Mitzeichnen der Petition 85363 – Ablehnung des Gesetzentwurfs zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

gern teilen : es gibt einen schwerwiegenden Angriff seitens unseres Bundes-Gesundheitsministers Spahn auf die Psychotherapie: Er möchte, dass Patienten nicht mehr zu einem Therapeuten/in ihrer Wahl gehen und diese*r diagnostiziert, welche Hilfe nötig und richtig wäre. Statt dessen soll ein besonders qualifizierter Behandler vorgeschaltet werden.
D.h. Patienten sollen zukünftig einen solchen Diagnostiker davon überzeugen müssen, dass sie Psychotherapie brauchen.

Das ist absurd, absurd ist auch, dass der entsprechende Passus in den Kabinettsentwurf zum „Terminservice- und Versorgungsgesetz“ (TSVG) in letzter Minute praktisch hinein geschmuggelt wurde, so dass die Psychotherapeutenverbände keine Möglichkeit der Einflussnahme mehr hatten.

*Eine solche Hürde würde für viele eine Psychotherapie unerreichbar machen. Das darf nicht passieren!*

Nun wurde eine Petition ins Leben gerufen, um den Protest der Fachleute und der Bevölkerung dagegen kund zu tun. Man kann online unterschreiben:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_10/_25/Petition_85363.nc.html

Leider ist die Zeit kurz. Es geht nur *bis zum 13. Dezember* und es müssen 50 Tausend Unterschriften zusammen kommen.

*Daher meine Bitte: Unterschreiben Sie und verbreiten Sie diesen Aufruf in Ihren Einrichtungen und in Ihrem Bekanntenkreis! *Jede Unterschrift zählt.

*Bitte unterstützen Sie den Protest! Nur die massenhafte Mitteilung des Unmuts kann helfen.*

Sie dürfen gern diese Email einfach weiter leiten.

Spezielle Schmerzpsychotherapie – Änderung der Musterweiterbildungsordnung auf dem 33. DPT

Am 17. November 2018 wurde auf dem 33. Deutschen Psychotherapeutentag in Berlin entschieden, die „Spezielle Schmerzpsychotherapie“ (SSPT) als neuen Bereich in die Muster-Weiterbildungsordnung aufzunehmen. Da die Weiterbildung der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Ländersache ist, muss diese Regelung erst noch in die Weiterbildungsordnungen der Landespsychotherapeutenkammern übernommen werden, bevor sie in den einzelnen Bundesländer gültig ist. Bislang gibt es nur in Rheinland-Pfalz eine entsprechende Regelung zur Weiterbildung in Spezieller Schmerzpsychotherapie.

37. Jahrestagung Reha-Psychologie – Folien sind online

37. Jahrestagung 02.-04. November 2018 – „Körper und Psyche – (nur) gemeinsam stark“

Die Folien der Vorträge sind teilweise online und können von angemeldeten Mitgliedern heruntergeladen werden…

2. Fachtagung Psychologische Schmerztherapie in der medizinischen Rehabilitation

Herzliche Einladung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Schmerzerkrankungen, aber auch Erkrankungen, die mit Schmerzen einhergehen, stellen eine große Herausforderung für die medizinische Rehabilitation dar. Schmerzen können viele andere relevante Bereich des Lebens stark beeinträchtigen – das psychische Befinden, körperliche Funktionen und auch unterschiedliche Aspekte der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Die psychologische Forschung hat viel dazu beigetragen, das Phänomen Schmerz und seine Chronifizierung besser zu verstehen. Psychologische Konstrukte wie das der Fear-Avoidance-Beliefs oder Modelle wie das des Katastrophierens haben wichtige Ansatzpunkte für psychologische Therapien geliefert.

Die Schmerzpsychotherapie hat sich entsprechend als ein eigenes Berufsfeld entwickelt, für PsychologInnen gibt es mittlerweile eine eigene Fort- und Weiterbildung Spezielle Schmerzpsychotherapie.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und Forschung e.V. (DGPSF) engagiert sich für den Bereich der medizinischen Rehabilitation im Rahmen des Arbeitskreises „AK Reha und Schmerz“. Unser Ziel ist es, die schmerzpsychologische Versorgung in der medizinischen Rehabilitation weiterzuentwickeln, unter anderem mit der Vorbereitung eines spezifischen Curriculums für PsychologInnen und PsychotherapeutInnen in der Rehabilitation.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir als AK Schmerz und Reha möchten Sie zusammen mit dem Arbeitskreis Klinische Psychologie in der Rehabilitation, Fachgruppe der Sektion Klinische Psychologie im BDP e.V., herzlich nach Bad Gandersheim zu einem gemeinsamen Austausch einladen!

Thorsten Meyer ○ Andigoni Mariolakou ○ Monika Dorn ○ Dieter Küch

2.-Fachtagung-Schmerz-und-Reha-_Internetversion.pdf (73 Downloads)

Stellenangebot: Dipl.-Psychologe/in (m/w/d) in 08648 Bad Brambach (Rheumatologie, Orthopädie, Kardiologie)

Die Klinik Bad Brambach , zugehörig zu den Dr. Ebel Fachkliniken, hat sich auf die Behandlung rheumatischer, orthopädischer und kardiologischer Erkrankungen spezialisiert. Wir bieten stationäre und ambulante Leistungen zur Rehabilitation, Prävention und Anschlussheilbehandlung für 225 Patienten an.

Zur Verstärkung unseres multidisziplinären Behandlungsteams suchen wie eine/n engagierte/n Kollegen/in mit abgeschlossenem Psychologiestudium (Diplom oder Master). Weitere Voraussetzungen sind Teamfähigkeit, Eigeninitiative und Einsatzfreude sowie Kenntnisse in Gesprächsführung, den wichtigsten psychischen Störungsbildern und Entspannungsverfahren.

Download der Stellenanzeige (32 Downloads)

 

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Baden-Württemberg: Änderung der Weiterbildungsordnung „Spezielle Psychotherapie bei Diabetes“

Grafik von Kaz auf Pixabay

In der Vertreterversammlung der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg wurde am 20.10.2018 über eine Änderung der Weiterbildungsordnung abgestimmt. Die Mehrheit der Delegierten hat sich dabei für die Aufnahme eines neuen Bereiches „Spezielle Psychotherapie bei Diabetes“ in die Weiterbildungsordnung entschieden. Damit folgt die Landespsychotherapeutenkammer dem Vorschlag der Musterweiterbildungsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer, in der dieser Bereich auch neu aufgenommen wurde.

Die Details der neuen Weiterbildung werden demnächst auf der Homepage der Kammer verfügbar sein.

Stellenangebot: Psychologe / Psychologin (Diplom, M.Sc.) (m/w/d) in 31707 Bad Eilsen (Orthopädie und Rheumatologie)

Das Rehazentrum Bad Eilsen der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover ist eine Schwerpunktklinik für Orthopädie und Rheumatologie mit insgesamt 365 Betten und gehört
zur Klinikgruppe der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig Hannover.

Zum 1.12.2018 oder nächstmöglichen Zeitpunkt danach suchen wir einen/eine

Psychologen / Psychologin (Diplom, M.Sc.) (m/w/d)
(Entgeltgruppe 13 TV-TgDRV )

in Teilzeitbeschäftigung bis zu maximal 90% der durchschnittlichen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (zz. 35,10 Stunden). Die Maßnahme ist zunächst bis zum 30.06.2019 nach dem
Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) befristet. Eine anschließende Weiterbeschäftigung ist ggf. möglich. Continue reading ‚Stellenangebot: Psychologe / Psychologin (Diplom, M.Sc.) (m/w/d) in 31707 Bad Eilsen (Orthopädie und Rheumatologie)‘

Zusammenhang von Resilienz und psychischer Gesundheit bei körperlichen Erkrankungen

Hintergrund: Resilienz als Widerstandskraft eines Individuums kann zu einer positiven Anpassung in belastenden Lebenssituationen beitragen. Als Zeichen einer erfolgreichen Bewältigung wird dabei die Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit verstanden. Ziel dieser Metaanalyse war es, den Zusammenhang zwischen Resilienz und psychischer Gesundheit bei Patienten mit einer körperlichen Erkrankung beziehungsweise einem Gesundheitsproblem zu untersuchen.

Methode: Eingeschlossen wurden Studien, die Zusammenhangsmaße zwischen Resilienz, gemessen mittels einer Version der Resilience Scale nach Wagnild und Young, und selbsteingeschätzter psychischer Gesundheit berichteten. Es wurde eine systematische Literatursuche in den Datenbanken Medline, Web of Science, PsycInfo, PubPsych, ProQuest und dem Hochschulschriftenkatalog der Deutschen Nationalbibliothek sowie eine manuelle Suche durchgeführt (Registrierung: PROSPERO CRD42017054822).

Ergebnisse: Insgesamt konnten 55 Studien mit 15 003 Patienten in die Auswertung einbezogen werden. Unter Annahme eines Random-Effects-Modells wurde eine mittlere gewichtete Pearson-Korrelation von r = 0,43 (95-%-Konfidenzintervall: [0,39; 0,48], p < 0,001) zwischen Resilienz und psychischer Gesundheit ermittelt. Dieser Zusammenhang erwies sich als robust, die Heterogenität zwischen den einzelnen Effektstärken (I2 = 89,6 %) war jedoch erheblich. In unpublizierten Studien zeigten sich tendenziell schwächere Zusammenhänge als in publizierten Studien.

Schlussfolgerung: Trotz substanzieller Heterogenität der Einzelbefunde sprechen die Ergebnisse der Metaanalyse für einen deutlichen Zusammenhang zwischen Resilienz und psychischer Gesundheit bei körperlich Erkrankten. In der klinischen Praxis weist ein Mangel an Resilienz als Bewältigungsressource darauf hin, dass psychosoziale Unterstützung bei der Behandlung körperlicher Erkrankungen nötig ist.

Quelle und vollständiger Artikel: https://www.aerzteblatt.de/archiv/200707/Zusammenhang-von-Resilienz-und-psychischer-Gesundheit-bei-koerperlichen-Erkrankungen

Neue Lernplattform für Psychotherapeuten zur Traumatherapie

Eichstätt – Eine neue kostenfreie Online-Lernplattform für Psychotherapeuten zur Betreuung von Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung hat die Katho­lische Universität Eichstätt-Ingolstadt entwickelt. 

Die Lernplattform vermittelt Kenntnisse zur in den USA entwickelten „traumafo­kussierten kognitiven Verhaltenstherapie“ (TF-KVT). „Mit dem Onlineportal wollen wir eine Lücke zwischen Wissenschaft und Praxis schließen: Durchschnittlich dauert es 17 Jahre, bis eine neue Behandlungsmethode in der Grundversorgung angekommen ist. Den Zeitraum der Dissemination möchten wir deutlich verkürzen und zur Verbreitung der TF-KVT als bewährte Therapieform beitragen“, erklärte Rita Rosner, die an der Hochschule den Lehrstuhl für Klinische und Biologische Psychologie innehat und deren psychotherapeutische Hochschulambulanz leitet. 

Das Therapieverfahren habe sich für die Zielgruppe als Behandlungsform bewährt und sei gründlich evaluiert, so Rosner. Sie hat mit Förderung des Bundesforschungs­ministeriums in mehreren Studien die Wirksamkeit der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen untersucht.

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/98055/Neue-Lernplattform-fuer-Psychotherapeuten-zur-Traumatherapie

Diagnostik und Therapie von Angsterkrankungen

Zusammenfassung
Hintergrund: Angsterkrankungen liegen mit einer 12-Monatsprävalenz von 14 % bei den 14- bis 65-Jährigen in Europa an der Spitze der psychischen Erkrankungen. Der Beginn liegt meist bereits in der Jugend beziehungsweise dem frühen Erwachsenenalter. Häufig kommt es im Verlauf zu weiteren psychischen oder somatischen Erkrankungen (sequenzielle Komorbidität).
Methode: Selektive Literaturrecherche in PubMed.
Ergebnisse: Die Angststörungen umfassen die generalisierte Angststörung (GAS), die phobischen Erkrankungen, die Panikstörungen sowie die häufig auf die Kindheit beschränkten Formen Trennungsangst und selektiven Mutismus. Angst kann auch bei anderen psychischen oder somatischen Erkrankungen im Vordergrund stehen, sodass eine umfassende differenzialdiagnostische Abklärung von wesentlicher Bedeutung ist. Psychotherapie beziehungsweise Psychopharmakotherapie sind die Behandlungsstrategien der ersten Wahl, wobei psychotherapeutisch für die kognitive Verhaltenstherapie die eindeutigsten Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Pharmakologisch gelten bei Panikstörung, Agoraphobie, sozialer Phobie und GAS moderne Antidepressiva – sowie bei GAS auch Pregabalin – als Mittel der ersten Wahl.

Quelle: Ärzteblatt 37/2018