{"id":12591,"date":"2017-10-18T06:15:10","date_gmt":"2017-10-18T04:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=12591"},"modified":"2017-10-16T08:16:23","modified_gmt":"2017-10-16T06:16:23","slug":"ambulante-verhaltenstherapeutische-gruppentherapie-zur-behandlung-von-progredienzangst-bei-krebspatienten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2017\/10\/ambulante-verhaltenstherapeutische-gruppentherapie-zur-behandlung-von-progredienzangst-bei-krebspatienten\/","title":{"rendered":"Ambulante verhaltenstherapeutische Gruppentherapie zur Behandlung von Progredienzangst bei Krebspatienten"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Progredienzangst (PA) ist eine angemessene zu erwartende Reaktion auf die reale Bedrohung durch eine Krebserkrankung. Allerdings kann sie ein Ausma\u00df erreichen, das als klinisch bedeutsam und behandlungsw\u00fcrdig anzusehen ist. Eine eigene (teil)randomisiert-kontrollierte Studie in der station\u00e4ren Rehabilitation zeigte, dass eine Gruppentherapie im Umfang von 4 Doppelstunden zu einer signifikanten l\u00e4ngerfristigen Reduktion der PA f\u00fchrte. In der vorliegenden Arbeit beschreiben wir die Adaption des verhaltenstherapeutischen Gruppentherapieprogramms f\u00fcr das ambulante Setting. Die ambulante Gruppentherapie umfasst 6 Therapiestunden zu je 90\u2009min. Durch die Erh\u00f6hung des Stundenumfangs steht mehr Raum f\u00fcr die aktive Auseinandersetung mit der Angst zur Verf\u00fcgung. Dies geschieht prim\u00e4r durch eine Exposition in sensu, in der die Patienten angeleitet werden, ihre Sorgen zu Ende zu denken und zu \u00fcberlegen, was schlimmstenfalls geschehen k\u00f6nnte. Erg\u00e4nzend hierzu kommen ressourcenaktivierende Interventionen zum Einsatz. Die Durchf\u00fchrung von 3 Gruppentherapien im Rahmen einer Pilotphase verdeutlichte, dass das Therapieprogramm in der klinischen Praxis anwendbar ist. Die Pr\u00e4-Post Evaluation (N=10) zeigte eine signifikante Reduktion der Progredienzangst (Progredienzangstfragebogen, PA-F) von M=12,0 (SD=2,0) auf M=10,3 (SD=1,7), p=0,029. Dies entspricht einem gro\u00dfen Effekt (Cohen\u2019s d=0,9). Allerdings beendeten 3 von 14 Teilnehmern (21%) die Gruppentherapie vorzeitig nach den ersten 2 Sitzungen. Insgesamt sprechen die Ergebnisse und Erfahrungen mit der ambulaten verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie f\u00fcr die prinzipielle Durchf\u00fchrbarkeit und legen nahe, dass es sich um eine effektive Therapie handelt. Die Erfahrungen zeigen aber auch, dass einige Patienten die aktive Auseinandersetzung mit der Progredienzangst als zu belastend einsch\u00e4tzen. Eine zu hohe Ambivalenz hinsichtlich der konfrontativen Behandlung erh\u00f6ht die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine vorzeitige Beendigung der Teilnahme. Daher sollten Patienten im Vorfeld genau \u00fcber das Therapieprogramm aufgekl\u00e4rt werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0043-107774\">Thieme E-Journals &#8211; PPmP &#8211; Psychotherapie \u00b7 Psychosomatik \u00b7 Medizinische Psychologie \/ Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Progredienzangst (PA) ist eine angemessene zu erwartende Reaktion auf die reale Bedrohung durch eine Krebserkrankung. Allerdings kann sie ein Ausma\u00df erreichen, das als klinisch bedeutsam und behandlungsw\u00fcrdig anzusehen ist. 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