Neuerdings mehren sich die Befunde, dass Mobbingopfer durch bestimmte Persönlichkeitseigenschaften auffallen. Die Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, ob sich Mobbingbetroffene hinsichtlich Ängstlichkeit, Depressivität und Persönlichkeitstypologie von Nichtbetroffenen unterscheiden.
1 000 Versicherten, denen eine medizinische Rehabilitation bewilligt wurde, wurde ein anonymisierter Fragebogen zugeschickt, der Angst-, Depressions- und Persönlichkeitsskalen enthielt.
25% der Befragten fühlten sich gemobbt, über 60% der Opfer klagten über psychische Beschwerden. Sowohl die Depressions- und Angstwerte als auch die Ausprägungen in den Persönlichkeitsskalen waren signifikant erhöht.
Mobbing ist bei Rehabilitanden ein häufiges Problem, wobei die Ursache-Wirkungs-Richtung offen bleiben muss. Es ist fraglich, ob Mobbingbetroffene ausreichende Unterstützung in der medizinischen Rehabilitation bekommen.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract