Achtsamkeit & Selbstfürsorge

In unserem alltäglichen Sprachgebrauch ist der Begriff „achtsam“ meist konnotiert mit „besondere Beachtung schenken“ oder „sorgfältig, vorsichtig sein“. Die Tradition des Buddhismus, aus der die Kernbelehrung der Achtsamkeit kommt, fasst darunter jedoch weitaus mehr: Achtsamkeit ist das Gewahrsein des gegenwärtigen Moments, ohne diesen zu bewerten in „gut“ oder „schlecht“ – das neutrale Beobachten und Erleben des Augenblicks, so wie er tatsächlich ist. Dies bedeutet, dass selbst bei negativen körperlichen Empfindungen, Gefühlen oder Gedanken der Impuls zurückgestellt wird, diese sofort einordnen zu wollen oder sie zu verurteilen. Stattdessen ist eine wesentliche Komponente der Achtsamkeitslehre ihre Akzeptanz, d. h. die Willensbereitschaft, auch schmerzhafte Aspekte da sein zu lassen. Trotz der zahlreichen Methoden, etwa der Achtsamkeitsmeditation, durch die Achtsamkeit geübt werden kann, ist sie weniger eine Technik; vielmehr ist Achtsamkeit eine „Seinsweise“, in der vom „Tun“ zum „Sein“ gewechselt wird, d. h. das Erleben vor dem Handeln steht. Damit erlaubt uns Achtsamkeit, Situationen mit Offenheit zu begegnen, selbst wenn Gefühle wie Angst oder Ärger damit verbunden sind.

Thieme E-Journals – PiD – Psychotherapie im Dialog / Abstract

Unipolare Depression – Dosiserhöhung bei Non-Respondern ohne Benefit

Eine Dosiserhöhung von Antidepressiva bei Non-Respondern mit unipolarer Depression ist der Fortführung mit der Standarddosis nicht überlegen. Zu diesem Ergebnis kommen Dold und Kollegen in ihrer Meta-Analyse auf Basis von 7 randomisierten Studien mit insgesamt 1208 Patienten. Es kamen 4 verschiedene Antidepressiva zum Einsatz, als primärer Endpunkt diente die durchschnittliche Verbesserung der Symptomatik, gemessen mit der Hamilton Depressionsskala (HAM-D).

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Emotionsregulation – Trend in der Psychotherapie

Emotionen und deren Regulation sind entscheidend dafür, wie Personen mit bedürfnisrelevanten Situationen umgehen können. Die Fähigkeit zur adaptiven Regulation von Emotionen wird in direkten Zusammenhang mit der sozialen Anpassung sowie der psychischen Gesundheit gebracht. Defizite finden sich oft bei Patienten mit einer psychischen Erkrankung. Deswegen ist die Kenntnis der funktionalen Emotionsregulation für die Psychotherapie unerlässlich.

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Entwicklungen, Fehlentwicklungen und Perspektiven in der Psychotherapie

Wir haben uns als Praktiker daran gewöhnt, in der wissenschaftlichen Begründung unseres Tuns ein besonderes Qualitätsmerkmal zu sehen anstatt sie zu hinterfragen. Wir gehen zu Unrecht davon aus, dass die Wissenschaftler dies schon selbst tun. Herausgekommen ist eine ökonomisierte und medizinalisierte Psychotherapieforschung, die weder die Bedürfnisse der Patienten noch authentische Praxiserfahrungen abbildet und diese zuweilen sogar zum Handicap umdeutet.

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Stellenangebot: Diplom-Psychologen/Psychologen, M. Sc. oder einen Psychologischen Psychotherapeuten (m/w) in 59556 Bad Waldliesborn

Die Reha-Klinik Panorama ist eine Rehabilitationsklinik mit insgesamt 164 Betten in den Fachdisziplinen Orthopädie und Innere Medizin.

Zur Verstärkung der Abteilung für Psychologie suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen

Diplom-Psychologen/Psychologen, M. Sc. oder einen Psychologischen
Psychotherapeuten (m/w) in Voll- oder Teilzeit

Ihre Aufgabenschwerpunkte:

  • Einzelberatung und psychotherapeutische Interventionen bei psychischen Störungen (z.B. Depression, Angst) sowie bei Lebenskrisen
  • Unterstützung der Patienten in der Krankheitsbewältigung
  • psychologische Diagnostik und Abklärung des Bedarfs weiterführender Behandlung und ggf. Aufbau einer Therapiemotivation
  • Durchführung psychologischer Gruppen (z.B. zu den Themen Stress, Schlaf)
  • Zusammenarbeit mit einem multidisziplinären Team

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Dieser Artikel ist sichtbar bis: 01.10.2018

Emotionen und Affekte: Unterschiede im Psychotherapieprozess

Die Unterscheidung von Emotionen und Affekten spielt für die Psychotherapie eine wesentliche Rolle. Doch worin liegen die Unterschiede? Der Artikel geht auf die Funktion dieser Prozesse und auf die unterschiedlichen therapeutischen Strategien ein.

Thieme E-Journals – PiD – Psychotherapie im Dialog / Abstract

Soziale Angststörung – Manualisierte Therapie effektiver als Standardverfahren?

Mit einer Lebenszeitprävalenz von etwa 6,7 % in Europa gehören soziale Angststörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Aufgrund hoher sozioökonomischer Folgen für Betroffene und Gesellschaft besteht hohes Interesse an wirksamen Behandlungsmethoden. Hoyer und Kollegen haben nun in einer randomisierten Studie an 162 Patienten eine manualisierte kognitive Verhaltenstherapie mit dem Standverfahren verglichen.

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Akzeptanz- und Commitment-Therapie – Wertorientiertes Handeln verringert Patientenleid – nicht umgekehrt

Psychotherapie will seelisches Leid verringern. Die Methoden unterscheiden sich allerdings – je nachdem, welche Prozesse bei der Aufrechterhaltung des Leids vermutet werden. Wissen um die zeitlichen Abläufe könnte helfen festzustellen, welche Annahmen stimmen. Eine deutsch-schweizerische Arbeitsgruppe hat jetzt die Reihenfolge und Abhängigkeiten der Veränderungen im Therapieverlauf unter die Lupe genommen.

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Achtsamkeit in der Schmerztherapie

„Indem wir uns intensiven und unangenehmen körperlichen Empfindungen zuwenden, und sei es nur für wenige Augenblicke und trotz innerer Widerstände, nähern wir uns in winzigen Schritten wieder unserem Körper und können allmählich eine ganzheitliche Beziehung zu ihm herstellen, die nicht von Ablehnung bestimmt ist.“ (Jon Kabat-Zinn, Vorwort in: Gardner-Nix & Costin-Hall 2012)

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Selbstfürsorge für Psychotherapeuten

Unter Selbstfürsorge „verstehe ich einen liebevollen, wertschätzenden, achtsamen und mitfühlenden Umgang mit mir selbst und das Ernstnehmen meiner Bedürfnisse“ (Reddemann 2005). Wenn dieser liebevolle Umgang vernachlässigt wird, kann es zu Störungen im Behandlungssystem kommen. Dieser Artikel befasst sich mit Belastungen, denen Psychotherapeuten ausgesetzt sein können. Ziel ist die Anregung zur Selbstreflexion und Kreativität für selbstfürsorgliches Verhalten.

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