{"id":5310,"date":"2012-05-13T06:40:00","date_gmt":"2012-05-13T05:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=5310"},"modified":"2012-04-30T11:40:12","modified_gmt":"2012-04-30T10:40:12","slug":"wer-findet-was-vergleich-von-klinischer-diagnostik-und-strukturiertem-interview-bei-angst-und-anpassungsstorungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/05\/wer-findet-was-vergleich-von-klinischer-diagnostik-und-strukturiertem-interview-bei-angst-und-anpassungsstorungen\/","title":{"rendered":"Wer findet was? Vergleich von klinischer Diagnostik und strukturiertem Interview bei Angst- und Anpassungsst\u00f6rungen"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p><strong>Saskia &nbsp;Terber, <\/strong><strong>Isabella &nbsp;Untersinger, <\/strong><strong>Volker &nbsp;K&ouml;llner<br \/>\n<\/strong>Nur wenige Studien haben untersucht, ob strukturierte Interviews erg&auml;nzend zur klinischen Diagnostik zus&auml;tzliche Informationen gewinnen kann, die den damit verbundenen Mehraufwand rechtfertigen. Ziel dieser Arbeit war es, die Ergebnisse klinischer und strukturierter Diagnostik in einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik miteinander zu vergleichen. Der Fokus lag hierbei auf Angst- und Anpassungsst&ouml;rungen. <!--more-->240 Patienten (weiblich: 77 %; Alter: 48,7 &plusmn; 8,6 Jahre) wurden mithilfe eines standardisierten Interviews (DIA-X) innerhalb der ersten Woche nach Aufnahme beurteilt. Die Interviewer waren hinsichtlich des Ergebnisses der klinischen Diagnostik verblindet. In der strukturierten Diagnostik wurden mehr komorbide Diagnosen vergeben und eine ausgepr&auml;gtere Krankheitsschwere festgestellt. In 38,3 % wurde von den Klinikern eine Anpassungsst&ouml;rung diagnostiziert, im strukturierten Interview nur bei 15,8 %. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Patienten, die klinisch die Diagnose Anpassungsst&ouml;rung erhalten hatten, zeigten im DIA-X ein depressives St&ouml;rungsbild bis hin zur schweren Episode. Angstst&ouml;rungen wurden im Interview deutlich h&auml;ufiger diagnostiziert. Allerdings handelt es sich hier teilweise um spezifische Phobien, die zu eher geringen Beeintr&auml;chtigungen f&uuml;hrten. Eine echte Unterdiagnostik scheint bei der sozialen Phobie und der generalisierten Angstst&ouml;rung zu bestehen. Kliniker legen offensichtlich st&auml;rkeres Gewicht auf eine kausale Betrachtung als die aktuellen diagnostischen Systeme. Bei den Angstst&ouml;rungen lag die St&auml;rke des Interviews in der Identifizierung von St&ouml;rungen, deren Symptome Patienten eher selten spontan berichten (GAS und soziale Phobie), andererseits wurden klinisch nicht relevante St&ouml;rungen &uuml;berdiagnostiziert. Auch wenn aus zeit&ouml;konomischen Gr&uuml;nden strukturierte Diagnostik nicht routinem&auml;&szlig;ig eingesetzt werden kann, ist es lohnend, sich in der Fort- und Weiterbildung mit den unterschiedlichen blinden Flecken diagnostischer Systeme auseinanderzusetzen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0031-1298927\">Thieme eJournals &#8211; Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Saskia &nbsp;Terber, Isabella &nbsp;Untersinger, Volker &nbsp;K&ouml;llner Nur wenige Studien haben untersucht, ob strukturierte Interviews erg&auml;nzend zur klinischen Diagnostik zus&auml;tzliche Informationen gewinnen kann, die den damit verbundenen Mehraufwand rechtfertigen. Ziel dieser Arbeit war es, die Ergebnisse klinischer und strukturierter Diagnostik in &hellip; <a href=\"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/05\/wer-findet-was-vergleich-von-klinischer-diagnostik-und-strukturiertem-interview-bei-angst-und-anpassungsstorungen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":29,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-5310","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-zeitschriftenartikel"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p1fMVY-1nE","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5310","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/users\/29"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5310"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5310\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5311,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5310\/revisions\/5311"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5310"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5310"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5310"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}