Forschungsergebnisse – Werden Effektgrößen überschätzt?

Viele Studien liefern aufgrund verschiedener Faktoren verzerrte Ergebnisse. Dabei bezeichnet der Begriff „Bias“ die Verzerrung eines Studienergebnisses. Grund für verschobenen Ergebnisse von Studien können verschiedene Faktoren sein. Besonders betroffen sind US-amerikanische Verhaltensstudien, wie die britischen Wissenschaftler um D. Fanelli und J. P. A. Ioannidis nun herausgefunden haben.

 

PNAS 2013; 110: 15031–15036

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Die Einstellung zur Psychotherapie in der Allgemeinbevölkerung

Einstellungen zu Psychotherapie sind Prädiktoren für die Annahme bzw. Ablehnung von Psychotherapie. Anhand einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2 089 Personen im Alter von 14–92 Jahren wurden Einstellungen zur Psychotherapie mittels Fragebögen ermittelt. Die Bevölkerung steht Psychotherapie zu etwa zwei Dritteln überwiegend positiv gegenüber. Dabei zeigen Männer und Personen mit niedrigerem Bildungsstand negativere Haltungen. Die Bildung hatte hierbei eine mittlere Effektstärke (d=0,44). Personen mit somatoformen Beschwerden weisen keine negativeren Einstellungen auf als Personen ohne somatoforme Beschwerden. Auch wenn die deutsche Bevölkerung Psychotherapie mehrheitlich positiv gegenübersteht, ist zu beachten, dass dies nicht für alle Bevölkerungsgruppen zutrifft.

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Gefühle im Griff – Emotionen intelligent regulieren

Emotionsregulationsprozesse sind von zentraler Bedeutung für psychische und körperliche Gesundheit. Das von uns entwickelte Interventionsprogramm „Gefühle im Griff“ greift diesen Zusammenhang auf und vermittelt Teilnehmern der Gruppenintervention systematisch spezifische Emotionsregulationsstrategien. Vorgestellt werden Konzept und Inhalte des 9-Wochen-Programms sowie erste Wirksamkeitsbelege an einer Stichprobe von n=18 Teilnehmern. Es zeigten sich mittels Heidelberger Fragebogen zur Erfassung von Emotionsregulationsstrategien (H-FERST) große Effekte bei der Zunahme von Neubewertung und Akzeptanz sowie bei der Reduktion von Grübeln, ein mittlerer Effekt bei der Reduk­tion von Vermeidung und ein kleiner Effekt bei der Zunahme von Aktivität und sozialer Unterstützung. Die allgemeine Psychopathologie (mittels BSI) nahm bei den stärker belasteten Teilnehmern (GSI≥0,6) mit einer Effektstärke von d=0,63 ab.

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Depressionen – Verhaltenstherapie hilft bei häufigen Rezidiven

Patienten mit Depressionen erleiden immer wieder Rückfälle. Je mehr depressive Episoden ein Patient durchgemacht hat, desto höher ist sein Rückfallrisiko. U. Stangier et al. haben anhand eines Vergleichs mit der Psychoedukation untersucht, ob und in welchem Ausmaß eine kognitive Verhaltenstherapie mit Erhaltungstherapie diese Rückfälle vermeiden kann.

 

Psychiatry 2013;170: 624–632

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Die Rolle der Stressachsen in der Entstehung und Proliferation einer Krebserkankung

Psychosoziale Stressoren können das neoplastische Geschehen modulieren. Etabliert ist, dass es unter Stress zu Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- und der Sympatho-adrenomedullären Achse kommt, wobei proliferationsfördende Wirkungen auf das maligne Tumorgeschehen über betaadrenerge Rezeptoren bekannt sind. Ein neues Tiermodell fokussiert den positiv aktivierenden Stress, welcher über die Aktivierung der Hypothalamus-Sympathikus-Adipozyten-Achse zur Hemmung des Tumorwachstums und Reduktion der Obesitas führt. Es kommt bei Mäusen zu einer gesteigerten Genexpression des Neurotrophins BDNF, welches die sympathischen Fasern des weißen Fettgewebes aktiviert. Über die konsekutive Stimulation der β-adrenergen Rezeptoren wird die Freisetzung von Leptin und damit dessen fördernde Wirkung auf das Tumorwachstums gehemmt. Im klinischen Kontext untermauert dieses Forschungsergebnis die Rolle einer komplexen betaadrenergen Signaltransduktion.

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Soziale Phobie – Kognitive Verhaltenstherapie vs. psychodynamische Therapie – was ist effektiver?

Die soziale Phobie mit ihren quälenden Symptomen wie Angst vor Bloßstellung oder vor anderen Menschen hat oft weitere Erkran­kungen, z. B. Depressionen, zur Folge. Um den Teufelskreis zu durch­brechen, kommen sowohl die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) als auch die psychodynamische Psychotherapie zum Einsatz. F. Leichsenring und Kollegen der Universität Gießen haben die Ansprech- und Remissionsraten der beiden Therapieformen untersucht.

Quelle: Thieme E-Journals – PiD – Psychotherapie im Dialog / Abstract

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Somatoforme Störungen – Suizidgedanken können auch Folge einer dysfunktionalen Krankheitswahrnehmung sein

Fast jeder 4. Patient mit medizinisch nicht erklärbaren chronischen körperlichen Symptomen hat Suizidgedanken, jeder 6. hat bereits einen Suizidversuch hinter sich. Die Autoren einer deutsch-niederländischen Studie haben ein Modell entwickelt, wie somatoforme Störungen und Suizidalität zusammenhängen könnten.

Quelle: Thieme E-Journals – PiD – Psychotherapie im Dialog / Abstract

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Wenn der Therapeut zum Täter wird

Sexueller Missbrauch („professional sexual misconduct“, PSM) in (psycho-)therapeutischen Beziehungen ist trotz eines gestiegenen Problembewusstseins nach wie vor ein ­tabuisiertes Thema. Die Dunkelziffer ist hoch, und obwohl ein eigener Strafrechtsparagraph existiert, sind Verurteilungen in Deutschland selten. Zur Prävention muss das Thema schon früh in der Ausbildung behandelt werden und in psychiatrisch-psychotherapeutischen Institutionen regelmäßig Gegenstand von Fort- und Weiterbildung aller Berufsgruppen sein.

Quelle: Thieme E-Journals – PiD – Psychotherapie im Dialog / Abstract

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Fallbericht: Depression nach onkologischer Diagnose

Ein 58-jähriger Mann hat die Diagnose eines rezidivierenden malignen Melanoms erhalten. Wegen einer akuten Depression begibt er sich in psychotherapeutische Behandlung.

Quelle: Thieme E-Journals – PiD – Psychotherapie im Dialog / Abstract

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Jahrestagung Reha-Psychologie in Erkner – CALL FOR POSTERS

Für unsere 33. Jahrestagung der Rehapsychologie mit dem Thema

„Optimierung der Rehabilitation – Beiträge der Psychologie“

vom 26.-28. September 2014 in Erkner bei Berlin suchen wir Studierende der Psychologie und angrenzender Fächer, die die Ergebnisse ihrer  Forschungsarbeit, sofern sie zum Tagungsthema passt oder sich im Kontext der Reha-Psychologie einordnen lässt, als Poster präsentieren möchten.  Wir wollen damit den wissenschaftlichen und kollegialen Nachwuchs fördern und dabei behilflich sein, Kontakte herzustellen und sich zu vernetzen.

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