{"id":8241,"date":"2014-08-22T05:57:29","date_gmt":"2014-08-22T03:57:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=8241"},"modified":"2014-07-20T08:40:30","modified_gmt":"2014-07-20T06:40:30","slug":"traumatisierte-muetter-traumatisierte-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2014\/08\/traumatisierte-muetter-traumatisierte-kinder\/","title":{"rendered":"Traumatisierte M\u00fctter \u2013 traumatisierte Kinder?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><strong>Hintergrund:<\/strong> Die Pr\u00e4valenz von Traumafolgest\u00f6rungen bei erwachsenen Fl\u00fcchtlingen ist bekannterma\u00dfen hoch. Gleichzeitig zeigen auch Fl\u00fcchtlingskinder multiple psychische Auff\u00e4lligkeiten und Funktionseinschr\u00e4nkungen. Theorien zu generations\u00fcbergreifender Traumatisierung vermuten, dass die Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung (PTBS) der Eltern sowie famili\u00e4re Gewalt die psychische Gesundheit der Kinder ma\u00dfgeblich beeinflussen. Doch auch andere Faktoren wie eigene traumatische Erfahrungen im Herkunfts- und Aufnahmeland oder die Lebensbedingungen im Exil stehen m\u00f6glicherweise mit der psychischen Gesundheit der Kinder in Zusammenhang. <strong>Fragestellung:<\/strong> Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Zusammenhang von PTBS, weiteren Traumafolgeerkrankungen und Gewalterfahrungen von Fl\u00fcchtlingsm\u00fcttern und ihren Kindern transgenerational zu untersuchen.<\/p>\n<p><strong>Methode:<\/strong> 41 Fl\u00fcchtlingsm\u00fctter und ihre Kinder (Alter 11-18 Jahre) wurden mit Hilfe von standardisierten, psychodiagnostischen Instrumenten unabh\u00e4ngig voneinander interviewt. Bei den Kindern wurde das Ausma\u00df der erlebten famili\u00e4ren Gewalt, erlebte traumatische Ereignisse, \u00c4ngstlichkeit, Depressivit\u00e4t sowie PTBS erfasst. Bei den M\u00fcttern wurde das Ausma\u00df der erlebten famili\u00e4ren Gewalt in der Kindheit, Gewalterfahrungen in der Partnerschaft in den letzten 12 Monaten ebenso wie andere traumatische Ereignisse sowie PTBS und Depressivit\u00e4t erhoben.<br \/>\n<strong>Ergebnisse:<\/strong> Die Schwere der PTBS-Symptomatik bei den M\u00fcttern zeigt keinen direkten Zusammenhang mit der PTBS-Symptomatik, der \u00c4ngstlichkeit und der Depressivit\u00e4t der Kinder. Die Schwere der m\u00fctterlichen PTBS-Symptomatik ist aber mit der vom Kind erlebten famili\u00e4ren Gewalt positiv assoziiert. Die von den Kindern berichtete Anzahl unterschiedlicher traumatischer Ereignistypen und das Ausma\u00df der famili\u00e4ren Gewalt korrelieren wiederum positiv sowohl mit deren PTBS-Symptomatik als auch mit deren Depressivit\u00e4t und \u00c4ngstlichkeit.<br \/>\n<strong>Schlussfolgerung:<\/strong> Die Ergebnisse veranschaulichen, dass nicht die PTBS-Symptomatik der Mutter, sondern die von den Kindern selbst erlebten traumatischen Erfahrungen, einschlie\u00dflich der erlebten famili\u00e4ren Gewalt, mit den Traumafolgeerkrankungen der Kinder in Zusammenhang stehen. Die PTBS-Symptomatik der Mutter steht jedoch mit der vom Kind erlebten famili\u00e4ren Gewalt in Zusammenhang. Psychotherapeutische, trauma-fokussierte Interventionen sind daher sowohl f\u00fcr M\u00fctter als auch Kinder indiziert. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Elterntrainings sinnvoll sein, um langfristig den Zyklus der Gewalt zu durchbrechen.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/psycontent.metapress.com\/content\/v118w897x71h3514\/\">Traumatisierte M\u00fctter \u2013 traumatisierte Kinder? &#8211; Zeitschrift f\u00fcr Klinische Psychologie und Psychotherapie &#8211; Volume 43, Number 1 \/ 2014 &#8211; Hogrefe Verlag<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintergrund: Die Pr\u00e4valenz von Traumafolgest\u00f6rungen bei erwachsenen Fl\u00fcchtlingen ist bekannterma\u00dfen hoch. Gleichzeitig zeigen auch Fl\u00fcchtlingskinder multiple psychische Auff\u00e4lligkeiten und Funktionseinschr\u00e4nkungen. 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