{"id":3890,"date":"2011-06-29T05:28:45","date_gmt":"2011-06-29T03:28:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=3890"},"modified":"2011-06-22T12:01:13","modified_gmt":"2011-06-22T10:01:13","slug":"rehabilitation-aus-patientensicht-eine-qualitative-analyse-der-subjektiven-behandlungskonzepte-von-patienten-in-der-stationaren-orthopadischen-und-psychosomatischen-rehabilitation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2011\/06\/rehabilitation-aus-patientensicht-eine-qualitative-analyse-der-subjektiven-behandlungskonzepte-von-patienten-in-der-stationaren-orthopadischen-und-psychosomatischen-rehabilitation\/","title":{"rendered":"Rehabilitation aus Patientensicht &#8211; Eine qualitative Analyse der subjektiven Behandlungskonzepte von Patienten in der station\u00e4ren orthop\u00e4dischen und psychosomatischen Rehabilitation"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>K.\u00a0Heyduck, <\/strong><strong>M.\u00a0Glattacker, <\/strong><strong>C.\u00a0Meffert<br \/>\n<\/strong>Mit der Weiterentwicklung des Common-Sense-Selbstregulationsmodells (CSM) Ende der 1990er Jahre r\u00fcckten neben subjektiven Krankheitskonzepten auch subjektive Behandlungsrepr\u00e4sentationen, insbesondere medikamentenbezogene \u00dcberzeugungen, von Patienten in den Fokus. Nur wenige Studien haben sich bislang jedoch mit subjektiven Konzepten im Hinblick auf die nicht-medikament\u00f6se Behandlung befasst. Ziel der vorliegenden Studie war die Exploration der zentralen Inhaltsbereiche des Behandlungskonzepts von Rehabilitanden als Grundlage f\u00fcr die Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung rehabilitationsbezogener Behandlungsrepr\u00e4sentationen.<\/p>\n<p><!--more-->In 5 station\u00e4ren Rehabilitationseinrichtungen der Indikationen Psychosomatik und muskuloskelettale Erkrankungen wurden leitfadengest\u00fctzte Fokusgruppen mit insgesamt n=25 Rehabilitanden durchgef\u00fchrt. 56% der Teilnehmer waren weiblich, das Durchschnittsalter lag bei 52,8 Jahren (SD=10,8). Die Interviews wurden transkribiert und mithilfe des Computerprogramms Atlas.ti in Anlehnung an das von Mayring empfohlene Vorgehen in einem mehrstufigen Verfahren qualitativ-inhaltsanalytisch ausgewertet.<\/p>\n<p>Bei der Analyse der Gespr\u00e4chsprotokolle wurden insgesamt 579 Patientenaussagen mit 49 Codes kategorisiert, welche den Inhaltsbereichen (1.) Erwartungen und \u00dcberzeugungen in Bezug auf den Rehabilitationsprozess, (2.) Ergebniserwartungen und (3.) Bef\u00fcrchtungen in Zusammenhang mit der Rehabilitation zugeordnet werden konnten. Mit 58,2% aller Patientenaussagen waren die Prozesserwartungen dabei der in den Interviews am st\u00e4rksten diskutierte Themenkomplex. Es zeigte sich, dass die Patienten mit der Rehabilitation nicht nur eine Vielzahl von Einzelbehandlungen verbinden, sondern auch konkrete Vorstellungen haben \u00fcber deren spezifische Ausgestaltung, die eigene Rolle im Rehabilitationsprozess und Merkmale, die das Gesamtkonzept einer Reha kennzeichnen sollten. Die Ergebniserwartungen beziehen sich auf die Bereiche Alltag und Beruf, Psyche, Soma und Wirksamkeit der Rehabilitation. Bef\u00fcrchtungen in Zusammenhang mit der Rehabilitation spielten f\u00fcr die Befragten insgesamt eine eher untergeordnete Rolle. Die indikationsspezifischen Analysen zeigen, dass die Vorstellungen bez\u00fcglich der Durchf\u00fchrung und Ausgestaltung der Rehabilitation in den Diagnosegruppen differierten; in den Ergebniserwartungen und Bef\u00fcrchtungen wurden von den Patienten jedoch \u00e4hnliche Kategorien genannt, welche nur teilweise eine andere Gewichtung erfuhren.<\/p>\n<p>Mithilfe der Fokusgruppen konnte ein guter Einblick in die Patientenperspektive der Rehabilitation gewonnen werden. Gleichzeitig wurde eine gute inhaltliche Grundlage f\u00fcr die Generierung von Items f\u00fcr einen Fragebogen zum rehabilitativen Behandlungskonzept geschaffen, sodass sich die qualitative Methodik hier neben Literaturanalysen als geeigneter Zugang und gute Quelle f\u00fcr die Fragebogenentwicklung erwiesen hat.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0030-1268000\">Thieme eJournals &#8211; Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K.\u00a0Heyduck, M.\u00a0Glattacker, C.\u00a0Meffert Mit der Weiterentwicklung des Common-Sense-Selbstregulationsmodells (CSM) Ende der 1990er Jahre r\u00fcckten neben subjektiven Krankheitskonzepten auch subjektive Behandlungsrepr\u00e4sentationen, insbesondere medikamentenbezogene \u00dcberzeugungen, von Patienten in den Fokus. 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