{"id":5374,"date":"2012-05-24T07:17:01","date_gmt":"2012-05-24T06:17:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=5374"},"modified":"2012-05-16T07:39:31","modified_gmt":"2012-05-16T06:39:31","slug":"begleitete-eigeninitiative-nach-der-reha-%e2%80%9eneues-credo-ein-erfolgsmodell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/05\/begleitete-eigeninitiative-nach-der-reha-%e2%80%9eneues-credo-ein-erfolgsmodell\/","title":{"rendered":"Begleitete Eigeninitiative nach der Reha (\u201eneues Credo\u201c) &#8211; ein Erfolgsmodell?"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p>Das Thema Reha-Nachsorge hat in den vergangenen Jahren sowohl in der Reha-Wissenschaft als auch in der Reha-Praxis einen hohen Stellenwert erreicht. Ansto&szlig; f&uuml;r diese Entwicklungen lieferten Erkenntnisse &uuml;ber fehlende Langzeiteffekte rehabilitativer Ma&szlig;nahmen und die Ergebnisse verschiedener Bestandsaufnahmen zum Thema Nachsorgeempfehlungen und -umsetzungen, die ebenfalls verschiedene Defizite aufdeckten. Vor diesem Hintergrund wurde eine neue Nachsorgestrategie entwickelt, das &bdquo;neue Credo&ldquo;, welches die Nachsorge von Beginn der Rehabilitation an mitdachte und auf begleitete Nachsorge fokussierte. <!--more-->Wesentlicher Bestandteil des &bdquo;neuen Credo&ldquo; ist die Aufnahme und Aufrechterhaltung k&ouml;rperlicher Aktivit&auml;t im Alltag der Rehabilitanden. Das Ziel der vorliegenden Studie war die Evaluation dieses Konzepts in Bezug auf die Indikation chronischer R&uuml;ckenschmerz (cRS). In einer multizentrischen, prospektiven kontrollierten L&auml;ngsschnittstudie mit 3 Messzeitpunkten (Reha-Beginn, Reha-Ende, 12-Monats-Follow-up) wurde das &bdquo;neue Credo&ldquo; evaluiert. Je 3 Rehabilitationskliniken aus Schleswig-Holstein beteiligten sich f&uuml;r Intervention (IG) und Kontrolle (KG) an der Studie, eingeschlossen wurden Rehabilitanden mit cRS. Die Interventionskliniken setzten das &bdquo;neue Credo&ldquo; gem&auml;&szlig; seinen Pr&auml;missen in ihren Kliniken um und waren f&uuml;r die Laufzeit des Projekts mit einem Nachsorgebeauftragten ausgestattet. Die Probanden der KG erhielten die leitliniengerechte Standardversorgung. Als prim&auml;re Zielgr&ouml;&szlig;en wurden Einschr&auml;nkungen der Teilhabe (IMET, Einschr&auml;nkungstage) sowie Funktionsbehinderungen im Alltag (FFbH-R) definiert. F&uuml;r 166 Rehabilitanden der IG und 368 der KG lagen auswertbare Datens&auml;tze vor. Am Ende der Reha zeigte sich f&uuml;r die Rehabilitanden der IG hypothesenkonform eine signifikant st&auml;rkere Nutzung der Reha-Angebote und eine intensivere Vorbereitung auf die Zeit nach dem Reha-Aufenthalt als f&uuml;r die Rehabilitanden der KG. Sie bewerteten die Empfehlungen zur Reha-Nachsorge durch die Klinik signifikant besser als die Rehabilitanden der KG, die hier die bekannt ung&uuml;nstigen Bewertungen vornahmen. Hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Parameter profitierten erwartungsgem&auml;&szlig; sowohl Patienten der Interventionskliniken als auch der Kontrollkliniken von der Rehabilitation. Was den Langzeiteffekt betrifft, sehen wir bei 2 der 3 definierten Hauptzielkriterien (Funktionsbehinderungen und Teilhabe) nach 12 Monaten signifikante Unterschiede moderater Gr&ouml;&szlig;enordnung zugunsten der IG. Hinsichtlich der sekund&auml;ren Outcomegr&ouml;&szlig;en unterscheidet sich die IG mit signifikant besseren Langzeitergebnissen von der KG. Das &bdquo;neue Credo&ldquo; erwies sich f&uuml;r Rehabilitanden mit cRS als praktikabel und wurde von Kliniken und Rehabilitanden gut angenommen. Ferner bewerteten Rehabilitanden der IG die begleitete Nachsorge &uuml;berwiegend positiv. Die Ergebnisse der Prozessmerkmale Angebotsnutzung und Nachsorgeorientierung weisen darauf hin, dass das Augenmerk w&auml;hrend der Reha tats&auml;chlich auf die Zeit danach gerichtet wurde und dass die Rehabilitanden diesen Aspekt in Form verst&auml;rkter Eigeninitiative in der Zeit nach der Reha auch umsetzten. Die Rehabilitanden der IG erreichten im Vergleich zu den KG-Probanden die besseren Langzeiteffekte, was f&uuml;r eine verbesserte Nachhaltigkeit der Reha-Erfolge und f&uuml;r einen gelungenen Transfer der Lerninhalte in den Alltag spricht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0031-1291279\">Thieme eJournals &#8211; Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Reha-Nachsorge hat in den vergangenen Jahren sowohl in der Reha-Wissenschaft als auch in der Reha-Praxis einen hohen Stellenwert erreicht. 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