Tag: Psychotherapie

Zum Einfluss von Bindungsmerkmalen auf Gegenübertragungsreaktionen

Helmut Kirchmann, Andrea Thomas, Elisabeth Brüderle, Bernhard Strauß
Zur Aufklärung der in der Literatur gefundenen Zusammenhänge zwischen Bindungsmustern von Psychotherapiepatienten vor der und der Qualität der therapeutischen wurden drei Tonband-Sequenzen aus Adult-Attachment-Interviews, die jeweils prototypisch eine sichere (autonomous), eine ambivalente (enmeshed) oder eine vermeidende (dismissive) Bindung repräsentierten, nach Zufall einer Stichprobe von N = 343 Medizinstudenten zugeordnet. Nach der Präsentation der Tonbandsequenzen wurden das emotionale Wohlbefinden der Probanden, ihre Einschätzung der Freundlichkeit der interviewten Person und ihre Bereitschaft, mit der Person in Kontakt zu treten, erhoben. Die Datenanalysen ergaben, dass (continue reading…)


Psychotherapie auf Palliativstationen – Empirische Bestandsaufnahme

Ralf T. Vogel
Beispielhaft für eine psychotherapeutische Tätigkeit von „im Umfeld des Todesthemas“ befasst sich der Beitrag mit der aktuellen Situation von Psychotherapeuten auf deutschen Palliativstationen. Dazu wurde eine Fragebogenstudie durchgeführt, deren wichtigste Ergebnisse dargestellt werden. Es zeigt sich eine hohe Präsenz von Psychotherapeuten in diesen Einrichtungen. Sie sind gut ausgebildet in unterschiedlichen Therapieverfahren, zahlenmäßig angeführt von und Gesprächstherapie und verfügen mehrheitlich über Zusatzqualifikationen (continue reading…)


Linderung depressiver Symptomatik – Ist sportliche Aktivität eine empfehlenswerte therapeutische Methode?

Sebastian Wolf und Martin Hautzinger
Angesichts der moderaten Effektivität von Standardinterventionen zur von akuten Depressionen und der bekannten Nebenwirkungen von lohnt es sich, nach alternativen Behandlungsoptionen zu suchen, die, wie die sportliche Aktivität, nebenwirkungsarm sind und vergleichsweise wenig Kosten verursachen. Studien zeigen, dass sportliche Aktivität auf neurophysiologischer Ebene ähnliche Effekte zu haben scheint wie und . Es erhebt sich nun die Frage, ob tatsächlich eine antidepressive Wirkung aufweist. Ziel dieser Arbeit ist es, eine aktuelle Übersicht zur Studienlage zu dieser Frage zu liefern. In randomisierten kontrollierten Wirksamkeitsstudien (continue reading…)


Psychiatrie-Gesell­schaft prognostiziert steigenden Bedarf an Antidepressiva

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, und Nervenheilkunde (DGPPN) hat die Kritik der AOK Rheinland/Hamburg an steigenden Verordnungszahlen von als „rein ökonomisch motiviert“ zurückgewiesen. Zuvor hatte die Kasse dazu aufgerufen, „sorgsamer und in geringerer Menge“ zu verordnen.
„Dadurch wird psychischen Erkrankungen und hier besonders depressiven Störungen, einmal mehr der Status von Befindlichkeitsstörungen zugeschrieben, die einer medikamentösen oftmals nicht bedürfen“, monierte Gerhard Gründer, Leiter des DGPPN-Referats Psychopharmakologie. (continue reading…)


Ressourcenorientierte Akutbehandlung unipolarer Depressionen: Eine randomisierte kontrollierte Psychotherapiestudie

Tobias Teismann 1, Wibke Dymel 1, Dietmar Schulte  1, Ulrike Willutzki1
1 Abteilung für Klinische Psychologie und , Ruhr-Universität Bochum

Ressourcenaktivierung gilt als ein zentraler Wirkmechanismus psychotherapeutischer Veränderungen. Hinweise dazu, ob ein spezieller Fokus auf die Aktivierung von Ressourcen die Effektivität kognitiv-behavioraler Therapien verbessern kann, fehlen jedoch weitgehend.

In einer randomisierten kontrollierten Interventionsstudie mit 52 Patienten mit unipolaren Depressionen wurde ein kombiniert kognitiv-verhaltenstherapeutisch/ressourcenorientiertes Vorgehen (KROT) mit einem fokal kognitiv-verhaltenstherapeutischen Angebot (KVT) verglichen.

Bei insgesamt befriedigenden Ergebnissen wurden Veränderungen auf emotionaler, kognitiver und interpersonaler Ebene von beiden Interventionsangeboten in gleichem Ausmaß bewirkt.

Eine kombiniert ressourcenorientierte Psychotherapie ermöglicht eine effektive unipolarer Depressionen. Durch ein prononciert ressourcenorientiertes Vorgehen ließ sich der depressiver Patienten – gegenüber einem üblichen KVT-Vorgehen – nicht weiter verbessern.

Quelle: Thieme eJournals – Abstract


Probleme in der Praxis der sozialmedizinischen Beurteilung von Anträgen auf psychosomatische Rehabilitation

R. Legner 1
1 Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd, Landshut

Von der Deutschen Rentenversicherung wurden 2008 etwa 1, 1 Mio. ambulante und stationäre Leistungen der medizinischen (bei etwa 1, 6 Mio. Anträgen) durchgeführt. Die „Bewilligungsquote” lag im Durchschnitt bei ca. 70% (Schwankungsbreite 60-86 %). Ein Großteil der Ablehnungen erfolgte mit der Begründung, dass eine ambulante kassenärztliche bzw. kassenpsychotherapeutische ausreiche. Häufig wurde vom behandelnden Arzt die Notwendigkeit einer stationären psychosomatischen Reha damit begründet, dass eine ambulante wegen zu langer Wartezeiten oder fehlender Therapiemöglichkeiten nicht angeboten werden könne. Hier wird die Frage diskutiert, ob (continue reading…)


Behandlungsverlauf bei depressiven Störungen

Marcel Schär, Guy Bodenmann

Derzeit ist unklar, auf welche Faktoren frühe Symptomveränderungen während einer zurückzuführen sind.
Die vorliegende Studie untersucht verschiedene intrapsychische und interpersonelle Prädiktoren des Patienten und seines Partners auf den Symptomverlauf während einer Depressionsbehandlung. (continue reading…)


Schizophrene Psychosen des Kindes- und Jugendalters

Franz  Resch, Eginhard  Koch, Frauke  Schultze-Lutter, Benno  Graf Schimmelmann

Kernaussagen

  • Früh beginnende Psychosen, die vor dem 18. Lebensjahr beginnen, weisen eine Reihe von ungünstigen Entwicklungskriterien auf. Unter anderem wird die Dauer der unbehandelten (DUP) – also der Zeitraum vom ersten Auftreten der produktiven Symptome bis zum Beginn einer psychiatrischen – gegenüber dem Erwachsenenalter verlängert gefunden.
  • Die Diagnose der frühen Schizophrenien wird in erster Linie aufgrund der psychopathologischen Symptomatik gestellt. Genetische, somatische und psychosoziale Faktoren werden (continue reading…)

Psychotherapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung: Gemeinsamkeiten und Differenzen evidenzbasierter störungsspezifischer Behandlungen

D. Sollberger, M. Walter

Die -Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine schwere psychische Störung, mit einer hohen Prävalenz in psychiatrischen Kliniken. Häufig ist sie schwer zu behandeln und mit großen Schwierigkeiten und Konflikten bei Therapeuten und Behandlungsteams verbunden. In den letzten Jahrzehnten haben insbesondere neurobiologische Befunde und psychotherapeutische Studien zu einem besseren Verständnis der Störung und ihrer geführt. der Wahl bei der BPS ist die . In dieser Übersicht werden die 4 wichtigsten störungsspezifischen Psychotherapien der BPS ausführlich vorgestellt. Diese sind (continue reading…)


Experimentelle Konstruktion eines Kurzfragebogens zur direkten Veränderungsmessung psychotherapeutischer Effekte im Befinden

Günter Krampen

Befunde aus zwei Studien zur Entwicklung eines Kurzinstruments zur direkten psychotherapeutischer Effekte werden dargestellt. Die fokussiert Veränderungen im Bereich des Befindens. An Studie I waren 150 Patienten von 14 niedergelassenen Psychotherapeuten beteiligt. Sie wurden (continue reading…)


  • Newsletter abonnieren

    Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt und garantiert nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe Ihres Namens ist freiwillig und dient nur der persönlichen Ansprache im Newsletter.

  • Besucher seit 04.01.2010

    • 337539 Besucher
  • Unterstützung

    Sie können mich unterstützen indem Sie Ihre (Fach-)Bücher oder andere Produkte über den folgenden Link bei Amazon bestellen:
    In Partnerschaft mit Amazon.de
  • Zitat des Augenblicks

  • Follow me

  • Copyright © 1996-2010 Psychologie - Aktuell. All rights reserved.
    iDream theme by Templates Next | Powered by WordPress

    Favicon Plugin created by Cheap Web Hosting - Powered by Hard Carry Case and spa gift baskets.