M. Lange, B. Krohn-Grimberghe und F. Petermann
Das Fibromyalgiesyndrom geht vorwiegend mit einem chronischen Verlauf einher. Trotz guter Effekte einer multimodalen Behandlung zeigen nur umfassende Interventionen einen langfristigen Erfolg. Im Rahmen einer stationären Rehabilitation wurde eine multimodale Schmerztherapie mit kognitiv-behavioralen Techniken in Form einer Patientenschulung durchgeführt. In einer kontrollierten Studie soll der mittelfristige Erfolg dieser Behandlung überprüft werden. (continue reading…)
Tag: Wirksamkeit
Mittelfristige Effekte einer multimodalen Behandlung bei Patienten mit Fibromyalgiesyndrom Ergebnisse einer kontrollierten Wirksamkeitsstudie
Bewegungstherapie und Depression
Alexander Heimbeck, Gerd Hölter
Evaluationsstudie zu einer unspezifischen und einer störungsorientierten bewegungstherapeutischen Förderung im klinischen KontextKörperorientierte Konzepte erlangten in den letzten Jahren in der Therapie psychischer Erkrankungen zusehends mehr Bedeutung. Dennoch ist eine weitverbreitete Skepsis in Bezug auf die Wirksamkeit bewegungstherapeutischer Maßnahmen anzutreffen. Die Einwände beziehen sich u. a. auf methodische Mängel oder auf die Diffusität der Interventionen. In der vorliegenden Studie wurde die Wirkung einer unspezifischen versus einer störungsorientierten Bewegungstherapie im klinischen Setting einschließlich einer 6-monatigen Katamnese bei depressiven Patienten (n=103) mit Werten im Becks Depressionsinventar (BDI) >18 überprüft. (continue reading…)
Internetbasierte Therapie der sozialen Phobie
Thomas Berger, Eleonore Hohl, Franz Caspar
Ergebnisse einer 6-Monate-KatamneseInternetbasierte psychotherapeutische Interventionen haben sich bei verschiedenen Angststörungen, insbesondere der sozialen Phobie, als wirksam erwiesen. Ziel dieser Untersuchung ist die Überprüfung der mittelfristigen Wirksamkeit eines internetbasierten verhaltenstherapeutischen Programms in einer 6-Monate-Katamnese. (continue reading…)
Patient-Arzt-Interaktion in der Rehabilitation
S. Dibbelt, M. Schaidhammer, C. Fleischer, B. Greitemann
Gibt es einen Zusammenhang zwischen wahrgenommener Interaktionsqualität und langfristigen Behandlungsergebnissen?
Eine Reihe von Studien legt nahe, dass die Qualität der Interaktion zwischen Behandler und Patient entscheidend für gute medizinische Praxis ist und dass sie einen erheblichen Einfluss auf die Behandlungsergebnisse hat. Die Rolle und Bedeutung der Arzt-Patienten-Interaktion in der Rehabilitation ist dagegen weniger gut untersucht. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, die wahrgenommene Qualität der Arzt-Patienten-Interaktion in der stationären somatischen Rehabilitation aus Arzt- und Patientensicht mit einem Fragebogen zu erfassen und die Hypothese zu überprüfen, dass es eine positive Beziehung (continue reading…)
Die Patient-Behandler-Kommunikation bei chronischen Krankheiten
E. Farin – Abteilung Qualitätsmanagement und Sozialmedizin, Universitätsklinikum Freiburg
Überblick über den Forschungsstand in ausgewählten Themenbereichen
Die Kommunikation zwischen Patienten und Behandlern ist insbesondere bei der Behandlung chronisch Kranker, die durch ein biopsychosoziales Krankheitsmodell charakterisiert ist, von zentraler Bedeutung. Der vorliegende Beitrag stellt im Rahmen einer Übersichtarbeit den aktuellen Forschungsstand zur Patient-Behandler-Kommunikation in 3 ausgewählten Themenbereichen dar: die Kommunikationspräferenzen chronisch Kranker, der Zusammenhang zwischen Kommunikation und relevanten Endpunkten sowie Interventionen zur Verbesserung der Patient-Behandler-Kommunikation. (continue reading…)
Internetbasierte Psychotherapien
Kernaussagen
- Internetbasierte therapeutische Interventionen können auf einem Kontinuum zwischen internetbasierten Kommunikationsanwendungen (z. B. E-Mail-, Chat-Therapie) und webbasierten Selbsthilfeprogrammen, die ohne Kontakt zu Therapeuten auskommen, verortet werden.
- In den meisten Ansätzen werden die Möglichkeiten des Internets als Kommunikations- und Informationsvermittlungsmedium in therapeutenunterstützten Selbsthilfeprogrammen („guided self-help”) kombiniert.
- Mit internetbasierten Angeboten können Menschen erreicht werden, die aufgrund geografischer Gegebenheit, einer eingeschränkten Mobilität oder langer Wartelisten keinen Therapieplatz finden oder bei denen die Hemmschwelle zu groß ist, Therapeuten in der Realität aufzusuchen.
- Vorsicht und spezifische Maßnahmen sind geboten, weil internetbasierte Therapieangebote aufgrund der Distanz zwischen Hilfesuchenden und Professionellen und möglichen zeitlichen Verzögerungen in der Kommunikation für akute Krisensituationen nicht geeignet sind.
- Internetbasierte therapeutenunterstützte Selbsthilfe hat sich bisher sehr konsistent als wirksam erwiesen. Insbesondere bei der Behandlung von Depressionen gehen Selbsthilfeansätze, (continue reading…)
Verkürzt eine frühzeitige Elektrokrampftherapie bei schweren depressiven Episoden die weitere stationäre Behandlungsdauer?
Die Elektrokrampftherapie ist eine effektive, schnell wirksame und gut verträgliche Behandlung bei depressiven Erkrankungen. Trotzdem wird sie meistens nur bei Therapieresistenz eingesetzt. Es liegen Hinweise für einen Zusammenhang zwischen raschem Wirkungseintritt und besserer Wirksamkeit einer antidepressiven Behandlung vor. In dieser Arbeit wird untersucht, ob es Hinweise dafür gibt, dass sich durch den frühzeitigen Einsatz einer EKT eine Verkürzung der weiteren stationären Behandlungsdauer erzielen lässt. (continue reading…)
Ambulante Psychotherapie in Deutschland aus Sicht der Patienten – Wirksamkeit
In einer naturalistischen Studie wurde die Versorgungssituation bezüglich ambulanter Psychotherapie in Deutschland analysiert. Telefonisch gaben 1212 Personen, die im Zeitraum der letzten 6 Jahre in ambulanter psychotherapeutischer Behandlung waren oder derzeit noch in ambulanter Psychotherapie sind, zu ihren Erfahrungen mit ihrer ambulanten psychotherapeutischen Behandlung Auskunft. (continue reading…)
Die Rolle der Übungshäufigkeit in der Achtsamkeitsbasierten Kognitiven Therapie
Der Übungshäufigkeit wird im Rahmen der Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) eine große Bedeutung zugeschrieben. Üben MBCT-Patienten den Vorgaben entsprechend und weisen Patienten, die häufiger üben, ein geringeres Rückfallrisiko auf? Die Übungshäufigkeit der 24 ehemals depressiven Patienten wurde direkt nach der MBCT sowie nach 6 und 12 Monaten erhoben. (continue reading…)
Effektivität computer- und internetgestützter kognitiver Verhaltenstherapie bei Depression – Ein systematischer Literaturüberblick
Systematischer Überblick zur Wirksamkeit von computergestützter kognitiver Verhaltenstherapie bei depressiven Erkrankungen. Methode Literaturrecherche in Medline, Web of Science, Cochrane und PsycINFO. 16 Studien wurden identifiziert. Effekte der Interventionen sind abhängig von der Häufigkeit und Dauer des Therapeutenkontaktes und der Art der Kontrollgruppe. Die Effektstärken erstrecken sich von Cohens d = 0,0 bis d = 1,1. Computergestützte Verhaltenstherapie stellt eine niedrigschwellige Interventionsmethode dar, die vor allem bei Patienten mit leichter und mittelschwerer depressiver Symptomatik wirksam ist. In unterversorgten Gebieten kann sie zur Versorgungsoptimierung beitragen und Baustein eines gestuften Behandlungsplanes („stepped care”) sein.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract


