{"id":13887,"date":"2018-05-30T06:03:00","date_gmt":"2018-05-30T04:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=13887"},"modified":"2018-05-30T08:54:26","modified_gmt":"2018-05-30T06:54:26","slug":"leben-mit-einem-lokal-begrenzten-prostatakarzinom-entscheidungsfindung-und-krankheitsverarbeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2018\/05\/leben-mit-einem-lokal-begrenzten-prostatakarzinom-entscheidungsfindung-und-krankheitsverarbeitung\/","title":{"rendered":"Leben mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom \u2013 Entscheidungsfindung und Krankheitsverarbeitung"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Einleitung<\/strong> M\u00e4nner, die die Diagnose \u201elokal begrenztes Prostatakarzinom\u201c erhalten, m\u00fcssen eine Entscheidung zwischen Behandlungsstrategien treffen, die sich in ihren Nebenwirkungen erheblich unterscheiden und langfristig sehr unterschiedliche Anforderungen an die Krankheitsbew\u00e4ltigung stellen. Ziel dieser Studie war zu beschreiben, wie M\u00e4nner ihre Therapieentscheidung im Nachhinein wahrnehmen und welche Bew\u00e4ltigungsstrategien sie einsetzen.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Material &amp; Methoden<\/strong> F\u00fcnfzehn M\u00e4nner (Alter M=67,13\u00b19,38 Jahre) mit der Diagnose lokal begrenztes Prostatakarzinom nahmen an drei Fokusgruppen teil, die nach Behandlungsstrategie (radikale Prostatektomie, Radiotherapie, aktive \u00dcberwachung) zusammengestellt wurden. Ein Interviewleitfaden strukturierte die Fokusgruppendiskussionen. In Analogie zu dem Leitfaden wurde das Material in einem ersten Schritt deduktiv sortiert; in einem zweiten Schritt wurden Unterkategorien induktiv aus dem Material heraus entwickelt.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p><strong>Ergebnisse<\/strong> Die Inhaltsanalyse ergab vier Kernthemen: (1) Die Diagnosemitteilung und die damit verbundenen Reaktionen. (2) Der Prozess der Entscheidungsfindung, bei dem der wahrgenommene Zeitdruck besonders herausgestellt wurde. (3) Die Bew\u00e4ltigungsstrategien im Umgang mit der Erkrankung, die ein breites Spektrum zeigten: hier waren Ablenkung, Informationssuche und Lebensstil\u00e4nderungen zentral. (4) Die Wahrnehmung der Erkrankung \u00fcber die Zeit. M\u00e4nner unter aktiver \u00dcberwachung hoben die Bedeutung der Entschleunigung f\u00fcr ihre Entscheidungsfindung sowie die Rolle von Lebensstil\u00e4nderungen besonders hervor.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Diskussion<\/strong> Die Art und Weise der Aufkl\u00e4rung ist auch lange Zeit nach der Diagnosemitteilung noch sehr pr\u00e4sent. M\u00f6glicherweise w\u00fcrden sich durch eine Abnahme des Zeitdrucks und eine Entschleunigung mehr M\u00e4nner f\u00fcr ein abwartendes Vorgehen entscheiden. Lebensstil\u00e4nderungen k\u00f6nnten insbesondere M\u00e4nnern, die sich f\u00fcr aktive \u00dcberwachung entscheiden, helfen, das Gef\u00fchl des \u201eNichts-Tuns\u201c zu \u00fcberwinden und ein Gef\u00fchl der Kontrolle zu erhalten.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Schlussfolgerung<\/strong> Angesichts der Vielfalt der m\u00f6glichen Behandlungsstrategien wird eine Handlungsethik ben\u00f6tigt, die dem Bed\u00fcrfnis nach einer individuellen und pr\u00e4ferenzsensitiven Entscheidung gerecht wird.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0043-122880\">Thieme E-Journals &#8211; PPmP &#8211; Psychotherapie \u00b7 Psychosomatik \u00b7 Medizinische Psychologie \/ Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung M\u00e4nner, die die Diagnose \u201elokal begrenztes Prostatakarzinom\u201c erhalten, m\u00fcssen eine Entscheidung zwischen Behandlungsstrategien treffen, die sich in ihren Nebenwirkungen erheblich unterscheiden und langfristig sehr unterschiedliche Anforderungen an die Krankheitsbew\u00e4ltigung stellen. 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