{"id":13920,"date":"2018-06-19T06:35:00","date_gmt":"2018-06-19T04:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=13920"},"modified":"2018-06-19T07:45:45","modified_gmt":"2018-06-19T05:45:45","slug":"effekte-eines-multimodalen-rehabilitationsprogramms-fuer-chronisch-kranke-patienten-nach-schlaganfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2018\/06\/effekte-eines-multimodalen-rehabilitationsprogramms-fuer-chronisch-kranke-patienten-nach-schlaganfall\/","title":{"rendered":"Effekte eines multimodalen Rehabilitationsprogramms f\u00fcr chronisch kranke Patienten nach Schlaganfall"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Ziele<\/strong> Ziel der Studie war es, ein neues multimodales Interventionsprogramm basierend auf Rhythmus- und Musiktherapie bzw. Hippotherapie bei chronisch erkrankten Patienten nach Schlaganfall zu evaluieren.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Methodik<\/strong> Design Untersucherverblindete randomisierte und kontrollierte Studie. Ein- und Ausschlusskriterien Eingeschlossen wurden Patienten nach Schlaganfall im Alter von 50\u201375 Jahren aus einem Krankenhausregister aus G\u00f6teborg, Schweden. Die Krankheitsdauer lag zwischen zehn Monaten und f\u00fcnf Jahren. Interventionen Die Teilnehmer wurden per Zufallsprinzip, stratifiziert nach Geschlecht und Hirnlokalisation, in eine von drei Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1 (R-MT): Die Teilnehmer dieser Gruppe trafen sich zweimal pro Woche zu einer Rhythmus- und Musiktherapie. Dabei bewegten sie sich 90 Minuten lang zur Musik mit ihren H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen (wie z.\u2005B. Klatschen der H\u00e4nde oder Stampfen mit den F\u00fc\u00dfen) oder ahmten Bewegungen wie beim Schlagzeugspielen nach. Gruppe 2 (H-RT): Die Teilnehmer dieser Gruppe trafen sich zweimal die Woche f\u00fcr 240 Minuten in einem speziellen Reitzentrum. Zun\u00e4chst nahmen sie an der Pflege der Pferde teil, anschlie\u00dfend ritten sie in kleineren Gruppen f\u00fcr etwa 30 Minuten. Beim Ausreiten wurde jeder Patient auf dem Pferd von zwei Assistenten begleitet. Ein Assistent f\u00fchrte und der andere leitete einfache Gleichgewichts\u00fcbungen an. Gruppe 3 (CG): In dieser Gruppe bekamen die Patienten f\u00fcr die Dauer der Studie keine besondere neue (zus\u00e4tzliche) Therapie und sollten mit ihren regul\u00e4ren Aktivit\u00e4ten einfach fortfahren. Erst nach Ende der Studie erhielten sie zus\u00e4tzliche Therapien.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p><strong>Messungen<\/strong> Prim\u00e4re abh\u00e4ngige Variable war das Item Nr. 9 der Stroke Impact Scale (SIS Version 2.0), ein Fragebogen zu den Folgen des Schlaganfalls und den daraus resultierenden Beeintr\u00e4chtigungen. Dieses Item \u201e9\u201c beinhaltet die Erholung nach einem Schlaganfall, und die Studienteilnehmer sollten ihre individuelle Erholung auf einer visuellen Analogskala von 0\u2013100 (100 vollst\u00e4ndige Erholung nach Schlaganfall) einsch\u00e4tzen. Von verblindeten Untersuchern wurden unmittelbar nach der Intervention und nach sechs Monaten die Gehf\u00e4higkeit mit dem Timed-up-and-go-Test (TUG) und der Berg Balance Scale (BBS) sowie der B\u00e4ckstrand, Dahlberg and Liljen\u00e4s Balance Scale (BDL-BS), au\u00dferdem die Handkraft (Grippit), der kognitive Status mit dem Barrow Neurological Institute Screen f\u00fcr h\u00f6here zerebrale Funktionen und das Arbeitsged\u00e4chtnis getestet.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Ergebnisse<\/strong> Insgesamt wurden 5238 Patienten untersucht und insgesamt 123 Studienteilnehmer eingeschlossen. Zu Beginn der Studie unterschieden sich die Teilnehmer nicht. In der Rhythmus-Musiktherapie-Gruppe R-MT (n\u2005=\u200541), verbesserten sich nach zw\u00f6lf Wochen 38\u2005% der Teilnehmer, in der Reitgruppe H-RT (n\u2005=\u200541) 56\u2005% der Teilnehmer auf der SIS und in der Kontrollgruppe lediglich 17\u2005%. Die mittleren Verbesserungen unmittelbar nach der Therapie (auf VAS Erholung von 0\u2013100) waren in der Rhythmus-Musiktherapie-Gruppe R-MT (5,2 Punkte, 95\u2005% KI: 0,79 \u2026 9,61) in der Reitgruppe H-RT (9,8 Punkte; 95\u2005% KI: 6,00 \u2026 13,66), signifikant besser im Vergleich zur Kontrollgruppe (\u20130,5 Punkte; 95\u2005% KI: \u20133,20 \u2026 2,28; p\u2005=\u20050,001). Die Patienten in der Gruppe der Reittherapie verbesserten sich hinsichtlich Gehf\u00e4higkeit (TUG) und im Gleichgewicht (BBS). Die Patienten in der Musiktherapie verbesserten sich im Gleichgewicht, gemessen mit der BBS, sowie in der Griffkraft, in den h\u00f6heren zerebralen Funktionen (BNIS-Test) und sp\u00e4ter auch im Arbeitsged\u00e4chtnis. Die meisten dieser Verbesserungen waren auch sechs Monate sp\u00e4ter noch nachweisbar.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Schlussfolgerung<\/strong> Die Autoren schlussfolgern, dass ein multimodales Interventionsprogramm auch bei chronischen Patienten nach Schlaganfall die selbsteingesch\u00e4tzte Erholung sowie die Gehf\u00e4higkeit, Balance Griffkraft sowie das Arbeitsged\u00e4chtnis verbessern kann.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0044-101005\">Thieme E-Journals &#8211; neuroreha \/ Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ziele Ziel der Studie war es, ein neues multimodales Interventionsprogramm basierend auf Rhythmus- und Musiktherapie bzw. Hippotherapie bei chronisch erkrankten Patienten nach Schlaganfall zu evaluieren. Methodik Design Untersucherverblindete randomisierte und kontrollierte Studie. 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