{"id":1427,"date":"2010-05-11T07:57:20","date_gmt":"2010-05-11T05:57:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reha-psychologie.net\/reha\/?p=1427"},"modified":"2010-05-11T20:55:47","modified_gmt":"2010-05-11T18:55:47","slug":"zentrale-schmerzverarbeitung-bei-funktionellen-somatischen-syndromen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2010\/05\/zentrale-schmerzverarbeitung-bei-funktionellen-somatischen-syndromen\/","title":{"rendered":"Zentrale Schmerzverarbeitung bei funktionellen somatischen Syndromen"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Funktionelle Schmerzsyndrome sind in der Regel gekennzeichnet durch eine erh\u00f6hte lokale oder generalisierte Schmerzempfindlichkeit, spontane Schmerzen und eine Vielzahl variabler begleitender Symptome. Die Einteilung oder Zuordnung der Syndrome bezieht sich meist auf den Ort der Hauptbeschwerden oder das Hauptsymptom, eine \u00dcberlappung der Symptomatik findet sich jedoch h\u00e4ufig. Weitere Hinweise f\u00fcr eine m\u00f6gliche Beteiligung des zentralen Nervensystems (ZNS) sind h\u00e4ufige komorbide affektive St\u00f6rungen, Beeintr\u00e4chtigungen der Kognition, Ver\u00e4nderungen der neuroendokrinen Funktion und eine Dysregulation des autonomen Nervensystems, wobei diese St\u00f6rungen immer nur bei einem Teil der Betroffenen vorliegen. Ergebnisse der funktionellen Bildgebung<!--more--> liefern weitestgehend plausible Korrelate f\u00fcr die geklagten subjektiven Beschwerden und weisen auf eine zentrale Augmentation in der Schmerzverarbeitung und anderen sensorischen Systemen einschlie\u00dflich des postulierten Systems der interozeptiven Regulation hin. In der pathophysiologischen Zuordnung dieser Augmentation gibt es keinen einheitlichen Befund, die Bedeutung peripherer Faktoren bleibt unklar, ebenso wie die genaue Rolle spinaler und supraspinaler Mechanismen. Kognitive und affektive Faktoren beeinflussen die Schmerzverarbeitung, erkl\u00e4ren aber die beschriebene Augmentation nicht. Beim Fibromyalgiesyndrom (FMS), beim chronischen R\u00fcckenschmerz und dem Reizdarmsyndrom gibt es Hinweise auf eine Dysfunktion der deszendierenden Hemmung. Longitudinale Studien sind notwendig, um die Kausalit\u00e4t der beschriebenen Zusammenh\u00e4nge und eine prim\u00e4re St\u00f6rung im ZNS zu sichern. Aktuelle Methoden (VBM, H-MRS) haben strukturelle und lokale metabolische Ver\u00e4nderungen des ZNS bei vielen der Syndrome nachgewiesen, die Konsequenz und klinische Relevanz bleiben derzeit noch offen. Neue theoretische Konzepte bieten einen Rahmen, um interdisziplin\u00e4re, prospektive und hypothesengetriebene Forschungsans\u00e4tze zu entwickeln, um das ganze Potenzial der Methoden der funktionellen Bildgebung zu nutzen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.springerlink.com\/content\/q2u451486qkm2154\/\">SpringerLink &#8211; Zeitschriftenbeitrag<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funktionelle Schmerzsyndrome sind in der Regel gekennzeichnet durch eine erh\u00f6hte lokale oder generalisierte Schmerzempfindlichkeit, spontane Schmerzen und eine Vielzahl variabler begleitender Symptome. 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