{"id":1131,"date":"2010-03-22T18:40:00","date_gmt":"2010-03-22T17:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reha-psychologie.net\/reha\/?p=1131"},"modified":"2010-03-22T20:20:50","modified_gmt":"2010-03-22T19:20:50","slug":"konnen-und-sollen-psychoanalytikerinnen-und-psychoanalytiker-lebenslang-behandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2010\/03\/konnen-und-sollen-psychoanalytikerinnen-und-psychoanalytiker-lebenslang-behandeln\/","title":{"rendered":"K\u00f6nnen und sollen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker lebenslang behandeln?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Die Vorstellung lebenslanger (Praxis-) T\u00e4tigkeit stellt f\u00fcr auffallend viele heutige \u00e4lterwerdende PsychoanalytikerInnen die zentrale identit\u00e4tsstabilisierende Phantasie f\u00fcr das eigene Altern dar. Durch die gerade erfolgte Aufhebung der Altersbegrenzung f\u00fcr die kassenfinanzierte (\u00e4rztliche oder psychologische) psychotherapeutische Versorgung wird diese Vorstellung noch gef\u00f6rdert und offensichtlich auch umgesetzt.<!--more--> Sie gr\u00fcndet darauf, dass Sigmund Freud selbst und die Angeh\u00f6rigen der zweiten und dritten Generation von PsychoanalytikerInnen insbesondere in den angels\u00e4chsischen L\u00e4ndern lebenslang \u00e2\u20ac\u201c also auch w\u00e4hrend des Alterns \u00e2\u20ac\u201c lehrten und forschten. Die inzwischen angestiegene durchschnittliche Lebenserwartung \u00fcber 60-J\u00e4hriger und die zunehmende Zahl der jetzt das h\u00f6here Alter erreichenden PsychoanalytikerInnen verlangt eine kritische Diskussion dieser Phantasien und der erhofften M\u00f6glichkeiten. Ansteigende Multimorbidit\u00e4t mit in zunehmendem Ma\u00dfe eingeschr\u00e4nkten psychischen und physischen M\u00f6glichkeiten stellen Kompetenz und F\u00e4higkeiten \u00fcber 60-j\u00e4hriger Behandler zur weiteren Aus\u00fcbung eigener Praxist\u00e4tigkeit in Frage. Zudem erweisen nach den Erfahrungen des Autors aus umfangreicher Fort- und Weiterbildungst\u00e4tigkeit gerade sie sich als eher ungeeignete Behandler f\u00fcr \u00fcber 60-j\u00e4hrige Patienten (fehlendes Wissen \u00fcber Alternsprozesse, ungen\u00fcgende Erfahrungen mit \u00e4lteren PatientInnen, umgekehrte \u00dcbertragungskonstellation etc.). Unter Umst\u00e4nden kann eine weiterhin ausge\u00fcbte Berufst\u00e4tigkeit au\u00dferdem bewirken, dass anstehende eigene Entwicklungsaufgaben vernachl\u00e4ssigt bzw. zu weit hinausgeschoben werden. Ein Leben nach der Psychoanalyse hei\u00dft allerdings nicht ein Leben ohne Psychoanalyse. Die psychoanalytischen Fachgesellschaften und Institute sind aufgefordert, die (Lehr-) Kompetenz der \u00e4lteren KollegInnen f\u00fcr das Weiterbestehen der Psychoanalyse in Deutschland gezielt zu nutzen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.psyche.de\/showAbstract.php?isbn=3608973222&amp;lfnr=1&amp;titel=%DCbersicht\">Psyche &#8211; Zeitschrift<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vorstellung lebenslanger (Praxis-) T\u00e4tigkeit stellt f\u00fcr auffallend viele heutige \u00e4lterwerdende PsychoanalytikerInnen die zentrale identit\u00e4tsstabilisierende Phantasie f\u00fcr das eigene Altern dar. Durch die gerade erfolgte Aufhebung der Altersbegrenzung f\u00fcr die kassenfinanzierte (\u00e4rztliche oder psychologische) psychotherapeutische Versorgung wird diese Vorstellung noch &hellip; <a href=\"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2010\/03\/konnen-und-sollen-psychoanalytikerinnen-und-psychoanalytiker-lebenslang-behandeln\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[137,29,52,136],"class_list":["post-1131","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-altersgrenze","tag-arbeit-beruf","tag-behandlung-therapie","tag-psychoanalyse"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p1fMVY-if","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1131"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1260,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1131\/revisions\/1260"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}