{"id":278,"date":"2008-12-28T08:15:00","date_gmt":"2008-12-28T07:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reha-psychologie.net\/reha\/?p=278"},"modified":"2008-12-22T20:20:55","modified_gmt":"2008-12-22T19:20:55","slug":"behandlungsergebnisse-in-der-rehabilitation-von-patientinnen-und-patienten-mit-psychischenpsychosomatischen-erkrankungen-im-klinikvergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2008\/12\/behandlungsergebnisse-in-der-rehabilitation-von-patientinnen-und-patienten-mit-psychischenpsychosomatischen-erkrankungen-im-klinikvergleich\/","title":{"rendered":"Behandlungsergebnisse in der Rehabilitation von Patientinnen und Patienten mit psychischen\/psychosomatischen Erkrankungen im Klinikvergleich"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Fragestellung<\/strong>: Ein Gro\u00dfteil der station\u00e4ren psychotherapeutischen Versorgung findet im Versorgungssystem der medizinischen Rehabilitation statt. F\u00fcr diesen Bereich werden in der vorliegenden Studie Unterschiede in der Ergebnisqualit\u00e4t zwischen Kliniken untersucht. Um dabei Confounder\/Risikofaktoren, d. h. ungleich verteilte Patientenmerkmale, die mit dem Behandlungsergebnis in Zusammenhang stehen, angemessen zu ber\u00fccksichtigen, werden die Klinikvergleiche risikoadjustiert vorgenommen.<\/p>\n<p><strong>Methode<\/strong>: Die Fragestellung wurde an einer konsekutiven, weitgehend repr\u00e4sentativen Stichprobe von 1 335 Patienten der ehemaligen Bundesversicherungsanstalt f\u00fcr Angestellte, BfA (jetzt DRV Bund) aus 28 Kliniken untersucht, die vor Aufnahme der Rehabilitationsbehandlung (t0) und sechs Monate nach Behandlung (t1) schriftlich befragt wurden. Zentrales Outcomema\u00df stellte die Ver\u00e4nderung in der psychopathologischen Symptomatik (SCL-9) dar.<\/p>\n<p><!--more-->Die Risikoadjustierung wurde im Rahmen eines regressionsanalytischen Vorgehens realisiert, wobei f\u00fcr jeden Patienten der individuelle SCL-9-Kennwert zu t1 vorhergesagt wurde, der bei der vorhandenen Auspr\u00e4gung des Confounders (relevante Patientenmerkmale, u. a. auch Ausgangsbelastung zu t0) zu erwarten war, und mit dem tats\u00e4chlich erreichten Kennwerte zu t1 verglichen wurde.<\/p>\n<p><strong>Ergebnisse<\/strong>: Unadjustiert zeigen sich deutliche Unterschiede in den Effektst\u00e4rken zwischen den 28 Kliniken (0,07\u00e2\u2030\u00a4d\u00e2\u2030\u00a40,95; dGesamt=0,47). Die Kliniken unterscheiden sich ebenfalls signifikant in der Zusammensetzung ihres Patientenklientels. Vergleicht man die tats\u00e4chlich erreichten mit den im Rahmen der Risikoadjustierung vorausgesagten SCL-9-Kennwerten, ergibt sich lediglich f\u00fcr eine der Kliniken ein signifikanter Unterschied.<\/p>\n<p><strong>Diskussion und Schlussfolgerungen<\/strong>: Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die deutlichen Unterschiede zwischen den Kliniken in der Ergebnisqualit\u00e4t weitestgehend auf die Unterschiedlichkeit im behandelten Patientenklientel zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr die versorgungspolitisch sehr relevante Fragestellung der Einrichtungsvergleiche erscheinen vor diesem Hintergrund Adjustierungsstrategien unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Phys Rehab Kur Med 2008; 18:\u00c2\u00a0329-336<br \/>\nDOI: 10.1055\/s-0028-1093330<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.thieme-connect.com\/DOI\/DOI10.1055\/s-0028-1093330\">Thieme eJournals &#8211; Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fragestellung: Ein Gro\u00dfteil der station\u00e4ren psychotherapeutischen Versorgung findet im Versorgungssystem der medizinischen Rehabilitation statt. F\u00fcr diesen Bereich werden in der vorliegenden Studie Unterschiede in der Ergebnisqualit\u00e4t zwischen Kliniken untersucht. 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