{"id":5570,"date":"2012-07-21T09:50:00","date_gmt":"2012-07-21T07:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=5570"},"modified":"2012-07-21T10:05:54","modified_gmt":"2012-07-21T08:05:54","slug":"effekte-stationarer-vorsorge-und-rehabilitationsmasnahmen-fur-mutter-und-kinder-eine-kontrollierte-vergleichsstudie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/07\/effekte-stationarer-vorsorge-und-rehabilitationsmasnahmen-fur-mutter-und-kinder-eine-kontrollierte-vergleichsstudie\/","title":{"rendered":"Effekte station\u00e4rer Vorsorge- und Rehabilitationsma\u00dfnahmen f\u00fcr M\u00fctter und Kinder &#8211; Eine kontrollierte Vergleichsstudie"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>F. Otto<\/strong><br \/>\nHintergrund und Ziel:<br \/>\nDie Evaluation von Rehabilitationsma\u00dfnahmen erfolgte lange Zeit \u00fcberwiegend im Ein-Gruppen-Pr\u00e4-Post-Design oder durch Vergleich verschiedener Interventionsprogramme. Ziel der vorliegenden Studie war es, Status und mittelfristige Ver\u00e4nderungen der gesundheitlichen und psychosozialen Lage von M\u00fcttern mit bzw. ohne Bewilligung und Teilnahme an einer station\u00e4ren Mutter-Kind-Ma\u00dfnahme zu untersuchen.<\/p>\n<p><!--more-->Methode:<br \/>\nDie Erstbefragung der Frauen (T1) erfolgte zum Zeitpunkt der Antragstellung, die Nachbefragung (T2) 6 Monate sp\u00e4ter (N<sub>gesamt<\/sub>=477). Zu diesem Zeitpunkt hatten 353 M\u00fctter eine Mutter-Kind-Ma\u00dfnahme absolviert (IG=Interventionsgruppe), 75 Frauen hatten die bewilligte Ma\u00dfnahme noch nicht angetreten (WG=Wartegruppe). 49 Antr\u00e4ge waren endg\u00fcltig abgelehnt worden (AG=abgelehnte Gruppe). Untersucht wurde, inwiefern sich die M\u00fctter der 3 Teilstichproben zum Zeitpunkt der Beantragung einer Mutter-Kind-Ma\u00dfnahme und nach erfolgter bzw. ausgebliebener Intervention hinsichtlich gesundheitlicher Parameter unterschieden. Die Outcome-Variablen orientierten sich an der Begutachtungsrichtlinie Vorsorge und Rehabilitation des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS). Dauer bzw. Schweregrad von Befindlichkeitsst\u00f6rungen (z. B. Nervosit\u00e4t), somatischen und psychischen Erkrankungen, psychosozialen Kontextfaktoren (z. B. Alleinerziehen) sowie Einschr\u00e4nkungen der Aktivit\u00e4ten und Partizipation, bezogen auf die famili\u00e4re und berufliche Situation der M\u00fctter, wurden \u00fcber Likert-skalierte Itembatterien ermittelt (indirekte Ver\u00e4nderungsmessung). Die psychische Gesamtbelastung wurde mittels SCL-K-9 erfasst.<\/p>\n<p>Ergebnisse:<br \/>\nZum Zeitpunkt der Antragstellung wiesen M\u00fctter mit Ma\u00dfnahmebewilligung (IG und WG) durchschnittlich h\u00f6here Belastungen und Beschwerden auf als M\u00fctter der AG, wobei sich allerdings keine signifikanten Unterschiede ergaben. Nach 6 Monaten zeigten die M\u00fctter der IG hoch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserungen. Gro\u00dfe Effekte wurden hinsichtlich der Zahl der Erkrankungen, Befindlichkeitsst\u00f6rungen, Einschr\u00e4nkungen der Aktivit\u00e4ten und Partizipation und der psychischen Gesamtbelastung erzielt, kleine Effekte bei der Reduktion psychosozialer Belastungen. Im Gegensatz dazu war die Zahl der Erkrankungen und Befindlichkeitsst\u00f6rungen bei den M\u00fcttern der WG und der AG tendenziell angestiegen. Die psychische Gesamtbelastung nahm in beiden Gruppen ohne Intervention zu. Der Anstieg war in der WG signifikant, in der AG wurde ann\u00e4hernd der Wert der IG vor der Intervention erreicht.<\/p>\n<p>Schlussfolgerung:<br \/>\nStation\u00e4re Mutter-Kind-Ma\u00dfnahmen verbessern die gesundheitliche Lage nicht nur kurzfristig, sondern f\u00fchren auch mittelfristig zu einer klinisch bedeutsamen Reduktion der Belastungen und Beschwerden. Demgegen\u00fcber verschlechtert sich die gesundheitliche Lage bei Ausbleiben einer Intervention bei der Mehrzahl der Frauen. Das trifft auch auf die M\u00fctter zu, deren Antrag abgelehnt wurde. Im Bewilligungsverfahren f\u00fcr eine Vorsorge- oder Rehabilitationsma\u00dfnahme sollten Selbstauskunftsb\u00f6gen verst\u00e4rkt ber\u00fccksichtigt werden, um M\u00fctter mit Behandlungsbedarf fr\u00fchzeitig zu erkennen. Eine notwendige Mutter-Kind-Ma\u00dfnahme sollte zeitnah angetreten werden.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0032-1308967\">Thieme E-Journals &#8211; Die Rehabilitation \/ Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F. Otto Hintergrund und Ziel: Die Evaluation von Rehabilitationsma\u00dfnahmen erfolgte lange Zeit \u00fcberwiegend im Ein-Gruppen-Pr\u00e4-Post-Design oder durch Vergleich verschiedener Interventionsprogramme. Ziel der vorliegenden Studie war es, Status und mittelfristige Ver\u00e4nderungen der gesundheitlichen und psychosozialen Lage von M\u00fcttern mit bzw. ohne &hellip; <a href=\"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/07\/effekte-stationarer-vorsorge-und-rehabilitationsmasnahmen-fur-mutter-und-kinder-eine-kontrollierte-vergleichsstudie\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":29,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-5570","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-zeitschriftenartikel"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p1fMVY-1rQ","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/users\/29"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5570"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5655,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5570\/revisions\/5655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}