{"id":5710,"date":"2012-08-18T07:02:00","date_gmt":"2012-08-18T05:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=5710"},"modified":"2012-08-05T16:02:55","modified_gmt":"2012-08-05T14:02:55","slug":"effekte-kognitiver-verhaltenstherapie-bei-panikstorung-mehr-exposition-bringt-stabilere-therapieerfolge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2012\/08\/effekte-kognitiver-verhaltenstherapie-bei-panikstorung-mehr-exposition-bringt-stabilere-therapieerfolge\/","title":{"rendered":"Effekte kognitiver Verhaltenstherapie bei Panikst\u00f6rung: Mehr Exposition bringt stabilere Therapieerfolge"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p><strong>Katrin Wambach, Winfried Rief<\/strong><br \/>\n<strong><em>Hintergrund:<\/em><\/strong> Eine beeindruckende Vielzahl an Therapiestudien belegt inzwischen die Effektivit&auml;t kognitiver Verhaltenstherapie in der Behandlung von Panikst&ouml;rungen. Die Behandlungsprogramme setzen sich meist aus psychoedukativen, kognitiven und behavioralen (Exposition) Therapieelementen zusammen. Der Anteil von Expositions&uuml;bungen innerhalb der untersuchten Programme variiert stark. Bisher ist unklar, welchen Nutzen Expositionsphasen in einer effizienten Behandlung bringen und wie zeitintensiv diese sein sollen. In dieser Untersuchung wird der Therapieerfolg eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gruppenprogramms &uuml;berpr&uuml;ft, insbesondere, ob eine Erh&ouml;hung des Anteils an Expositions&uuml;bungen zus&auml;tzliche Therapieeffekte bringt. <strong><em><!--more-->Methode:<\/em><\/strong> Verglichen wurden 2 Patientengruppen mit Panikst&ouml;rungen. Beide Gruppen nahmen an einem station&auml;ren Gruppentherapieprogramm zur Angstbehandlung teil, das ein Expositionstraining beinhaltete. F&uuml;r die 1. Behandlungsgruppe (n = 81) erfolgte ein Expositionstraining von einem Tag therapeutenbegleiteter Exposition, f&uuml;r die 2. Gruppe (n = 88) wurde die Expositionszeit verl&auml;ngert und es erfolgten 2 Tage Exposition. Der Verlauf symptomspezifischer Variablen (Vermeidungsverhalten, &auml;ngstliche Bewertungen), depressiver Symptome und psychosozialer Beeintr&auml;chtigung wurde vor der Therapie, zu Therapiebeginn und -ende sowie in einer Katamnese (1 Jahr) erhoben. <strong><em>Ergebnisse:<\/em><\/strong> In beiden Gruppen zeigten sich signifikante Symptomreduktionen bei Abschluss der Therapie f&uuml;r die st&ouml;rungsspezifischen Selbsteinsch&auml;tzungsverfahren (Zeiteffekt MANOVA mit Messwiederholung; p &lt; 0,001). Beide Behandlungsgruppen sprachen in gleichem Ausma&szlig; auf die Therapie an, in der Gruppe mit der verl&auml;ngerten Exposition waren die erzielten Erfolge zum Katamnesezeitpunkt (1 Jahr) jedoch gr&ouml;&szlig;er (signifikante Interaktionen Zeit &times; Behandlungsgruppe; p &lt; 0,001). <strong><em>Schlussfolgerung:<\/em><\/strong> Die Ergebnisse unterst&uuml;tzen die bisherige Praxis der Kombination kognitiver und verhaltenstherapeutischer Interventionsstrategien, wobei sie die Wirksamkeit der verhaltensorientierten Therapieelemente unterstreichen. Sie sprechen daf&uuml;r, dass sich der erh&ouml;hte Expositionsaufwand lohnt und sich der Therapieerfolg bei Panikst&ouml;rung durch eine Verl&auml;ngerung der Expositionszeit verbessern l&auml;sst.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/content.karger.com\/produktedb\/produkte.asp?doi=339136\">Effekte kognitiver Verhaltenstherapie bei Panikst&ouml;rung: Mehr Exposition bringt stabilere Therapieerfolge<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katrin Wambach, Winfried Rief Hintergrund: Eine beeindruckende Vielzahl an Therapiestudien belegt inzwischen die Effektivit&auml;t kognitiver Verhaltenstherapie in der Behandlung von Panikst&ouml;rungen. Die Behandlungsprogramme setzen sich meist aus psychoedukativen, kognitiven und behavioralen (Exposition) Therapieelementen zusammen. 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