{"id":5451,"date":"2012-05-26T08:05:18","date_gmt":"2012-05-26T07:05:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=5451"},"modified":"2012-05-26T15:06:50","modified_gmt":"2012-05-26T14:06:50","slug":"veranderungen-in-der-orthopadischen-anschlussheilbehandlung-ahb-nach-huft-und-kniegelenksendoprothesen-operationen-im-zusammenhang-mit-der-einfuhrung-der-diagnosis-related-groups-drg-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/05\/veranderungen-in-der-orthopadischen-anschlussheilbehandlung-ahb-nach-huft-und-kniegelenksendoprothesen-operationen-im-zusammenhang-mit-der-einfuhrung-der-diagnosis-related-groups-drg-2\/","title":{"rendered":"Ver\u00e4nderungen in der orthop\u00e4dischen Anschlussheilbehandlung (AHB) nach H\u00fcft- und Kniegelenksendoprothesen-Operationen im Zusammenhang mit der Einf\u00fchrung der Diagnosis-Related-Groups (DRG)"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>G. Kopp<\/strong><br \/>\nZiele: Ver\u00e4nderungen in der Anschlussheilbehandlung (AHB) von Patienten nach H\u00fcft- oder Knie-TEP-Implantationen vor und w\u00e4hrend der DRG-Konvergenzphase, insbesondere bez\u00fcglich der Krankenhausverweildauer (VWD), der Verlegungszeiten, der Komplikationsrate und des Medikamentenverbrauchs sollten untersucht und mit den Ergebnissen der REDIA-III-Studie verglichen werden.<br \/>\nPatienten und Methoden: Prospektiv wurden die Akten von insgesamt 3 196 Patienten einer Rehabilitationsklinik im Anschluss an H\u00fcft- und Knie-TEP-Implantationen analysiert. <!--more-->Die Auswertungen erfolgten mit T-Test, Chi-<sup>2<\/sup>-Test, Varianzanalysen und logistischer Regression.<\/p>\n<p>Ergebnisse: Die Ergebnisse der REDIA-III-Studie zeigen eine Verk\u00fcrzung des Gesamtbehandlungsprozesses von 44,6 auf 39,3 Tage. Der Anteil der Direktverlegungen zur AHB verminderte sich von 40,7% (1. Phase) auf 30,6% (3. Phase). Die VWD im Krankenhaus hat sich von 17,7 Tagen (1. Phase) auf 13,3 Tage (3. Phase) verk\u00fcrzt; die \u00dcbergangszeit vom Krankenhaus zur Reha-Klinik hat sich von 3,6 auf 4,6 Tage verl\u00e4ngert; die Reha-Verweildauer hat sich von durchschnittlich 23,3 Tage auf 21,4 Tage vermindert. Der Patientenzustand der H\u00fcft-TEP-Patienten zeigte signifikante \u00c4nderungen: der Staffelstein-Score-Aufnahmewert sank von 78,33 (1. Phase) auf 70,70 (3. Phase), die Entlassungswerte lagen in der 1. Phase im Mittel bei 101,23 und in der 3. Phase bei 96,77, was einer gesteigerten Rehabilitationsleistung entspricht (Anstieg der Differenz des Scores von 22,86 (1. Phase) auf 25,99 (3. Phase). Im gleichen Zeitraum stieg der CrP-Wert (in mg\/l) bei der Aufnahme in die Reha von 9,86 auf 13,77 was auf eine Verschlechterung des Patientenzustandes hindeutet. Die Zahl der Komplikationen war bei der Stichprobe der REDIA-III-Studie h\u00f6her, ihr Anteil lag bei den Endoprothesen bei 23,4% und hatte sich damit im Vergleich zur REDIA-II-Phase vervierfacht. Zusammengefasst wird eine Zunahme des Behandlungsaufwandes in der Rehabilitation und damit eine Mehrbelastung der Rehabilitationseinrichtung nachgewiesen. Die Ergebnisse meiner Studie zeigen gleichfalls einen R\u00fcckgang der VWD von 16,8 (2001) auf 12,6 Tage (2007). Die H\u00e4ufigkeit der Direktverlegungen zur AHB stieg von 9,0 auf 46,7%. Die Gesamtkomplikationsrate erh\u00f6hte sich von 3,0 auf 21,8%, vor allem aufgrund von Wundheilungsst\u00f6rungen mit einem Anstieg von 0,6 auf 14,4%. Wundheilungsst\u00f6rungen waren geh\u00e4uft bei k\u00fcrzerer Gesamtzeit aus VWD und \u00dcbergangszeit zur AHB, Frauen sowie Operationen wegen Schenkelhalsfrakturen, dagegen vermindert bei prim\u00e4rer Knie-TEP-Implantation gegen\u00fcber anderen Operationen. Die H\u00e4ufigkeit anderer Komplikationen stieg mit h\u00f6herem Alter an bis auf 12,4% bei den \u00fcber 80-J\u00e4hrigen. Im Studienzeitraum erh\u00f6hte sich auch der Medikamentenverbrauch bei Analgetika. Eine Reduktion der Einzelkrankengymnastik und eine Erh\u00f6hung der Zahl der abgegebenen Gruppenkrankengymnastik bei unver\u00e4nderter Gesamtzahl der Therapieeinheiten wurden festgestellt.<\/p>\n<p>Schlussfolgerungen: Mit der DRG-Einf\u00fchrung werden bereits vor Abschluss der Konvergenzphase Hinweise auf eine Verlagerung von postoperativen Komplikationen und Leistungen aus den Akutkrankenh\u00e4usern in den Bereich der Rehabilitation gefunden. Die weitere Entwicklung ist in der Zukunft zu untersuchen, um Grundlagen f\u00fcr vernetzte Rehabilitationsprozesse zu schaffen, die auf den Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Aktivit\u00e4t und Teilhabe als zentrale Rehabilitationsziele und die angemessene Ressourcenallokation fokussieren.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0031-1301347\">Thieme eJournals &#8211; Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G. Kopp Ziele: Ver\u00e4nderungen in der Anschlussheilbehandlung (AHB) von Patienten nach H\u00fcft- oder Knie-TEP-Implantationen vor und w\u00e4hrend der DRG-Konvergenzphase, insbesondere bez\u00fcglich der Krankenhausverweildauer (VWD), der Verlegungszeiten, der Komplikationsrate und des Medikamentenverbrauchs sollten untersucht und mit den Ergebnissen der REDIA-III-Studie verglichen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/05\/veranderungen-in-der-orthopadischen-anschlussheilbehandlung-ahb-nach-huft-und-kniegelenksendoprothesen-operationen-im-zusammenhang-mit-der-einfuhrung-der-diagnosis-related-groups-drg-2\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":29,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-5451","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-zeitschriftenartikel"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p1fMVY-1pV","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5451","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/users\/29"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5451"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5451\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5470,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5451\/revisions\/5470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5451"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5451"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5451"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}