Sören Schmidt, Franz Petermann, Manfred E. Beutel, Elmar Brähler
Die Erfassung von Beschwerden und der Befindlichkeit sind wesentlicher Teil eines klinisch-diagnostischen Prozesses. Da Angststörungen und Depressionen in hohem Maße mit verschiedenen psychischen und körperlichen Belastung einhergehen, wurden in dieser Studie primär die prädiktiven Eigenschaften der Beschwerden-Liste (B-LR) und der Befindlichkeits-Skala (Bf-SR) in revidierter Form mittels Regressionsanalysen (linear und hierarchisch) an einer Stichprobe von N = 2504 untersucht. Als abhängiges Kriterium galt die Ausprägung von Angst- und Depressionssymptomen, ermittelt über das Kurzscreening Patient-Health-Questionnaire-4 (PHQ-4). Da vermutet wurde, (continue reading…)
Tag: Screening
Psychisches Befinden, Beschwerden und Belastungen: Ergebnisse einer repräsentativen Studie
Modifikation der IES-R zur Diagnostik posttraumatischer Belastung bei Traumatisierung durch die Diagnose Krebs
Annette F. Bölter, Julia Lange, Bernd Anger, Christian Geiser, Heinz-Martin Süß, Jörg Frommer
Nach DSM-IV können lebensbedrohliche Erkrankungen wie Krebs eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) auslösen. Der Erfassung mit üblichen PTSD-Diagnoseinstrumenten wie der Impact-of-Event-Scale (IES-R) mangelt es jedoch an Validität.
Ein krebsspezifisches PTSD-Konzept wurde theoriebasiert entwickelt und (continue reading…)
Herzangst
Jürgen Hoyer, Ulrike Lueken
Herzbezogene Ängste und -beschwerden sind in der Gesundheitsversorgung ein verbreitetes Phänomen. Im vorliegenden Beitrag geht es darum, ein rein deskriptives Konzept der Herzangst vorzustellen, das auf ätiologische Annahmen verzichtet. Diesem Verständnis nach sind behandlungsrelevante Herzängste Ausdruck einer Disposition, auf herzbezogene Reize mit (überzogener) Angst zu reagieren; dieses Syndrom kann (continue reading…)
Psychische Komorbidität – Befunde zur Diagnostik und Hinweise auf Möglichkeiten der Weiterversorgung in der medizinischen Rehabilitation
M. Morfeld und A. Friedrichs
Psychosoziale Komorbidität bei somatischen Erkrankungen stellt aus epidemiologischer und aus Perspektive der Versorgung ein bedeutsames Problem dar. Aus ätiologischer Sicht werden verschiedene Ebenen der Entstehung beziehungsweise Herangehensweise diskutiert. Im vorliegenden Beitrag wird exemplarisch eine Übersicht über die Prävalenz psychischer Komorbidität bei muskuloskelettalen Erkrankungen mit dem Schwerpunkt chronischer Rückenschmerz in der somatischen medizinischen Rehabilitation gegeben. (continue reading…)
Longitudinale Assoziationen zwischen depressiven Symptomen und Typ-2-Diabetes sowie deren Auswirkung auf die Mortalität von Hausarztpatienten
L. Pieper, J. Dirmaier, J. Klotsche, C. Thurau, D. Pittrow, H. Lehnert, W. März, U. Koch und H.-U. Wittchen
Es gibt widersprüchliche Befunde darüber, ob depressive Symptome Risikofaktoren für die Neumanifestation eines Diabetes sind oder ob umgekehrt auch Diabetes ein Risikofaktor für depressive Zustände ist. Daher untersuchen wir die längsschnittlichen wechselseitigen Assoziationen zwischen depressiven Symptomen und Typ-2-Diabetes (T2D) sowie die Auswirkungen des gemeinsamen Auftretens beider Erkrankungen auf die Mortalität anhand einer Stichprobe von Hausarztpatienten im Verlauf eines im Mittel 3,5-jährigen Beobachtungszeitraums. Die depressive Symptomatik wurde (continue reading…)
Epidemiologie psychisch komorbider Störungen bei chronisch körperlichen Erkrankungen
M.E. Beutel und H. Schulz
Anhand einer Literaturübersicht wird ein Überblick gegeben zur Erfassung psychischer Komorbidität in epidemiologischen Studien, zu den Prävalenzraten psychischer Komorbidität und zum Einfluss psychischer Erkrankungen auf das Entstehen und den Verlauf chronischer Erkrankungen am Beispiel koronarer Herzerkrankungen. Psychische Komorbidität geht mit verminderter Lebensqualität, schlechterem Krankheitsverlauf und erhöhter Mortalität einher, wie zahlreiche Studien an Patienten mit koronaren Herzerkrankungen und anderen chronischen Erkrankungen zeigen. Trotz valider Screeningverfahren, (continue reading…)
Psychische Komorbidität bei Krebserkrankungen
J. Weis und A. Boehncke
Tumorerkrankungen zählen in den westlichen Industrienationen zu den häufigsten körperlichen Erkrankungen und weisen steigende Inzidenzzahlen auf. Wenngleich ihre medizinische Behandlung über die vergangenen Jahrzehnte deutlich verbessert und dadurch die Überlebenszeiten verlängert werden konnten, ist die Erkrankung für die Betroffenen mit zahlreichen psychosozialen Problemlagen, schweren Leiden und Todesbedrohung verbunden. Die psychosozialen Belastungen infolge einer Tumorerkrankung lassen sich je nach Schweregrad und Dauer auf einem Kontinuum zwischen normalen Belastungsreaktionen und psychischer Komorbidität im Sinne einer ICD-Klassifikation beschreiben. Bei den psychischen Folgestörungen (continue reading…)
Screening und Diagnostik komorbider psychischer Störungen bei körperlichen Erkrankungen
K. Reuter und M. Härter
Aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen körperlichen Erkrankungen und psychischen Störungen ist ein frühzeitiges und präzises Erkennen psychischer Belastungen in der medizinischen Versorgung von Bedeutung. Da es bei der Diagnostik psychischer Störungen bei somatischen Grunderkrankungen besondere Aspekte zu beachten gilt, wird in diesem Beitrag auf die relevanten Störungsbereiche bei chronisch körperlichen Erkrankungen eingegangen, und es werden spezielle psychodiagnostische Instrumente (continue reading…)
Diagnostik in der Psychoonkologie
Psychosoziale Belastungen und psychische Störungen bei Krebspatienten werden vom onkologischen Behandlungsteam häufig nicht oder nicht in ausreichendem Maße erkannt, sodass ein Teil der Patienten wie auch Angehörige keine Unterstützungsangebote erhalten, obwohl sie davon profitieren könnten. Aus diesem Grund wird die Bedeutung einer psychosozialen Diagnostik in Form eines kontinuierlichen Screenings im Rahmen der onkologischen Behandlung in nationalen wie internationalen Leitlinien nachdrücklich empfohlen. Gegenwärtig liegt eine Reihe von validen Kurz-Screeningverfahren vor, die (continue reading…)
Fragebogen zu Gedanken und Gefühlen (FGG) – Ein Screening Instrument für Borderline-spezifisches Denken
Basierend auf kognitiven Ansätzen sowie dem bio-sozialen Modell von Linehan zur Borderline Störung wurden eine Kurz- (14 Items) und eine Langversion (37 Items) des Fragebogens zu Gedanken und Gefühlen (FGG; Renneberg et al., 2005) entwickelt. Die psychometrischen Kennwerte beider Versionen sowie die Eignung der Kurzversion als Screening Verfahren sollten überprüft werden. (continue reading…)



