C. Klöckner Cronauer, M. Schmid Mast
Université de Neuchâtel, SchweizZiel dieses Artikels ist es, die Rolle des Geschlechts von Ärzten und Patienten bei der Kommunikation in der Arzt-Patient-Interaktion zu erörtern. Da es bisher nur wenige Forschungsergebnisse zum Einfluss des Geschlechts auf die Arzt-Patient-Interaktion speziell auf dem Gebiet der Rehabilitation oder der Behandlung chronischer Krankheiten gibt, werden vor allem Forschungsergebnisse aus der Allgemeinmedizin präsentiert. Ärztinnen kommunizieren emotionaler und weniger dominant als Ärzte. Patientinnen besprechen mehr (continue reading…)
Tag: Patient
Geschlechtsspezifische Aspekte des Gesprächs zwischen Arzt und Patient
Subjektive Belastung und Religiosität bei chronischen Schmerzen und Brustkrebs
Studien zeigen, dass sich insbesondere kranke Menschen ihrem religiösen Glauben zuwenden. Allerdings ist davon auszugehen, dass Religiosität bei unterschiedlichen Belastungsarten unterschiedlich ausgeprägt und wirksam ist.
Um Belastungs- und Verarbeitungsmuster differenzieren zu können, wurde eine Stichprobe von 178 Probanden mit chronischen Schmerzen mit 167 Brustkrebspatientinnen verglichen. (continue reading…)
Strukturen psychoonkologischer Versorgung
Aufgrund zunehmender Fortschritte in den onkologischen Behandlungsmöglichkeiten gewinnt auch die Frage der psychoonkologischen Versorgung an Bedeutung. Dem relativ jungen Entwicklungsstand dieses Fachs entsprechend existieren allerdings noch keine allgemein anerkannten und verbindlichen Standards für die psychologische / psychotherapeutische Behandlung onkologischer Patienten. Leitlinien für spezifische Indikationen und / oder spezielle Settings werden erst nach und nach entwickelt. In den Bereichen der onkologischen Akutmedizin sowie der Nachbehandlung / Rehabilitation ist die psychoonkologische Betreuung mittlerweile gut etabliert und häufig in die jeweiligen medizinischen Behandlungskonzepte eingebunden. Es fehlt jedoch eine Vernetzung der psychoonkologischen Versorgungsangebote. Angesichts der neuen Rahmenbedingungen im Gesundheitsbereich muss die Psychoonkologie weitergehende Konzepte einer integrierten Versorgung erarbeiten. Im Interesse der Patienten darf eine solche Konzeptentwicklung jedoch nicht nur unter ökonomischen Aspekten vorangetrieben werden.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract
Wie, wann und warum verändern sich Menschen in der Psychotherapie? Forschung zu integrativen und allgemeinen Ansätzen in der Psychotherapie
In der Literatur lassen sich verschiedene Arten der Integration in der Psychotherapie unterscheiden: theoretische Integration, assimilative Integration und technischer Eklektizismus. Hierfür werden drei vielversprechende praktische Ansätze beispielhaft skizziert. Die Forschung zu Unterschieden zwischen Therapieansätzen ergibt ein gemischtes Bild: Im Durchschnitt scheinen verschiedene Therapieformen häufig (continue reading…)
Kann man „gute” und „schlechte” Therapeuten schulenübergreifend an ihren Ergebnissen erkennen?
Die Auswertung des Therapieerfolgs einzelner Patienten in Abhängigkeit vom jeweiligen Therapeuten zeigt, dass die Wirksamkeit von Therapeuten normal verteilt ist: 80 % der untersuchten Therapeuten erzielen bei ihren Patienten durchschnittliche Erfolge. Bei einer relativ kleinen Gruppe von Therapeuten jedoch sprechen deren Patienten ungewöhnlich rasch auf die Therapie an. Bei einer weiteren, sich mit dieser überschneidenden Gruppe von Therapeuten profitieren deren Patienten überdurchschnittlich stark (jedoch langsamer) von der Therapie. Am anderen Ende des Spektrums lässt sich aber auch eine Gruppe von Therapeuten identifizieren, die sich als ungewöhnlich unwirksam erweisen. Diese Unterschiede – und die Ungewissheit, wie dieses Wissen Verwendung finden kann – werden diskutiert.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract



