{"id":10724,"date":"2016-05-01T06:08:40","date_gmt":"2016-05-01T04:08:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=10724"},"modified":"2016-04-19T22:09:35","modified_gmt":"2016-04-19T20:09:35","slug":"verlauf-depressiver-erkrankungen-in-abhaengigkeit-von-belastenden-kindheitserfahrungen-und-zurueckweisungsempfindlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2016\/05\/verlauf-depressiver-erkrankungen-in-abhaengigkeit-von-belastenden-kindheitserfahrungen-und-zurueckweisungsempfindlichkeit\/","title":{"rendered":"Verlauf depressiver Erkrankungen in Abh\u00e4ngigkeit von belastenden Kindheitserfahrungen und Zur\u00fcckweisungsempfindlichkeit"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Belastende Kindheitserfahrungen erh\u00f6hen die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr psychopathologische Entwicklungen. Misshandelte Kinder weisen ein mehrfaches Risiko auf an Depressionen zu erkranken. Der Krankheitsverlauf beginnt fr\u00fcher, ist schwerer und die Behandlungserfolge sind verringert. Personen, die besonders zur\u00fcckweisungsempfindlich sind, berichten au\u00dferdem mehr belastende Kindheitserfahrungen. In der vorliegenden Studie wird in einer allgemeinpsychiatrischen Klinik mit station\u00e4rer und tagesklinischer Behandlung der Zusammenhang zwischen belastender Kindheit und Verlauf der Depression sowie Zur\u00fcckweisungsempfindlichkeit quantifiziert. Bei 48 Patienten mit einer Diagnose der Depression (F31, F32, F33) wurde zu Behandlungsbeginn und -ende mit einem Selbsteinsch\u00e4tzungs- (BDI) und einem Fremdeinsch\u00e4tzungsma\u00df (HAM-D) die Schwere depressiver Symptomatik beurteilt. W\u00e4hrend des Aufenthalts wurden die Patienten mit der \u00abSkala belastende Kindheitserfahrungen\u00bb (KERF-I, Kurzversion) zu belastenden Kindheitserlebnissen interviewt und f\u00fcllten einen Fragebogen zu Zur\u00fcckweisungsempfindlichkeit (RSQ) aus. Die Hypothesen wurden mit Korrelationsanalysen getestet. Belastende Kindheitserfahrungen waren mit der BDI-basierten Selbsteinsch\u00e4tzung der Depressivit\u00e4t positiv assoziiert, aber nicht mit dem HAM-D Rating. Patienten mit rezidivierender Depression berichteten doppelt so viele belastende Erfahrungen in ihrer Kindheit als Patienten mit einer einzelnen depressiven Episode. Dreifach h\u00f6here Belastungswerte zeigten sich bei Patienten in station\u00e4rer Behandlung gegen\u00fcber solchen in tagesklinischer Behandlung. Belastende Kindheitserfahrungen waren mit einer erh\u00f6hten Zur\u00fcckweisungsempfindlichkeit assoziiert und diese mit einem geringeren Therapieerfolg. Die Zusammenh\u00e4nge von belastenden Kindheitserfahrungen mit depressiver Symptomatik und Zur\u00fcckweisungsempfindlichkeit geben Hinweise auf die Bildung negativer kognitiver Schemata. Die negative Korrelation von Therapieerfolg und Zur\u00fcckweisungsempfindlichkeit bietet eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr den ung\u00fcnstigeren Verlauf einer depressiven Erkrankung bei Patienten mit vielen belastenden Kindheitserfahrungen.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/econtent.hogrefe.com\/doi\/abs\/10.1024\/1661-4747\/a000266\">Verlauf depressiver Erkrankungen in Abh\u00e4ngigkeit von belastenden Kindheitserfahrungen und Zur\u00fcckweisungsempfindlichkeit: Zeitschrift f\u00fcr Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie: Vol 64, No 2<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Belastende Kindheitserfahrungen erh\u00f6hen die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr psychopathologische Entwicklungen. Misshandelte Kinder weisen ein mehrfaches Risiko auf an Depressionen zu erkranken. Der Krankheitsverlauf beginnt fr\u00fcher, ist schwerer und die Behandlungserfolge sind verringert. 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