{"id":10824,"date":"2016-11-10T06:25:13","date_gmt":"2016-11-10T05:25:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=10824"},"modified":"2016-11-05T08:27:07","modified_gmt":"2016-11-05T07:27:07","slug":"einschraenkungen-der-teilhabe-in-der-bevoelkerung-normdaten-fuer-den-imet-auf-der-basis-eines-bevoelkerungssurveys-in-norddeutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2016\/11\/einschraenkungen-der-teilhabe-in-der-bevoelkerung-normdaten-fuer-den-imet-auf-der-basis-eines-bevoelkerungssurveys-in-norddeutschland\/","title":{"rendered":"Einschr\u00e4nkungen der Teilhabe in der Bev\u00f6lkerung \u2013 Normdaten f\u00fcr den IMET auf der Basis eines Bev\u00f6lkerungssurveys in Norddeutschland"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><span class=\"b\">Hintergrund:<\/span> Die medizinische Rehabilitation in Deutschland ist durch das bio-psycho-soziale Denkmodell der Internationalen Klassifikation der Funktionsf\u00e4higkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) gepr\u00e4gt. F\u00fcr einen Einsatz in rehabilitationswissenschaftlichen Studien ist die Anwendung der ICF aufgrund ihrer Komplexit\u00e4t jedoch weniger geeignet. Die Umsetzung der ICF erfordert eigene Assessmentinstrumente, die im rehabilitativen Setting Aktivit\u00e4ten und Teilhabe in \u00f6konomischer Weise erfassen k\u00f6nnen. Instrumente zur Erfassung von sozialer Teilhabe sind im deutschen Sprachraum kaum verf\u00fcgbar und wurden bislang nur vereinzelt in empirischen Arbeiten eingesetzt. Der 2005 entwickelte <span class=\"i\">Index zur Messung von Einschr\u00e4nkungen der Teilhabe<\/span> (IMET) misst indikations\u00fcbergreifend das in der ICF formulierte Konstrukt Teilhabe bei Personen mit unterschiedlichen chronischen Krankheiten. Er wurde bislang in zahlreichen Studien eingesetzt. Bislang fehlte es an Referenzwerten, die eine Einordnung der Ergebnisse aus dem rehabilitativen Setting erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><span class=\"b\">Methode:<\/span> Im Rahmen eines Bev\u00f6lkerungssurveys wurde einer Zufallsstichprobe von 5\u2009004 Personen aus dem Einwohnermeldeamt L\u00fcbeck ein kurzer Selbstausf\u00fcllfragebogen zugeschickt. Der Fragebogen beinhaltete Fragen zum allgemeinen Gesundheitszustand und zur Lebensqualit\u00e4t, zur Pr\u00e4valenz chronischer Erkrankungen und zu Einschr\u00e4nkungen der Teilhabe (IMET).<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span class=\"b\">Ergebnisse:<\/span> Der Fragebogen wurde von 2\u2009755 Personen der 4\u2009692 eligiblen Personen zur\u00fcckgeschickt (58,7%). 731 Personen lehnten im Fragebogen eine Teilnahme an der Studie ab, die Teilnahmequote liegt damit bei 43,1%. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 53 Jahre (SD: 17,1), der Frauenanteil lag bei 53%. Die Auspr\u00e4gungen der Einschr\u00e4nkungen der Teilhabe variieren nach Geschlecht und Alter. M\u00e4nner sind in ihrer Teilhabe tendenziell st\u00e4rker eingeschr\u00e4nkt. Einschr\u00e4nkungen der Teilhabe nehmen mit h\u00f6herem Alter erwartungsgem\u00e4\u00df zu. Teilnehmer mit geringer Schulbildung weisen auf allen Items signifikant h\u00f6here Teilhabeeinschr\u00e4nkungen auf als Personen mit h\u00f6herer Schulbildung. Teilhabeeinschr\u00e4nkungen korrelieren signifikant mit dem Gesundheitszustand und der Lebensqualit\u00e4t sowie mit der Pr\u00e4valenz verschiedener chronischer Krankheiten.<\/p>\n<p><span class=\"b\">Diskussion und Schlussfolgerung:<\/span> Die Stichprobe aus der L\u00fcbecker Bev\u00f6lkerung umfasste Personen im Alter von 19 bis 79 Jahren. Die Altersverteilung unserer Stichprobe weicht von der bundesdeutschen Gesamtbev\u00f6lkerung an den R\u00e4ndern ab: j\u00fcngere Personen sind unter-, \u00e4ltere Personen \u00fcberrepr\u00e4sentiert. Mit Blick auf den Bildungsgrad weist unsere Stichprobe einen h\u00f6heren Anteil von Personen mit Fach- oder Hochschulreife im Vergleich zur bundesdeutschen Bev\u00f6lkerung auf. Einschr\u00e4nkungen der Teilhabe in unserer Bev\u00f6lkerungsstichprobe variieren nach Alter und Geschlecht und korrelieren hoch mit inhaltsverwandten Konstrukten. Normdaten f\u00fcr den IMET erleichtern die Einordnung von Einschr\u00e4nkungen der Teilhabe bei Rehabilitanden oder Patienten mit chronischen Erkrankungen in der Gesundheitsversorgung.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0035-1559670\">Thieme E-Journals &#8211; Die Rehabilitation \/ Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintergrund: Die medizinische Rehabilitation in Deutschland ist durch das bio-psycho-soziale Denkmodell der Internationalen Klassifikation der Funktionsf\u00e4higkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) gepr\u00e4gt. 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