{"id":8844,"date":"2014-12-08T06:28:50","date_gmt":"2014-12-08T05:28:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/?p=8844"},"modified":"2014-12-10T15:47:26","modified_gmt":"2014-12-10T14:47:26","slug":"die-metakognitive-therapie-in-der-behandlung-der-unipolaren-depression-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychologie-aktuell.info\/reha\/2014\/12\/die-metakognitive-therapie-in-der-behandlung-der-unipolaren-depression-2\/","title":{"rendered":"Die Metakognitive Therapie in der Behandlung der unipolaren Depression"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Zu den neueren Entwicklungen der Verhaltenstherapie z\u00e4hlt die Metakognitive Therapie (MCT), die von A. Wells entwickelt wurde. Sie geht davon aus, dass f\u00fcr die Behandlung von psychischen St\u00f6rungen die Inhalte von Kognitionen nicht von Bedeutung sind. Stattdessen spielen aus einer metakognitiven Perspektive f\u00fcr ihre Entstehung und Aufrechterhaltung perseverierende und unflexible Muster des Denkens und der Aufmerksamkeitslenkung und damit assoziierte dysfunktionale Bew\u00e4ltigungsstrategien eine bedeutende Rolle. Diese charakteristischen Muster werden auch als kognitives Aufmerksamkeitssyndrom (CAS) bezeichnet.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBei der unipolaren Depression besteht das CAS aus einem exzessiven Gr\u00fcbeln und sich Sorgen machen, einer ausgepr\u00e4gten Lenkung der Aufmerksamkeit auf potentielle Gefahren (Bedrohungsmonitoring) sowie maladaptiven Verhaltensstrategien wie z.\u2009B. sozialer R\u00fcckzug oder Substanzmissbrauch. Den Hintergrund f\u00fcr den Einsatz dieser Strategien stellen positive metakognitive \u00dcberzeugungen dar, die ihren Nutzen f\u00fcr den Patienten betonen (z.\u2009B.: \u201eGr\u00fcbeln hilft mir, eine L\u00f6sung f\u00fcr meine Probleme zu finden.\u201c). \u00dcber die Zeit bilden sich jedoch auch negative metakognitive \u00dcberzeugungen hinsichtlich der Unkontrollierbarkeit dieser Prozesse und ihrer Gef\u00e4hrlichkeit (z.\u2009B.: \u201eIch kann Gr\u00fcbeln nicht kontrollieren!\u201c). Sie tragen zu einer Aufrechterhaltung der obigen Strategien und dem Einsatz weiterer dysfunk\u00adtionaler Bew\u00e4ltigungsstrategien bei. Die metakognitive Therapie zielt auf eine Steigerung des metakognitiven Bewusstseins des Patienten und die Wiedererlangung der flexiblen Kontrolle \u00fcber kognitive Prozesse und Prozesse der Aufmerksamkeitslenkung. Das CAS und dysfunk\u00adtionale Bew\u00e4ltigungsstrategien werden abgebaut, die ihnen zugrunde liegenden metakognitiven \u00dcberzeugungen ver\u00e4ndert und alternative Pl\u00e4ne der kognitiven Verarbeitung generiert. Die vorhandenen Studiendaten deuten darauf hin, dass die MCT hinsichtlich ihres Therapieerfolges in der Behandlung der unipolaren Depression der Kognitiven Verhaltenstherapie \u00fcberlegen sein k\u00f6nnte.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.thieme-connect.de\/DOI\/DOI?10.1055\/s-0034-1367055\">Thieme E-Journals &#8211; PPmP &#8211; Psychotherapie \u00b7 Psychosomatik \u00b7 Medizinische Psychologie \/ Abstract<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den neueren Entwicklungen der Verhaltenstherapie z\u00e4hlt die Metakognitive Therapie (MCT), die von A. Wells entwickelt wurde. Sie geht davon aus, dass f\u00fcr die Behandlung von psychischen St\u00f6rungen die Inhalte von Kognitionen nicht von Bedeutung sind. 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