Ernüchternde Ergebnisse zur Versorgung von Patienten mit chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen hat die PainSTORY, eine europaweite Umfrage, zutage gebracht: 95 Prozent der Patienten leiden trotz Behandlung an mittelstarken bis starken Schmerzen.
In PainSTORY (Pain Study Tracking Ongoing Responses for a Year), einer von Mundipharma unterstützten Umfrage in 13 Staaten Europas, ist erstmals der Einfluss chronischer Schmerzen auf das tägliche Leben von Schmerzpatienten qualitativ erfasst worden. (continue reading…)
Tag: Orthopädie
Chronischer Schmerz bestimmt das Leben
Untersuchungen zur zerebralen Verarbeitung von Schmerzen mit funktioneller Bildgebung
Funktionelle Bildgebungsmethoden wie die Positronenemissionstomographie (PET) oder die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) erlauben faszinierende Einblicke in die zerebrale Schmerzverarbeitung. So haben bildgebende Verfahren maßgeblich zu der Erkenntnis beigetragen, dass kein klar abgegrenztes “Schmerzzentrum” existiert. Vielmehr ist ein ganzes Netzwerk zentralnervöser Regionen an der Übertragung und Verarbeitung von Reizen beteiligt, die zu dem Sinneseindruck “Schmerz” führen. Ausgeklügelte Paradigmen erlauben (continue reading…)
Mechanismen der endogenen Schmerzmodulation am Beispiel der Placeboanalgesie
Die zentrale Repräsentation nozizeptiver Information und die damit verbundene Wahrnehmung von Schmerz unterliegen ausgeprägten pro- und antinozizeptiven Modulationen durch kognitive Prozesse. Die Placeboanalgesie ist eines der eindrücklichsten Beispiele der kognitiven Schmerzmodulation und damit das Parade-Paradigma für die Untersuchung der Mechanismen der körpereigenen Schmerzmodulation. Die Zusammenschau verschiedener wichtiger Arbeiten in den vergangenen Jahren bestätigt, dass es sich bei der Placeboanalgesie um eine Form der endogenen, kognitiv vermittelten Schmerzhemmung handelt, die zumindest partiell über die Ausschüttung endogener Opiate vermittelt wird. Mithilfe von modernen funktionell-bildgebenden Techniken konnten die zentralnervösen Korrelate der Placeboanalgesie identifiziert werden. (continue reading…)
Zentrale Schmerzverarbeitung bei funktionellen somatischen Syndromen
Funktionelle Schmerzsyndrome sind in der Regel gekennzeichnet durch eine erhöhte lokale oder generalisierte Schmerzempfindlichkeit, spontane Schmerzen und eine Vielzahl variabler begleitender Symptome. Die Einteilung oder Zuordnung der Syndrome bezieht sich meist auf den Ort der Hauptbeschwerden oder das Hauptsymptom, eine Überlappung der Symptomatik findet sich jedoch häufig. Weitere Hinweise für eine mögliche Beteiligung des zentralen Nervensystems (ZNS) sind häufige komorbide affektive Störungen, Beeinträchtigungen der Kognition, Veränderungen der neuroendokrinen Funktion und eine Dysregulation des autonomen Nervensystems, wobei diese Störungen immer nur bei einem Teil der Betroffenen vorliegen. Ergebnisse der funktionellen Bildgebung (continue reading…)
Effektivität intensiver multimodaler Schmerztherapie-Programme
Mit der Arbeit von A. Schütze et al. aus dem SchmerzCentrum Dresden (Leitung Prof. Dr. R.- Sabatowski) liegt eine weitere Untersuchung vor, mit der die Effektivität intensiver multimodaler Schmerztherapie-Programme erneut wissenschaftlich belegt wird. Damit erfährt eine der wichtigsten Entwicklungen der Schmerztherapie der letzten 25 Jahre ein weiteres Mal Unterstützung. Die Autoren berichten über signifikante Veränderungen schmerzrelevanter und -assoziierter Parameter über den Beobachtungszeitraum von 1 Jahr. Zwar ist die Datenerhebung für die 12-Monats-Nach-Untersuchung noch nicht abgeschlossen, doch sind die bisher vorliegenden Ergebnisse vielversprechend und zeigen, dass auch langfristige Erfolge erzielt werden können.
Kodierung chronischer Schmerzen im ICD-10
Akuter Schmerz ist für den Betroffenen unangenehm, gibt dem Arzt meist aber auch Hinweise auf eine zugrunde liegende Gewebeschädigung, die behandelt werden kann. Chronischer Schmerz hat typischerweise nicht diese Warnfunktion und besitzt daher einen eigenständigen Krankheitswert mit hohem Behandlungsbedarf. Die Entkopplung von Schmerz und nachweisbarer Gewebeschädigung wird auch in der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekarnmer zur Abgrenzung von akutem und chronischem Schmerz benannt: “Die Zusatz-Weiterbildung Spezielle Schmerztherapie umfasst… die Erkennung und Behandlung chronisch schmerzkranker Patienten, bei denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren und einen selbstständigen Krankheitswert erlangt hat.” (continue reading…)
Lebensqualität und alexithyme Merkmale bei Patienten mit somatoformer Schmerzstörung
Patienten mit einer somatoformen Schmerzstörung weisen häufig eine schlechte gesundheitsbezogene Lebensqualität (QoL) und Schwierigkeiten in der Affektregulation (Alexithymie) auf. Ziel dieser Studie war es, den Zusammenhang zwischen QoL und alexithymen Merkmalen zu untersuchen. (continue reading…)
Berufliche Wiedereingliederung nach einer medizinisch-beruflich orientierten orthopädischen Rehabilitation: Eine clusterrandomisierte Studie
Hintergrund: Seit den 1990er Jahren haben in der orthopädischen Rehabilitation stärker berufsorientierte Programme an Bedeutung gewonnen. Allerdings konzentrierte sich die orthopädische Rehabilitation hierzulande zunächst auf eine verbesserte Diagnostik körperlich funktioneller Leistungsfähigkeit und die Entwicklung daraufhin abgestimmter trainingstherapeutischer Module, während psychosoziale Arbeitsbelastungen im Rehabilitationsprozess bislang weniger berücksichtigt wurden.
Ziel: Ziele der Studie waren Umsetzung und Wirksamkeitsüberprüfung eines intensivierten multimodalen berufsorientierten Programms mit kognitiv-behavioralem Ansatz. (continue reading…)
Best-Practice-Empfehlungen zu Zielsetzungen, Inhalten und Methoden ambulanter und stationärer Rehabilitationsmaßnahmen von Patienten mit chronifizierenden oder chronischen Rückenschmerzen
Das Kooperationsprojekt “Qualitätsmanagement im Versorgungsprozess von Rückenschmerzen” der Bertelsmann-Stiftung und dem Institut für Community Medicine der Universität Greifswald sowie 20 weiteren Partnern richtete sich auf die Entwicklung eines integrierten Versorgungskonzeptes zur Verbesserung der Qualität in der Versorgung von Rückenschmerzen. Ausgehend von bestehenden Qualitätsdefiziten im rehabilitativen Sektor mit den Schnittstellen zur Kuration und Nachsorge, war es das Ziel der Arbeitsgruppe Rehabilitation, Lösungsansätze im Versorgungsprozess von Rückenschmerzpatienten zu erarbeiten. (continue reading…)
Entwurf zur Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz veröffentlicht
Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat einen Entwurf der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) “Kreuzschmerz” veröffentlicht. Er steht bis zum 16. Juni 2010 im Internet zur Kommentierung bereit.
Laut ÄZQ verursachen Kreuzschmerzen hohe direkte Kosten für Diagnostik und Therapie und indirekte Kosten für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Trotz der großen Anzahl von Therapieangeboten und hochwertigen Leitlinien bestehe jedoch gerade bei der Versorgung von nichtspezifischem Kreuzschmerz noch Optimierungsbedarf.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “Entwurf zur Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz veröffentlicht”


