Fibromyalgie – Wie ist die Prävalenz in der Normalbevölkerung?

Die Weiterentwicklung der Diagnosekriterien für die Fibromyalgie des American College of Rheumatology (ACR) im Jahre 2010 erleichterte Reihenuntersuchungen erheblich. Dies haben F. Wolfe et al. genutzt und in einer Studie u. a. die Prävalenz und den Schweregrad somatischer Symptome in der Allgemeinbevölkerung untersucht.

 

Arthritis Care Res 2013; 65: 777–785

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Depressionen – Männer leiden anders

Männer erkranken genauso häufig an Depressionen wie Frauen, allerdings sind betroffene Frauen doppelt so häufig in psychischer Behandlung. Das dies vorallem daran liegt, dass sich bei Männern andere Symptome äußern, haben die Forscher um L. A. Martin nun herausgefunden.

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Polizei-Interventionen – jeder dritte Tote war psychisch krank

Seit 2007 sind in Deutschland 16 psychisch Kranke in Auseinandersetzungen mit der Polizei ums Leben gekommen. Sie wurden erschossen, weil die Einsatzkräfte keine andere Möglichkeit sahen, die Kranken, die fast alle Messer bei sich trugen, auf andere Weise zu entwaffnen. Die Folge waren traumatische Erfahrungen auch für die beteiligten Polizistinnen und Polizisten. Wir erfahren von solchen Vorfällen aus keiner offiziellen Statistik, sondern aus den „vermischten Meldungen“ der Medien oder – in großer Aufmachung – aus der Boulevard-

Quelle: Thieme E-Journals – Psychiatrische Praxis / Abstract

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Impulse für die Versorgungsforschung: Was folgt auf die DGPPN S3-Leitlinie zu psychosozialen Therapien?

Es gibt ein breites und vielfältiges Angebot an psychosozialen Therapien in Deutschland. Die Inanspruchnahme dieser Therapien scheint sich aber weniger an wissenschaftlicher Evidenz als vielmehr an regionalen Gegebenheiten zu orientieren. Eine exemplarische Studie der Versorgungslage in 4 unterschiedlichen deutschen Regionen zeigte beispielsweise, dass es auch in strukturschwachen Regionen psychosoziale Angebote gibt, die Nutzung der Angebote aber starken regionalen Schwankungen unterliegt [1].

Quelle: Thieme E-Journals – Psychiatrische Praxis / Abstract

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Achtsamkeitsbasierte Therapie

Kernaussagen

  • Unter Achtsamkeit versteht man die absichtsvolle, bewusste und nicht wertende Lenkung der Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Augenblick. Grundsätzlich besitzt jeder diese Fähigkeit und ist in der Lage sie weiter zu kultivieren.
  • In den vergangenen Jahren wurden verschiedene verhaltenstherapeutische und -medizinische Verfahren entwickelt, die eine solche Achtsamkeitspraxis in unterschiedlichem Umfang integrieren.
  • Die innerhalb dieser Ansätze verwendeten formellen Achtsamkeitsübungen wurden mit nur geringen Veränderungen aus der mehr als 2500 Jahre alten Meditationstradition des Buddhismus übernommen, ihre Durchführung ist prinzipiell allerdings nicht an einen bestimmten spirituellen oder kulturellen Kontext gebunden.
  • Im Rahmen der formellen Übungen kann sich Entspannung und Wohlbefinden einstellen, dies ist jedoch nicht das Ziel. Als ebenso „wertvoll“ wird die bewusste Wahrnehmung unangenehmer Empfindungen betrachtet, da es im Rahmen der Achtsamkeitspraxis im Wesentlichen darum geht, eine offene und akzeptierende Haltung gegenüber (positiven und negativen) Gedanken, Gefühlen und körperlichen Empfindungen zu entwickeln.
  • Die empirische Überprüfung achtsamkeitsbasierter Verfahren hat gezeigt, dass sich das regelmäßige Praktizieren formeller und informeller Achtsamkeitsübungen positiv auf die physische und psychische Gesundheit auswirkt, und dass achtsamkeitsbasierte Ansätze offensichtlich einen sehr breiten Indikationsbereich aufweisen.

Quelle: Thieme E-Journals – Psychiatrie und Psychotherapie up2date / Abstract

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Brauchen wir immer neue diagnostische Störungsgruppen?

Klassifikationssysteme wie die International Classification of Diseases (ICD) der World Health Organisation (WHO) bzw. das Diagnostic and Statistical Manual (DSM) der American Psychiatric Association (APA) unterliegen einem stetigen Wandel. Früher wurden ca. alle 10 Jahre Veränderungen in Form von Neuauflagen vorgenommen. Seit der Publikation der ICD-10 im Jahr 1992 und des DSM-IV im Jahre 1993 sind glücklicherweise zwischenzeitlich fast 20 Jahre vergangen, sodass im Hinblick auf die anstehenden Revisionen (DSM-5 und ICD-11) einige Überlegungen sinnvoll erscheinen bezüglich der Aufnahme neuer Störungskategorien.

Verfolgt man speziell die Entwicklung des DSM, so zeigt sich seit der 1. Auflage im Jahre 1952 bis heute fast eine Vervierfachung der diagnostischen Kategorien. Inwieweit diese Entwicklung gerechtfertigt ist, ist zumindest fraglich. Bedenkt man die vielfältigen Forschungsaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte, so ist die Bereitschaft neue Kategorien aufzunehmen relativ groß. Besonders deutlich ist die Erweiterung diagnostischer Einheiten bei der Einführung des DSM-III zu erkennen. Speziell 1980 wurde eine Reihe von diagnostischen Kategorien neu eingeführt wie die PTBS, die generalisierte Angststörung (GAS), die soziale Phobie oder auch die Panikstörung, die heute als Prototypen von Angsterkrankungen anzusehen sind. Sie wurden damals erstmals operationalisiert und initiierten eine Vielzahl von Forschungsaktivitäten. Aber auch die Herausgabe der ICD-10 war mit einer Reihe diagnostischer Neuerungen verbunden, z. B. die Einführung der Kategorie Demenz bei HIV-Erkrankungen (F02.04) oder rezidivierender kurzer depressiver Störungen (F38.10). Beide basierten auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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Gibt es eine Verbindung zwischen der Amygdala und dem präfrontalen Kortex bei unmedizierten Patienten mit einer schweren depressiven Episode?

In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass eine verminderte Konnektivität des linken präfrontalen Kortex mit der Amygdala bei Patienten mit einer schweren depressiven Episode eine Rolle in der Pathophysiologie der Major Depression spielen könnte.

Quelle: Thieme E-Journals – PSYCH up2date / Abstract

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Depressive Störungen bei Jugendlichen: Diagnostik und Therapie

Kernaussagen

Aus den Leitlinien der DGKJP lassen sich folgende Hinweise für die Praxis ableiten:

  • Für die Diagnosestellung einer depressiven Episode bei Jugendlichen können die bei Erwachsenen gültigen Kriterien der ICD-10 (F3) herangezogen werden, auch wenn besondere Symptome für jede Altersgruppe miteinbezogen werden sollen. Zur Einteilung des Schweregrads werden immer auch das jeweilige soziale und psychische Funktionsniveau herangezogen.
  • Neben dem Einsatz von diagnostischen Verfahren geben auch fremdanamnestische Daten von Eltern und anderen Bezugspersonen und auch Verhaltensbeobachtungen Hinweise auf die Symptomatik.
  • Bei Kindern und Jugendlichen sollten vor einer Behandlung mögliche organische Ursachen der Symptome abgeklärt werden. Differenzialdiagnostisch ist v. a. der Ausschluss einer bipolaren Störung notwendig, da hier zum Teil eine andere Behandlung anzuwenden ist.
  • Bei Kindern und Jugendlichen empfiehlt sich eine Behandlung im ambulanten Setting. Eine stationäre Therapie sollte v. a. bei akuter Suizidalität und psychotischen Symptomen eingeleitet werden.
  • Psychotherapie stellt in der Behandlung depressiver Störungen bei Jugendlichen die Therapie der 1. Wahl dar. Vor allem die Kognitive Verhaltenstherapie zeigt in vielen Studien eine hohe Wirksamkeit.
  • Bei schweren Verläufen oder einem Nichtansprechen auf eine Psychotherapie kann ergänzend eine psychopharmakologische Behandlung begonnen werden. Dabei haben sich v. a. selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer als wirksam erwiesen. Als Mittel der 1. Wahl sollte Fluoxetin gegeben werden, das als einziges Präparat für diese Altersgruppe zugelassen ist und das niedrigste Suizidrisiko in der Phase der Eindosierung aufweist.
  • Bei vorliegender Indikation sollten auch Maßnahmen der Jugendhilfe oder andere rehabilitative Maßnahmen angedacht werden.

Quelle: Thieme E-Journals – PSYCH up2date / Abstract

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Die sozioökonomische Schicht ist wichtiger für das Behandlungsergebnis in der psychosomatischen Rehabilitation als der Migrationshintergrund

Hintergrund:
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Migrationshintergrundes und der Schichtzugehörigkeit für den Behandlungserfolg in der psychosomatischen Rehabilitation.

Ergebnisse:
Das Behandlungsergebnis der psychosomatischen Rehabilitation ist mit sozioökonomischen Faktoren assoziiert. Der Einfluss des Migrationshintergrund ist demgegenüber deutlich geringer als erwartet. Eine Interaktion zwischen Schichtzugehörigkeit, Migrationshintergrund und Rehabilitationsergebnis konnte nicht nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung:
Die Kontextfaktoren der Rehabilitanden müssen im Rahmen des therapeutischen Angebots in der psychosomatischen Rehabilitation deutlich mehr beachtet werden.

Quelle: Thieme E-Journals – Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin / Abstract

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Bandscheibenvorfall – Teure Rezidive verhindern

Nach einer Diskektomie können als Komplikation Bandscheibenvorfälle auf derselben Ebene vorkommen, die Morbidität und Kosten der Versorgung erhöhen. Scott L. Parker et al. untersuchten, ob sich dies durch einen speziellen Anulusverschluss, das Barricaid, verhindern lässt.

Quelle: Thieme E-Journals – Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement / Abstract

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