Begutachtung bei Posttraumatischer Belastungsstörung mit Leitsymptom Schmerz

Obwohl die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) aufgrund ihrer Häufigkeit zu den wichtigen Differenzialdiagnosen bei chronischen Schmerzzuständen gehört, wird sie oft lange übersehen. Dies gilt auch für die sozialmedizinische Begutachtung. Diese wird zusätzlich noch dadurch erschwert, dass im ICD-10 und im DSM-IV verschiedene Definitionen des Krankheitsbilds bestehen. Das neue DSM-5 hat noch eine weitere Definition hinzugefügt. Die vorliegende Übersicht gibt eine Orientierung für eine valide Diagnostik. Diese bildet die Grundlage für eine differenzierte Begutachtung in den verschiedenen Rechtsgebieten (u. a. Strafrecht, gesetzliche bzw. private Unfallversicherung, Rentenversicherung), bei denen seitens des Gutachters unterschiedliche Anforderungen zu berücksichtigen sind. Ausführlich wird auch auf die Erkennung von Simulation bei der PTBS-Begutachtung eingegangen, die in allen Rechtsgebieten eine zunehmend größere Rolle spielt.

Begutachtung bei Posttraumatischer Belastungsstörung mit Leitsymptom Schmerz – Online First – Springer

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Schlafentzug und Schmerz

Es ist mittlerweile unstrittig, dass Schlafentzug bzw. -fragmentierung zu Hyperalgesien führt, die sich nicht als allgemeine Veränderung der Somatosensorik erklären lassen. Welche Schlafphasen für die Deprivationswirkung am relevantesten sind, ist nicht ausreichend geklärt. Teilweise paradox anmutende Befunde zur Deprivationswirkung auf schmerzevozierte Hirnpotenziale einerseits und subjektives Schmerzerleben andererseits lassen komplizierte Veränderungen von Gating-Mechanismen vermuten. Da die Wirkungen auf Affekt und Schmerz dissoziieren können, ist ein gemeinsamer Wirkungsmechanismus unwahrscheinlich. Daten aus Tierstudien lassen vermuten, dass schlafentzugsbedingte Hyperalgesien bei bestehenden Neuropathien besonders ausgeprägt sind. Einige tierexperimentelle Ergebnisse sowie der Befund, dass Schlafdeprivation die endogene Schmerzhemmung [“conditioned pain modulation“ (CPM)] stört, führten zu der Annahme, dass das serotoninerge System die Wirkung von Schlafentzug auf das Schmerzsystem vermittelt. Andere Neurotransmitter und -modulatoren müssen aber weiterhin berücksichtigt werden. Klinisch gilt es zu klären, warum bei bestimmten Personen schlafentzugsbedingte Hyperalgesien besonders leicht auftreten und länger persistieren.

Schlafentzug und Schmerz – Springer

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Schmerztherapie in der Onkologie

Schmerzzustände bei Patienten mit Krebserkrankung gehören zu den häufigsten und am belastendsten wahrgenommenen Symptomen. Die Onkologie versteht sich als ein Fachbereich mit umfassender Expertise zur Behandlung von Krebspatienten, die über die Anwendung tumorspezifischer Therapien hinausgeht. Dennoch zeigen Umfragestudien der letzten zwei Jahrzehnte, dass teils gravierende Defizite in der Erfassung und Behandlung tumorbedingter Schmerzen im onkologischen Therapiekontext bestehen.
Es wurde eine Online-Umfrage unter allen Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) mit Blick auf die Aus- und Weiterbildung in Schmerzmedizin, die Relevanz im onkologischen Alltag sowie schmerztherapeutische Kenntnisse anhand von Fallvignetten und der Bewertung tumorspezifischer Therapien in der Schmerzkontrolle durchgeführt. Weiterlesen

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Krankheitsakzeptanz bedeutsam für Schmerzverarbeitung

Auf den Schmerz gerichtete Aufmerksamkeit und Angst vor dem Schmerz sind bedeutsame psychologische Prozesse in der Schmerzverarbeitung. In einer Sekundäranalyse untersuchte ein belgisches Autorenteam Schmerzaufmerksamkeit und -angst in der Alltagssituation von Patienten mit chronischem Schmerz. Dabei prüften sie auch, ob die Akzeptanz einer Krankheit diese Phänomene beeinflusst.

Thieme E-Journals – Journal Club Schmerzmedizin / Abstract

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Hypnose für Krebspatienten – „Entspannungsreise“ mit erstaunlichen Effekten

Anfangs wurde er als „Paramediziner“ belächelt, inzwischen wird seine Arbeit von den Kollegen akzeptiert und geschätzt: Der Strahlentherapeut Dr. Peter Karl Wirth vom Klinikum Barnim, Eberswalde, hat vor fast 20 Jahren mit Hypnotherapie für Krebspatienten begonnen. MMW hat mit ihm gesprochen.

Hypnose für Krebspatienten – SpringerMedizin

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Musik–Energie–Therapie

Der Beitrag setzt sich zunächst kritisch mit dem Begriff der Energie in Therapie und Psychosomatik auseinander und zeigt die Heterogenität der Begriffe im wissenschaftlichen Kontext auf, z. B. im Bereich von Pulsaren. Dem humanwissenschaftlich orientierten Aspekt wird der musikologische gegenübergestellt: Energie in der Musik als perkussiv-motorisches Moment, als Klangdichte und in ihrer dynamischen Spannung. Auf diesen Grundlagen werden musiktherapeutische Ansätze und Praktiken mit energetischem Fokus dargestellt: von musikgeleiteten Energetisierungen und dem Lösen energetischer Blockaden über die Methode des Sound Energizing bis zu Energieprozessen in archaischen Kulttechniken oder in der traditionellen chinesischen Medizin. Dabei kommen auch Fragestellungen zur Kontraindikation von Energiearbeit in der Musiktherapie zur Sprache.

Musik–Energie–Therapie – Musik-, Tanz und Kunsttherapie – Volume 24, Number 2 / 2013 – Hogrefe Verlag

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Das pauschalierende Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (PEPP) im ersten Optionsjahr 2013 – eine psychosomatische Sicht

Mit der Aufnahme des § 17 d in das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) wurde bereits 2009 im Psych-Bereich der Weg hin zu einem pauschalierenden Entgeltsystem eingeschlagen und dem vom InEK entwickelten leistungsbezogenen Vergütungssystem Ende 2012 Rechtsgültigkeit verliehen. Zu Beginn der sog. PEPP-Optionsphase im Januar 2013 bestand daher nicht nur für optierende Häuser, sondern bei allen dem Geltungsbereich des § 17 d KHG zugehörenden Einrichtungen der Bedarf, sich mit dieser Thematik zu befassen. Ein mitunter nicht einfaches Unterfangen war bzw. ist die mit der Einführungsphase einhergehende Auseinandersetzung mit einer in den P-Fächern oft noch ungewohnten gesundheitsökonomischen Logik. Auch sind im Kontext einer gegenwärtig noch unzureichenden Qualität der zugrunde liegenden Kalkulationsdaten vorab die relativ hohen Anforderungen an die Dokumentation sowie die aktuell strategisch kaum einzuschätzende Dynamik des Systems, z. B. im Hinblick auf die degressive Vergütung, Gegenstand der anhaltenden Kontroverse. Im folgenden Artikel diskutieren wir erste Erfahrungen mit dem PEPP-System aus der Sicht einer psychosomatischen „Optionsklinik“, einerseits mit sicherem Blick auf das kaum zurückliegende Kalkulationsjahr 2013, anderseits als wagnisgleicher Ausblick auf die sich erheblich wandelnde PEPP-Gegenwart wie -Zukunft.

Thieme E-Journals – Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement / Abstract

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Beschäftigungsfähigkeit teilhabeorientiert sichern (Betsi): Ergebnisse der Einjahreskatamnese von Prävention­s­maßnahmen der Deutschen Rentenversicherung

Zur Überprüfung der Durchführbarkeit und Effektivität präventiver Maßnahmen nach §31 SGB IV wurden an 4 Rehabilitationskliniken Modellprojekte durchgeführt. Die Präventionsprogramme wurden in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung, Klinikern und Rehabilitationsforschern konzipiert. Einschlusskriterien waren Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Übergewicht, Rückenschmerzen oder Stress. In einer prospektiven Studie erfolgten an 249 Teilnehmern zu 5 Messzeitpunkten Erhebungen u. a. mit den standardisierten Fragebogen IRES, SPE und AVEM. Die Ergebnisse belegen, dass die berufsbegleitenden Präventionsleistungen erfolgreich in die bestehenden Strukturen von Rehabilitationskliniken implementiert werden können. Die Teilnahme geht mit einer über den Erhebungszeitraum stabilen Reduktion von Risikofaktoren einher: Aufbau von körperlicher Aktivität, Stressbewältigung, Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion. Die Effekte einer gesünderen Lebensweise spiegeln sich in einer Steigerung des Gesundheitszustandes wieder und wirken sich ebenfalls günstig auf den beruflichen Bereich aus. Der durchschnittliche Anteil an Teilnehmern, die sich zutrauen, bis zur altersbedingten Berentung im Erwerbsleben verbleiben zu können, konnte von 47% auf 74% signifikant (p<0,001) gesteigert werden. Arbeitsbezogene Risikoverhaltensweisen wie Selbstüberforderung konnten reduziert und Strategien, um sich rechtzeitig zu schützen, konnten entwickelt werden.

Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Gesundheitscoach – ein personenbezogenes Interventionsprogramm mit den Elementen Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung

Der Beitrag analysiert das Konzept eines Bewegungs-, Ernährungs- und Stressbewältigungsprogramms im Sinne des individuellen Gesundheitscoachings. Ziel des personenbezogenen Kombinationsprogramms im Rahmen des Präventionsleitfadens des GKV-Spitzenverbands ist es, Berufstätige individuell zu betreuen und auf dem Weg ihrer persönlichen Zielerreichung zu unterstützen. Der Gesundheitscoach konzentriert sich auf 3 Zielgruppen: Personen, die Gewicht abnehmen, ihre Fitness steigern oder Stress abbauen möchten. Von 107 Teilnehmern (Dropout-Quote 5,5 %) liegen Ergebnisse der Programmevaluation vor, die die Effizienz und die Wirksamkeit dieses Gesundheitscoaching-Konzepts belegen.

Thieme E-Journals – B&G Bewegungstherapie und Gesundheitssport / Abstract

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Chronifizierung von Rückenschmerzen: Verlagerung der Schmerzrepräsentation im Gehirn

Chronische Schmerzen sind oft mit Veränderungen in der Struktur und Funktion des Gehirns verbunden. Einige Studien zeigen, dass sich die Hirnaktivität bei Wahrnehmung chronischer Schmerzen von der bei Wahrnehmung akuter Schmerzen unterscheidet. Wie sich die Hirnaktivität mit dem Übergang vom akuten zum chronischen Schmerz verändert ist bislang jedoch nicht untersucht worden. J. A. Hashmi und Kollegen aus den Abteilungen Physiologie, Rheumatologie sowie Anästhesie und Chirurgie der Universität Chicago haben sich jetzt dieser Frage angenommen.

Thieme E-Journals – Journal Club Schmerzmedizin / Abstract

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