{"id":8577,"date":"2014-10-10T16:09:05","date_gmt":"2014-10-10T14:09:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=8577"},"modified":"2014-10-10T16:22:42","modified_gmt":"2014-10-10T14:22:42","slug":"strukturqualitaet-von-reha-einrichtungen-anforderungen-der-deutschen-rentenversicherung-aktualisierung-und-erweiterte-auflage-der-broschuere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2014\/10\/strukturqualitaet-von-reha-einrichtungen-anforderungen-der-deutschen-rentenversicherung-aktualisierung-und-erweiterte-auflage-der-broschuere\/","title":{"rendered":"Strukturqualit\u00e4t von Reha-Einrichtungen &#8211; Anforderungen der Deutschen Rentenversicherung. Aktualisierung und erweiterte Auflage der Brosch\u00fcre"},"content":{"rendered":"<p>Die Rentenversichung f\u00fchrt aktuell wieder eine Strukturerhebung f\u00fcr alle &#8222;federgef\u00fchrten&#8220; Einrichtungen durch, d.h. f\u00fcr alle Einrichtungen bei denen die Rentenversicherung der Hauptbelegungstr\u00e4ger ist. Grundlage f\u00fcr die Strukturerhebung sind die Anforderungen an die personellen, strukturellen und r\u00e4umlichen Anforderungen, wie sie in der Brosch\u00fcre &#8222;Strukturqualit\u00e4t von Reha-Einrichtungen &#8211; Anforderungen der Deutschen Rentenversicherung&#8220; festgelegt sind. Im Juli 2014 wurde diese <a href=\"http:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/Allgemein\/de\/Inhalt\/3_Fachbereiche\/01_sozialmedizin_forschung\/downloads\/quali_strukturqualitaet\/Broschuere_Strukturanforderungen.html\" target=\"_blank\">Brosch\u00fcre in einer aktualisierten und erweiterten Fassung <\/a>neu aufgelegt. Im Rahmen der \u00dcberarbeitung wurden unter anderem die durch die Bologna-Reform ver\u00e4nderten Berufsabschl\u00fcsse ber\u00fccksichtigt und auch Anforderungen f\u00fcr die Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation sowie die ganzt\u00e4gig ambulante Rehabilitation erg\u00e4nzt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/Allgemein\/de\/Inhalt\/3_Fachbereiche\/01_sozialmedizin_forschung\/02_reha_qualitaetssicherung\/strukturqualitaet.html\" target=\"_blank\">Weitere Infos dazu.<\/a><\/p>\n<blockquote><p><strong>\u00a0Kommentar zur Aktualisierung der Strukturanforderungen: :<\/strong><\/p>\n<p>Mit der \u00dcberarbeitung der Brosch\u00fcre \u201cStrukturqualit\u00e4t\u201d hat die Rentenversicherung versucht, die neuen Berufsgruppen (Studienabschl\u00fcsse Bachelor und Master, Psychologische Psychotherapeuten, Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeuten) bei den T\u00e4tigkeiten in Rehabilitationseinrichtungen zu ber\u00fccksichtigen. Formal ist dies auch gut gelungen, denn in allen Bereichen werden die neuen Abschl\u00fcsse zus\u00e4tzlich aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Inhaltlich kann die \u00dcberarbeitung aber leider nicht ganz \u00fcberzeugen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>Bei den Berufsgruppen (Physio-, Ergo-, Sprach- und Ern\u00e4hrungstherapie), bei denen bisher kein Hochschulstudium bzw. ein entsprechender Abschluss erforderlich war, ist dies auch zuk\u00fcnftig nicht notwendig, obwohl solche Abschl\u00fcsse angeboten werden.<\/li>\n<li>Bei den Berufsgruppen, die bisher einen Diplom-Abschluss erfordert haben (Sportlehrer, -wissenschaftler, \u00d6kotrophologe) reicht in Zukunft der Bachelor-Abschluss f\u00fcr die Arbeit in den Reha-Einrichtungen aus.<\/li>\n<li>Im Bereich der Psychologie werden f\u00fcr den Bachelor-Abschluss genaue Stellenanteile vorgegeben. Zuk\u00fcnftig kann jede f\u00fcnfte Psychologen-Stelle mit einem Bachelorabsolventen besetzt werden. Das bedeutet, dass die Gesamtqualifikation der Berufsgruppe in den Rehabilitationseinrichtungen um bis zu 20% sinken darf.<\/li>\n<li>Auf der anderen Seite wurde der Beruf des Psychologischen Psychotherapeuten leider nicht mit konkreten Zahlen in die Strukturanforderungen aufgenommen, auch nicht in der Psychosomatik und der Suchtbehandlung. PP sind zwar als Berufsgruppe genannt, sie sind aber im Stellenplan in der gleichen Gruppe wie Psychologen (Diplom, Master). Im Text hei\u00dft es zwar: \u201cPsychotherapeutische Leistungen bleiben unver\u00e4ndert \u00e4rztlichen und psychologischen Psychotherapeuten vorbehalten.\u201d \u2013 es stellt sich hier dann nat\u00fcrlich die etwas zugespitzte Frage, welche Aufgaben Psychologen (Diplom, Master) in der Psychosomatik eigentlich \u00fcbernehmen, v.a. auch im Unterschied zu den neuen Bachelor-Absolventen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt bleibt der Entwurf aus Sicht der Psychologie klar hinter den Erwartungen zur\u00fcck. Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen\u00adpsychotherapeuten sind auch nach f\u00fcnfzehn Jahren noch nicht konkreter Bestandteil der Strukturanforderungen in der Rehabilitation. Es bleibt unverst\u00e4ndlich, dass f\u00fcr Bachelor-Abschl\u00fcsse ein bestimmter Stellenanteil definiert wird, dies aber nicht auch f\u00fcr Psychotherapeuten gemacht wird. Zumal die Qualifikationsanforderungen noch deutlich h\u00f6her sind (Ausbildungszeit Bachelor 3-4 Jahre, Master zus\u00e4tzlich 1-2 Jahre, PP zus\u00e4tzlich 3-5 Jahre) und es sogar gesetzliche Vorgaben f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der psychotherapeutischen Aufgaben gibt.<\/p>\n<p>Bei allen Ver\u00e4nderungen ist die Richtung eindeutig: Absenkung der Qualifikationsanforderungen. Man k\u00f6nnte auch einfacher formulieren: Die Rehabilitation ist billiger geworden \u2013 zumindest was die Personalkosten anbelangt. Schade.<br \/>\nDieter Schmucker<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rentenversichung f\u00fchrt aktuell wieder eine Strukturerhebung f\u00fcr alle &#8222;federgef\u00fchrten&#8220; Einrichtungen durch, d.h. f\u00fcr alle Einrichtungen bei denen die Rentenversicherung der Hauptbelegungstr\u00e4ger ist. 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