{"id":3412,"date":"2011-04-12T09:48:37","date_gmt":"2011-04-12T07:48:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=3412"},"modified":"2011-04-12T11:51:08","modified_gmt":"2011-04-12T09:51:08","slug":"gesundheitsverhalten-von-hautkrebspatienten-wahrend-der-melanomnachsorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2011\/04\/gesundheitsverhalten-von-hautkrebspatienten-wahrend-der-melanomnachsorge\/","title":{"rendered":"Gesundheitsverhalten von Hautkrebspatienten w\u00e4hrend der Melanomnachsorge"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Annett K\u00f6rner, Matthias Augustin, Ina Zschocke<\/strong><\/p>\n<p>Das maligne Melanom ist die h\u00e4ufigste Krebserkrankung im mittleren Erwachsenenalter. Es zeichnet sich durch besonders hohe Heilungschancen in fr\u00fchen Krankheitsstadien und Therapieresistenz metastasierter Melanome aus. Zudem ist das Melanom einer der wenigen soliden Tumore, die sich \u2013 beobachtbar f\u00fcr den Fachmann aber auch f\u00fcr den medizinischen Laien \u2013 an der Hautoberfl\u00e4che entwickeln. Die \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit <!--more-->wird prim\u00e4r durch das Melanomstadium zum Zeitpunkt der Diagnose bestimmt. Die fr\u00fchzeitige Behandlung von Krankheitsprogression ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die Dauer und Qualit\u00e4t der verbleibenden Lebenszeit. Dementsprechend fokussieren Interventionen zur Senkung melanombedingter Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t auf die fr\u00fchestm\u00f6gliche Entdeckung der Melanome und der Krankheitsprogression. Regelm\u00e4\u00dfige Hautselbstuntersuchungen als sekund\u00e4re und terti\u00e4re Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahme stellen ein hocheffektives Komplement zu \u00e4rztlicher Vor- und Nachsorge dar, da die Mehrzahl der Melanome sowie die Krankheitsprogression von Patienten, deren Familie und Freunden selbst entdeckt werden. Eine wichtige Fragestellung stellt daher das auf die Melanomerkrankung bezogene Selbstuntersuchungsverhalten und M\u00f6glichkeiten seiner Optimierung dar. Psychoonkologische Forschung hat bisher darauf fokussiert, Handlungsergebniserwartung und Selbstwirksamkeitserwartung durch dermatologische Patientenschulung zu erh\u00f6hen. Die vorliegende Studie untersucht psychosoziales Belastungserleben und Krankheitsbew\u00e4ltigung in ihrer Bedeutung f\u00fcr das Selbstuntersuchungsverhalten in einer Stichprobe von 164 Patienten in der Melanomnachsorge. Mehr als 70% der Patienten gaben an, nicht von ihrem Arzt zur Selbstuntersuchung angeleitet worden zu sein. Angeleitete Patienten ma\u00dfen der Selbstuntersuchung h\u00f6here Bedeutung bei und praktizierten diese h\u00e4ufiger, obwohl sie sich dadurch unangenehm an die Krebserkrankung erinnert f\u00fchlten. Nichtinstruierte Patienten zeigen ein weniger funktionales Verhaltensmuster: Die Selbstuntersuchungsh\u00e4ufigkeit wurde u.a. durch erlebte Selbstunsicherheit, mangelnde \u00e4rztliche Unterst\u00fctzung und berufliche\/finanzielle Probleme bestimmt, w\u00e4hrend das objektive R\u00fcckfallrisiko keine Rolle spielte. Auf Basis dieser sowie weiterer psychoonkologischer Befunde und gesundheitspsychologischer Paradigmen wird ein integratives Modell f\u00fcr die dringend notwendige Forschung und evidenzbasierte Praxis der individuellen Gesundheitsf\u00fcrsorge bei Personen mit erh\u00f6htem Melanomrisiko vorgeschlagen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/psycontent.metapress.com\/content\/00671g6g55735t30\/\">PsyCONTENT &#8211; Zeitschriftenbeitrag<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Annett K\u00f6rner, Matthias Augustin, Ina Zschocke Das maligne Melanom ist die h\u00e4ufigste Krebserkrankung im mittleren Erwachsenenalter. 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