{"id":243,"date":"2008-11-10T08:00:14","date_gmt":"2008-11-10T07:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reha-psychologie.net\/reha\/?p=243"},"modified":"2008-11-09T23:34:34","modified_gmt":"2008-11-09T22:34:34","slug":"praktische-nutzung-der-icf-erprobung-eines-neuen-ansatzes-in-vier-kliniken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2008\/11\/praktische-nutzung-der-icf-erprobung-eines-neuen-ansatzes-in-vier-kliniken\/","title":{"rendered":"Praktische Nutzung der ICF: Erprobung eines neuen Ansatzes in vier Kliniken"},"content":{"rendered":"<p>Die Internationale Klassifikation der Funktionsf\u00e4higkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) umfasst mehr als 1 400 Items, deren Auspr\u00e4gung auf einer lediglich f\u00fcnfstufigen Skala beurteilt wird. F\u00fcr den Einsatz in der Praxis ist sie so zu umfangreich, au\u00dferdem scheint die lediglich f\u00fcnfstufige Skala der Beurteilungsmerkmale f\u00fcr eine Ver\u00e4nderungsmessung zu undifferenziert. Jacobi, Urban und Kaluscha haben daher mit vier Rehabilitationskliniken zun\u00e4chst f\u00fcr muskuloskelettale Erkrankungen 148 reha-relevante Items identifiziert. <!--more--><\/p>\n<p>Diesen Deskriptoren wurden zur besseren Handhabbarkeit (mnemonische) Drei-Letter-Codes zugewiesen. So steht z. B. das K\u00fcrzel GEH f\u00fcr &#8222;Gehen&#8220; (ICF d450). Der Arzt teilt dann individuell unter Ber\u00fccksichtigung der Angaben des Rehabilitanden die wichtigsten Deskriptoren zu und beurteilt den Schweregrad f\u00fcr diese Deskriptoren auf einer Skala von 0 (keine Beeintr\u00e4chtigung) bis 100 (maximale Beeintr\u00e4chtigung). Es wird ein Bereich auf der Skala angegeben und somit eine unscharfe (fuzzy) Gradierung erlaubt. Dabei bildet der Mittelpunkt der Beurteilung den Schweregrad und die Breite des Bereiches die Sicherheit der Beurteilung ab. Da sowohl das freie Zuteilen von Deskriptoren aus einem Pool als auch die unscharfe Gradierung im medizinischen Bereich kaum angewandt werden, erschien uns eine Pilotstudie notwendig, die den Ansatz auf Praktikabilit\u00e4t und Akzeptanz pr\u00fcft. In vier Rehabilitationskliniken wurden 264 Patienten nach diesem System beurteilt. Von den 148 zur Verf\u00fcgung stehenden Deskriptoren wurden 138 (94%) verwendet. Im Mittel wurden sechs Deskriptoren pro Rehabilitand zugeteilt. Insgesamt liegen 1 764 Einzelurteile vor. Die sechs zugeteilten Deskriptoren pro Rehabilitand erlauben eine effiziente und dennoch pr\u00e4zise individuelle Dokumentation. Dies ist ein Vorteil des zugrunde gelegten Ordnungsprinzips der Begriffskombination gegen\u00fcber der Klassifikation. Im Gegensatz zu den ICF-Core-Sets erhalten Rehabilitanden ggf. unterschiedliche Sets von Deskriptoren. Bei Entlassung wird ein gegen\u00fcber der Aufnahme um durchschnittlich 25 Einheiten gebesserter Wert angegeben, d. h., das Verfahren spiegelt die eingetretene Ver\u00e4nderung w\u00e4hrend der Rehabilitation wider. W\u00e4hrend der Behandlung nimmt die Unsch\u00e4rfe um durchschnittlich 2,8 Einheiten ab, was auf geringere Schwankungen der Beschwerden oder eine erh\u00f6hte Urteilssicherheit des Arztes zur\u00fcckzuf\u00fchren sein k\u00f6nnte. Die R\u00fcckmeldungen aus den beteiligten Kliniken haben gezeigt, dass das Verfahren relativ rasch erlernbar und praktikabel ist. Die Abbildung der so erhobenen Daten in die ICF ist leicht m\u00f6glich. Der vorgestellte Ansatz k\u00f6nnte also neben den ICF-Core-Sets die Verwendung der ICF in der Praxis f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Rehabilitation 2008; 47: 226-235<br \/>\nDOI: 10.1055\/s-2008-1076706<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.thieme-connect.com\/DOI\/DOI10.1055\/s-2008-1076706\">Thieme eJournals &#8211; Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Internationale Klassifikation der Funktionsf\u00e4higkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) umfasst mehr als 1 400 Items, deren Auspr\u00e4gung auf einer lediglich f\u00fcnfstufigen Skala beurteilt wird. 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