Neue Lernplattform für Psychotherapeuten zur Traumatherapie

Eichstätt – Eine neue kostenfreie Online-Lernplattform für Psychotherapeuten zur Betreuung von Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung hat die Katho­lische Universität Eichstätt-Ingolstadt entwickelt. 

Die Lernplattform vermittelt Kenntnisse zur in den USA entwickelten „traumafo­kussierten kognitiven Verhaltenstherapie“ (TF-KVT). „Mit dem Onlineportal wollen wir eine Lücke zwischen Wissenschaft und Praxis schließen: Durchschnittlich dauert es 17 Jahre, bis eine neue Behandlungsmethode in der Grundversorgung angekommen ist. Den Zeitraum der Dissemination möchten wir deutlich verkürzen und zur Verbreitung der TF-KVT als bewährte Therapieform beitragen“, erklärte Rita Rosner, die an der Hochschule den Lehrstuhl für Klinische und Biologische Psychologie innehat und deren psychotherapeutische Hochschulambulanz leitet. 

Das Therapieverfahren habe sich für die Zielgruppe als Behandlungsform bewährt und sei gründlich evaluiert, so Rosner. Sie hat mit Förderung des Bundesforschungs­ministeriums in mehreren Studien die Wirksamkeit der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen untersucht.

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/98055/Neue-Lernplattform-fuer-Psychotherapeuten-zur-Traumatherapie

Diagnostik und Therapie von Angsterkrankungen

Zusammenfassung
Hintergrund: Angsterkrankungen liegen mit einer 12-Monatsprävalenz von 14 % bei den 14- bis 65-Jährigen in Europa an der Spitze der psychischen Erkrankungen. Der Beginn liegt meist bereits in der Jugend beziehungsweise dem frühen Erwachsenenalter. Häufig kommt es im Verlauf zu weiteren psychischen oder somatischen Erkrankungen (sequenzielle Komorbidität).
Methode: Selektive Literaturrecherche in PubMed.
Ergebnisse: Die Angststörungen umfassen die generalisierte Angststörung (GAS), die phobischen Erkrankungen, die Panikstörungen sowie die häufig auf die Kindheit beschränkten Formen Trennungsangst und selektiven Mutismus. Angst kann auch bei anderen psychischen oder somatischen Erkrankungen im Vordergrund stehen, sodass eine umfassende differenzialdiagnostische Abklärung von wesentlicher Bedeutung ist. Psychotherapie beziehungsweise Psychopharmakotherapie sind die Behandlungsstrategien der ersten Wahl, wobei psychotherapeutisch für die kognitive Verhaltenstherapie die eindeutigsten Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Pharmakologisch gelten bei Panikstörung, Agoraphobie, sozialer Phobie und GAS moderne Antidepressiva – sowie bei GAS auch Pregabalin – als Mittel der ersten Wahl.

Quelle: Ärzteblatt 37/2018

Aktuelle Fortbildungen des Zentrum Patientenschulung in Würzburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

2018 bietet das Zentrum Patientenschulung in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Bund noch folgende Fortbildungen für Personen an, die mit Gruppen in Patientenschulungen oder Beratungen arbeiten.

WORKSHOP „JA ABER …“ – GESPRÄCHE MIT „NICHT-MOTIVIERTEN“ PATIENTEN Am 4. oder 5. Oktober 2018(*) in Würzburg Die Motivierung zur Lebensstiländerung gehört zu den schwierigsten Aufgaben in Schulungen. Vor dem Hintergrund gesundheitspsychologischer Theorien und Therapieansätze werden im Workshop an konkreten Fallbeispielen motivierende Gesprächsstrategien verdeutlicht und vermittelt.
(*) eintägiger Workshop, der an einem der beiden Tage besucht werden kann
Flyer: http://www.zentrum-patientenschulung.de/download/Workshops_2018_Zentrum_Patientenschulung.pdf

TRAIN-THE-TRAINER-SEMINAR ZUM CURRICULUM RÜCKENSCHULE DER DEUTSCHEN RENTENVERSICHERUNG BUND Am 19. und 20. Oktober 2018 in Würzburg Das TTT richtet sich an Bewegungstherapeuten, Ärzte und Psychologen in der Anwendung. Die Teilnehmenden werden gezielt in der Anwendung des spezifischen Programms geschult. Sie lernen die fachlichen Hintergründe, den Aufbau und die Inhalte des Curriculums Rückenschule sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung in der Rehabilitationspraxis kennen.
Flyer: http://www.zentrum-patientenschulung.de/download/TTT-Ruecken_okt2018.pdf

WORKSHOP-REIHE „MOTIVATIONAL INTERVIEWING“ FÜR PSYCHOLOGINNEN UND PSYCHOLOGEN
3 Termine: 22. & 23. März 2019, 10. & 11. Mai 2019, 14. & 15. Juni 2019 Speziell für Psychologinnen und Psychologen die in der somatischen und psychosomatischen Versorgung chronisch kranker Menschen tätig sind, bietet das Zentrum Patientenschulung 2019 erstmals eine dreiteilige Fortbildungsreihe zum Motivational Interviewing an.
Informationen hierzu finden Sie in diesem Flyer: http://www.zentrum-patientenschulung.de/download/Flyer-MI-Fortbildungsreihe-2019.pdf

Informationen zu den Fortbildungen finden Sie auch auf der Homepage des Zentrums Patientenschulung: www.zentrum-patientenschulung.de/termine/

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Zentrum Patientenschulung

 

37. Jahrestagung Reha-Psychologie

37. Jahrestagung 02.-04. November 2018 – “Körper und Psyche – (nur) gemeinsam stark”

Diese Informationen der Fachgruppe Klinische Psychologie in der Rehabilitation finden Sie auf der Homepage der Fachgruppe

  • Datenschutzerklärung bitte lesen! Diese bestätigen Sie aktiv im Online Formular oder auf dem Papierformular.
  • Anmeldung in Papierform
  • Anreisetipps z.B. Veranstaltungsticket der DB – Ihr Beleg für das Bahnpersonal ist Ihre Anmeldebestätigung per Postkarte von uns. Beispiel Freiburg-Erkner als PDF verfügbar.

Effekte eines multimodalen Rehabilitationsprogramms für chronisch kranke Patienten nach Schlaganfall

Ziele Ziel der Studie war es, ein neues multimodales Interventionsprogramm basierend auf Rhythmus- und Musiktherapie bzw. Hippotherapie bei chronisch erkrankten Patienten nach Schlaganfall zu evaluieren.

Methodik Design Untersucherverblindete randomisierte und kontrollierte Studie. Ein- und Ausschlusskriterien Eingeschlossen wurden Patienten nach Schlaganfall im Alter von 50–75 Jahren aus einem Krankenhausregister aus Göteborg, Schweden. Die Krankheitsdauer lag zwischen zehn Monaten und fünf Jahren. Interventionen Die Teilnehmer wurden per Zufallsprinzip, stratifiziert nach Geschlecht und Hirnlokalisation, in eine von drei Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1 (R-MT): Die Teilnehmer dieser Gruppe trafen sich zweimal pro Woche zu einer Rhythmus- und Musiktherapie. Dabei bewegten sie sich 90 Minuten lang zur Musik mit ihren Händen und Füßen (wie z. B. Klatschen der Hände oder Stampfen mit den Füßen) oder ahmten Bewegungen wie beim Schlagzeugspielen nach. Gruppe 2 (H-RT): Die Teilnehmer dieser Gruppe trafen sich zweimal die Woche für 240 Minuten in einem speziellen Reitzentrum. Zunächst nahmen sie an der Pflege der Pferde teil, anschließend ritten sie in kleineren Gruppen für etwa 30 Minuten. Beim Ausreiten wurde jeder Patient auf dem Pferd von zwei Assistenten begleitet. Ein Assistent führte und der andere leitete einfache Gleichgewichtsübungen an. Gruppe 3 (CG): In dieser Gruppe bekamen die Patienten für die Dauer der Studie keine besondere neue (zusätzliche) Therapie und sollten mit ihren regulären Aktivitäten einfach fortfahren. Erst nach Ende der Studie erhielten sie zusätzliche Therapien.

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Musiktherapie kann helfen, Depressionen zu lindern

Ziele Ziel der Studie war es, die Effekte einer Musiktherapie im Vergleich zu anderen Behandlungsansätzen bzw. zu verschiedenen Arten der Musiktherapie bei Patienten mit Depressionen zu evaluieren.

Methodik Design Systematische Übersichtsarbeit (Cochrane Review) mit Metaanalyse über randomisierte und kontrollierte Studien.Ein- und Ausschlusskriterien Zwei Autoren schlossen unabhängig voneinander randomisierte und kontrollierte klinische Studien ein, die Musiktherapie versus andere Therapieansätze, wie z. B. Psychotherapie zur Behandlung von Patienten mit Depressionen, untersuchten.

Messungen Zielvariablen waren die sowohl patientenseitig als auch fremdeingeschätzten depressiven Symptome innerhalb von drei Monaten, Nebenwirkungen, Funktionsfähigkeit und Lebensqualität.

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Gesundheitsförderung und Resilienz

Stressassoziierte psychische Erkrankungen wie Depressionen gehören zu den häufigsten Leiden unserer Zeit. Die Frage, was Menschen trotz belastender Lebensereignisse gesund erhält, ist Gegenstand der Resilienzforschung. Dieser Beitrag beleuchtet verschiedene Definitionen von Resilienz als Konzept der Gesundheitsförderung, skizziert die bisherige Resilienzforschung und stellt Ansätze zur Resilienzförderung vor.

Thieme E-Journals – PSYCH up2date / Abstract

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine ernste, aber behandelbare psychische Erkrankung. Psychotherapie ist Behandlung der Wahl, eine psychopharmakologische Behandlung der BPS ist nicht evidenzbasiert. Die Schulung medizinischen Personals in Diagnostik und Behandlung von Patienten mit BPS ist dringend notwendig, um Stigmatisierung zu reduzieren und eine adäquate ambulante Versorgung dieser Patientengruppe zu gewährleisten.

Thieme E-Journals – PSYCH up2date / Abstract

Evidenzbasierte Therapie somatoformer Störungen

Patienten, die unter anhaltenden Symptomen leiden, für die keine körperliche Ursache gefunden werden kann, sind in ihrer Lebensführung eingeschränkt. Die körperlichen Symptome lassen Behandler und Betroffene häufig lange an einem rein somatischen Störungsverständnis festhalten. Durch ein gestuftes Versorgungsangebot und die Erarbeitung eines biopsychosozialen Störungsmodells kann diesen Patienten geholfen werden.

Thieme E-Journals – PSYCH up2date / Abstract

Multimodale Schmerztherapie bei traumatisierten Patienten

In Schmerzzentren werden häufig Patienten mit Traumatisierung in Kindheit und Jugend und teilweise auch anhaltenden posttraumatischen Belastungsstörungen behandelt. Die Traumatisierung wird oft erst im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie (MMST) erkannt. Die Mitarbeiter von Schmerzeinrichtungen, die eine MMST anbieten, sollten über den Umgang und die Behandlung von traumatisierten Schmerzpatienten geschult werden. Ein zweizeitiges Behandlungsverfahren wird vorgeschlagen: Nach einer MMST sollte eine weiterführende traumatherapeutisch fokussierte psychosomatische Behandlung angeschlossen werden.

Thieme E-Journals – Zeitschrift für Komplementärmedizin / Abstract