{"id":552,"date":"2009-07-21T21:47:36","date_gmt":"2009-07-21T19:47:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reha-psychologie.net\/reha\/?p=552"},"modified":"2009-07-21T19:48:59","modified_gmt":"2009-07-21T17:48:59","slug":"direkte-und-indirekte-veranderungsmessung-in-der-ambulanten-rehabilitation-muskuloskeletaler-und-kardiologischer-erkrankungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2009\/07\/direkte-und-indirekte-veranderungsmessung-in-der-ambulanten-rehabilitation-muskuloskeletaler-und-kardiologischer-erkrankungen\/","title":{"rendered":"Direkte und indirekte Ver\u00e4nderungsmessung in der ambulanten Rehabilitation muskuloskeletaler und kardiologischer Erkrankungen"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Die indirekte Ver\u00e4nderungsmessung stellt eine prospektive Form der Messung dar, bei der die Differenzen zwischen den Werten zu Beginn und Ende einer Intervention als Indikator f\u00fcr die stattgefundene Ver\u00e4nderung herangezogen werden. Mit der direkten Ver\u00e4nderungsmessung wird die Ver\u00e4nderung retrospektiv erfasst, indem ein Beurteiler (z. B. der Patient) gebeten wird, die stattgefundene Ver\u00e4nderung direkt einzusch\u00e4tzen. In dem Beitrag werden die G\u00fctemerkmale der direkten Ver\u00e4nderungsmessung bei der Erfolgsbewertung der ambulanten Rehabilitation muskuloskeletaler und kardiologischer Erkrankungen dargestellt und mit Merkmalen der indirekten Ver\u00e4nderungsmessung verglichen.<br \/>\nIm Rahmen eines Pilotprojekts zur Entwicklung eines Qualit\u00e4tssicherungsprogramms f\u00fcr die ambulante medizinische Rehabilitation wurden<!--more--> in 12 ambulanten Reha-Zentren Daten von insgesamt 749 Patienten mit muskuloskeletalen Erkrankungen und 322 Patienten mit kardiologischen Erkrankungen erhoben. Als Erhebungsinstrumente wurden der IRES-Fragebogen und neu entwickelte, auf die Skalen des IRES-Bogens bezogene Items zur direkten Ver\u00e4nderungswahrnehmung (DirV-Fragebogen) eingesetzt.<br \/>\nDie Items des DirV-Fragebogens wurden von den Patienten akzeptiert und weisen bei den Skalen gute bis sehr gute Reliabilit\u00e4tswerte auf. Die Verteilungseigenschaften sind ebenfalls gut, es zeigen sich keine ausgepr\u00e4gten Decken- oder Bodeneffekte. Auch die \u00c4nderungssensitivit\u00e4t und die faktorielle Struktur des DirV-Fragebogens k\u00f6nnen als gut bezeichnet werden. Zweifel bestehen jedoch an der Konstruktvalidit\u00e4t. Die Zusammenh\u00e4nge zur indirekten Ver\u00e4nderungsmessung sind in der Regel sehr gering; Regressionsanalysen zeigen, dass das direkte Ver\u00e4nderungsurteil wesentlich durch den Status nach der Rehabilitation und dabei insbesondere durch das psychische Befinden und die Krankheitsverarbeitung bestimmt werden, und nur in wenigen F\u00e4llen durch den Eingangsstatus.<br \/>\nDie direkte Ver\u00e4nderungsmessung ist gut geeignet f\u00fcr eine \u00f6konomische Erfassung des Rehabilitationserfolgs, wenn dieser sich auf eine relativ globale Beurteilung beschr\u00e4nken kann und das direkte Ver\u00e4nderungsurteil ohne Einrichtungsvergleiche ausgewertet wird. Soll das Ergebnis der Rehabilitation jedoch differenziert erfasst werden oder sollen Einrichtungsvergleiche durchgef\u00fchrt werden, so erscheint die indirekte Ver\u00e4nderungsmessung g\u00fcnstiger.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.thieme-connect.com\/DOI\/DOI10.1055\/s-0028-1100400\">Thieme eJournals &#8211; Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die indirekte Ver\u00e4nderungsmessung stellt eine prospektive Form der Messung dar, bei der die Differenzen zwischen den Werten zu Beginn und Ende einer Intervention als Indikator f\u00fcr die stattgefundene Ver\u00e4nderung herangezogen werden. 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