten neben emotionalen Schwierigkeiten auch sexuelle und partnerschaftliche Probleme. Diese randomisiert-kontrollierte Studie untersucht die Wirksamkeit einer kurzen partnerschaftlichen Intervention (Seite an Seite) bei Paaren, bei denen die Frau an Brustkrebs erkrankt ist, auf die sexuelle Funktionsfähigkeit des Paares über einen Zeitraum von 1.5 Jahren nach Diagnosestellung. (continue reading…)



