{"id":5063,"date":"2012-02-27T12:15:54","date_gmt":"2012-02-27T11:15:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=5063"},"modified":"2012-02-27T11:29:47","modified_gmt":"2012-02-27T10:29:47","slug":"stationare-kognitive-verhaltenstherapie-bei-zwangsstorungen-effektivitat-und-erfolgspradiktoren-in-der-routineversorgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/02\/stationare-kognitive-verhaltenstherapie-bei-zwangsstorungen-effektivitat-und-erfolgspradiktoren-in-der-routineversorgung\/","title":{"rendered":"Station\u00e4re kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsst\u00f6rungen: Effektivit\u00e4t und Erfolgspr\u00e4diktoren in der Routineversorgung"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Sascha G\u00f6nner, Klaus Limbacher, Willi Ecker<\/strong><br \/>\nEffektivit\u00e4tsstudien zur Behandlung von Zwangsst\u00f6rungen unter klinischen Routineversorgungsbedingungen sind im ambulanten und station\u00e4ren Bereich bisher rar. Multimorbide, bereits vorbehandelte Patienten werden in randomisierten, kontrollierten Studien (RCTs) meist ausgeschlossen. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob sich durch station\u00e4re kognitive Verhaltenstherapie (KVT) in einer wenig selektierten Stichprobe<!--more--> unter allt\u00e4glichen Routinebedingungen gleich hohe Effekte erzielen lassen wie in RCTs und welche Pr\u00e4diktoren den Therapieerfolg beeinflussen.<br \/>\n108 Zwangspatienten wurden in einer naturalistischen Studie untersucht. 91% nahmen bereits Psychotherapie in Anspruch, 76% hatten zus\u00e4tzliche komorbide St\u00f6rungen, 63% wurden bei Aufnahme mit Antidepressiva behandelt. Zu Beginn und am Ende einer station\u00e4ren multimodalen KVT (mittlere Verweildauer = 52,0 Tage; SD = 11,9) wurden die Yale-Brown Obsessive- Compulsive Scale-Selbstrating (Y-BOCS-SR) und das Beck-Depressionsinventar (BDI) zur Ver\u00e4nderungsmessung eingesetzt. Pr\u00e4diktorvariablen wurden \u00fcber die Routinebasisdokumentation erfasst.<br \/>\nZwangssymptomatik und Depressivit\u00e4t nahmen deutlich ab. Es ergaben sich hohe Effekte (Y-BOCS-SR: d = 1,7; BDI: d = 0,9), auch wenn vorzeitig entlassene Patienten in die Analysen einbezogen wurden. Bei Therapieende war die H\u00e4lfte der Patienten gebessert, ein Drittel remittiert. Keines der untersuchten Merkmale (Symptomschwere, komorbide St\u00f6rung, depressive St\u00f6rung, komorbide Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung, psychotherapeutische Vorbehandlung, sexuelle Traumatisierung, Partnerschaftsprobleme, Arbeitslosigkeit) hatte einen Einfluss auf den Therapieerfolg.<br \/>\nUnter station\u00e4ren Routineversorgungsbedingungen lassen sich mit kognitiver Verhaltenstherapie bei multimorbiden, bereits vorbehandelten Zwangspatienten sehr gute Therapieeffekte erzielen. Im Vergleich zu RCTs, die im station\u00e4ren Setting durchgef\u00fchrt wurden, fielen sie etwas geringer aus, allerdings bei ebenfalls geringerer Behandlungsdauer. Um die in verschiedenen Studien erzielten Therapieeffekte sinnvoll miteinander vergleichen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen weitere Studienmerkmale wie beispielsweise Therapiedosis, Stichprobenmerkmale, Ausschlusskriterien\/-rate oder eingesetzte Messinstrumente sorgf\u00e4ltig dokumentiert und gegen\u00fcbergestellt werden.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/content.karger.com\/produktedb\/produkte.asp?doi=335776\">Station\u00e4re kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsst\u00f6rungen: Effektivit\u00e4t und Erfolgspr\u00e4diktoren in der Routineversorgung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sascha G\u00f6nner, Klaus Limbacher, Willi Ecker Effektivit\u00e4tsstudien zur Behandlung von Zwangsst\u00f6rungen unter klinischen Routineversorgungsbedingungen sind im ambulanten und station\u00e4ren Bereich bisher rar. Multimorbide, bereits vorbehandelte Patienten werden in randomisierten, kontrollierten Studien (RCTs) meist ausgeschlossen. 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