{"id":5403,"date":"2012-05-17T07:34:03","date_gmt":"2012-05-17T06:34:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=5403"},"modified":"2012-05-16T07:37:19","modified_gmt":"2012-05-16T06:37:19","slug":"veranderungen-in-der-orthopadischen-anschlussheilbehandlung-ahb-nach-huft-und-kniegelenksendoprothesen-operationen-im-zusammenhang-mit-der-einfuhrung-der-diagnosis-related-groups-drg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/05\/veranderungen-in-der-orthopadischen-anschlussheilbehandlung-ahb-nach-huft-und-kniegelenksendoprothesen-operationen-im-zusammenhang-mit-der-einfuhrung-der-diagnosis-related-groups-drg\/","title":{"rendered":"Ver\u00e4nderungen in der orthop\u00e4dischen Anschlussheilbehandlung (AHB) nach H\u00fcft- und Kniegelenksendoprothesen-Operationen im Zusammenhang mit der Einf\u00fchrung der Diagnosis-Related-Groups (DRG)"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p><strong><span class=\"contrib\">G. Kopp<\/span><\/strong><br \/>\nVer&auml;nderungen in der Anschlussheilbehandlung (AHB) von Patienten nach H&uuml;ft- oder Knie-TEP-Implantationen vor und w&auml;hrend der DRG-Konvergenzphase, insbesondere bez&uuml;glich der Krankenhausverweildauer (VWD), der&nbsp; Verlegungszeiten, der Komplikationsrate und des Medikamentenverbrauchs sollten untersucht und mit den Ergebnissen der REDIA-III-Studie verglichen werden. Prospektiv wurden die Akten von insgesamt 3 196 Patienten einer Rehabilitationsklinik im Anschluss an H&uuml;ft- und Knie-TEP-Implantationen analysiert. <!--more-->Die Auswertungen erfolgten mit T-Test, Chi-<sup>2<\/sup>-Test, Varianzanalysen und logistischer Regression. Die Ergebnisse der REDIA-III-Studie zeigen eine Verk&uuml;rzung des Gesamtbehandlungsprozesses von 44,6 auf 39,3 Tage. Der Anteil der Direktverlegungen zur AHB verminderte sich von 40,7% (1. Phase) auf 30,6% (3. Phase). Die VWD im Krankenhaus hat sich von 17,7 Tagen (1. Phase) auf 13,3 Tage (3. Phase) verk&uuml;rzt; die &Uuml;bergangszeit vom Krankenhaus zur Reha-Klinik hat sich von 3,6 auf 4,6 Tage verl&auml;ngert; die Reha-Verweildauer hat sich von durchschnittlich 23,3 Tage auf 21,4 Tage vermindert. Der Patientenzustand der H&uuml;ft-TEP-Patienten zeigte signifikante &Auml;nderungen: der Staffelstein-Score-Aufnahmewert sank von 78,33 (1. Phase) auf 70,70 (3. Phase), die Entlassungswerte lagen in der 1. Phase im Mittel bei 101,23 und in der 3. Phase bei 96,77, was einer gesteigerten Rehabilitationsleistung entspricht (Anstieg der Differenz des Scores von 22,86 (1. Phase) auf 25,99 (3. Phase). Im gleichen Zeitraum stieg der CrP-Wert (in mg\/l) bei der Aufnahme in die Reha von 9,86 auf 13,77 was auf eine Verschlechterung des Patientenzustandes hindeutet. Die Zahl der Komplikationen war bei der Stichprobe der REDIA-III-Studie h&ouml;her, ihr Anteil lag bei den Endoprothesen bei 23,4% und hatte sich damit im Vergleich zur REDIA-II-Phase vervierfacht. Zusammengefasst wird eine Zunahme des Behandlungsaufwandes in der Rehabilitation und damit eine Mehrbelastung der Rehabilitationseinrichtung nachgewiesen. Die Ergebnisse meiner Studie zeigen gleichfalls einen R&uuml;ckgang der VWD von 16,8 (2001) auf 12,6 Tage (2007). Die H&auml;ufigkeit der Direktverlegungen zur AHB stieg von 9,0 auf 46,7%. Die Gesamtkomplikationsrate erh&ouml;hte sich von 3,0 auf 21,8%, vor allem aufgrund von Wundheilungsst&ouml;rungen mit einem Anstieg von 0,6 auf 14,4%. Wundheilungsst&ouml;rungen waren geh&auml;uft bei k&uuml;rzerer Gesamtzeit aus VWD und &Uuml;bergangszeit zur AHB, Frauen sowie Operationen wegen Schenkelhalsfrakturen, dagegen vermindert bei prim&auml;rer Knie-TEP-Implantation gegen&uuml;ber anderen Operationen. Die H&auml;ufigkeit anderer Komplikationen stieg mit h&ouml;herem Alter an bis auf 12,4% bei den &uuml;ber 80-J&auml;hrigen. Im Studienzeitraum erh&ouml;hte sich auch der Medikamentenverbrauch bei Analgetika. Eine Reduktion der Einzelkrankengymnastik und eine Erh&ouml;hung der Zahl der abgegebenen Gruppenkrankengymnastik bei unver&auml;nderter Gesamtzahl der Therapieeinheiten wurden festgestellt. Mit der DRG-Einf&uuml;hrung werden bereits vor Abschluss der Konvergenzphase Hinweise auf eine Verlagerung von postoperativen Komplikationen und Leistungen aus den Akutkrankenh&auml;usern in den Bereich der Rehabilitation gefunden. Die weitere Entwicklung ist in der Zukunft zu untersuchen, um Grundlagen f&uuml;r vernetzte Rehabilitationsprozesse zu schaffen, die auf den Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Aktivit&auml;t und Teilhabe als zentrale Rehabilitationsziele und die angemessene Ressourcenallokation fokussieren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0031-1301347\">Thieme eJournals &#8211; Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G. 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