{"id":13899,"date":"2018-06-09T06:20:00","date_gmt":"2018-06-09T04:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=13899"},"modified":"2018-05-03T11:21:05","modified_gmt":"2018-05-03T09:21:05","slug":"warum-sind-suizide-stationaerer-patienten-so-belastend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2018\/06\/warum-sind-suizide-stationaerer-patienten-so-belastend\/","title":{"rendered":"Warum sind Suizide station\u00e4rer Patienten so belastend?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Suizide haben verheerende Folgen f\u00fcr die betroffenen Familien, Freunde und die Gesellschaft. Sie belasten auch Therapeuten stark [9]. Manche weigern sich daher, suizidalen Patienten eine Behandlung anzubieten, oder beenden die Behandlung, wenn die Patienten Suizidalit\u00e4t \u00e4u\u00dfern [3]. Was sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr die hohe Belastung durch Suizide? Suizidopfer sind meist k\u00f6rperlich gesund. In vielen Fachgebieten au\u00dferhalb der Psychiatrie sterben mehr Patienten. Dort geht dem Tod jedoch oft ein bekannter und sichtbarer nat\u00fcrlicher Krankheitsprozess voraus. Der Tod nach Schlaganfall oder Leberzirrhose beispielsweise ist dadurch leichter hinnehmbar. Suizide dagegen sind selbst initiiert und werden demzufolge prinzipiell als vermeidbar angesehen. Vergleichbares wird bei posttraumatischen Belastungsst\u00f6rungen beobachtet: Von Menschen initiierte Handlungen wirken st\u00e4rker traumatisierend auf die Opfer als die Auswirkungen von Naturkatastrophen. Der Therapeut kennt pers\u00f6nliche Details und Probleme des Patienten und ist damit typischerweise sehr viel n\u00e4her an der Person als Therapeuten in anderen Fachgebieten. Dementsprechend wirkt hier der Tod belastender. Der Therapeut f\u00fchlt sich oftmals verletzt und ist entt\u00e4uscht, dass der Patient sich ihm trotz aller Bem\u00fchungen nicht anvertraut hat. Da die M\u00f6glichkeit der Pr\u00e4diktion eines Suizids oft \u00fcbersch\u00e4tzt wird [5], k\u00f6nnen nach einem Suizid Zweifel an der eigenen klinischen Kompetenz aufkommen. Sorgen um juristische Konsequenzen nach einem Suizid k\u00f6nnen belasten. Und schlie\u00dflich belasten Kognitionen wie \u201eWas h\u00e4tte ich anders machen m\u00fcssen?\u201c. Weitere Gr\u00fcnde lie\u00dfen sich sicherlich finden. Bei der Bew\u00e4ltigung eines Suizids hilft es, sich die hier genannten Gr\u00fcnde zu vergegenw\u00e4rtigen. Manche beruhen jedoch auf falschen Annahmen und kognitiven Verzerrungen. &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/a-0564-8822\">Thieme E-Journals &#8211; Fortschritte der Neurologie \u00b7 Psychiatrie \/ Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Suizide haben verheerende Folgen f\u00fcr die betroffenen Familien, Freunde und die Gesellschaft. Sie belasten auch Therapeuten stark [9]. 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