Patientinnen mit Mammakarzinom während Chemotherapie

Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Mukositis) treten häufig als Nebenwirkung einer Chemotherapie auf. Die je nach Schweregrad der Mukositis damit verbundenen Schleimhautschädigungen, Ulzerationen und Schmerzen können Probleme mit der Nahrungsaufnahme und beim Sprechen verursachen und damit die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken.

Im Rahmen einer klinischen Untersuchung wurde bei 57 Patientinnen mit Mammakarzinom, begleitend zu einer Standardchemotherapie ([Tab. 3]), geprüft, ob und inwieweit einer oralen Mukositis vorgebeugt werden kann, wenn von Anfang an begleitend zur Chemotherapie eine Mundspül-Lösung basierend auf Traubenkernextrakt (OPC) eingesetzt wird. OPC (Oligomere Proanthocyanidine) werden aus Traubenkernextrakt gewonnen. Sie sind mit 70 % der Hauptbestandteil der Mundspül-Lösung. Darüber hinaus enthält die Lösung eine Mischung aus Gänsefingerkraut, Salbei, Ringelblume und Lavendel. Zu Beginn der Untersuchung wies keine Patientin eine Mukositis auf.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Patientinnen mit Mammakarzinom während Chemotherapie

Die Anwendung einer kunsttherapeutischen Intervention in der Psychoonkologie

Krebspatienten beschreiben während der akuten Behandlungsphase ihrer Erkrankung häufig einen Verlust von Autonomie. Ziel war es, die Wiedererlangung der Patientenautonomie mit der Entwicklung einer strukturierten kunsttherapeutischen Intervention zu unterstützen. Es wurde ein Manual der Intervention formuliert, kunsttherapeutische Interventionen aus diesem Anwendungsbereich verglichen, die Collage als zentrale Technik der Intervention untersucht und eine Patientenstudie durchgeführt. In den letzten drei Teilstudien kam die Qualitative Inhaltsanalyse zur Auswertung des Datenmaterials zum Einsatz. Die entwickelte Intervention, die kurze strukturierte Kunsttherapie (KSKT®), weist wichtige Qualitätskriterien für kunsttherapeutische Interventionen in der Psychoonkologie auf. Gleichzeitig stützt die Collage autonome Entscheidungsprozesse im bildnerischen Gestalten. Die qualitative Patientenstudie zeigte, dass Patienten von der Begleitung durch die KSKT® profitierten, indem sie eine größere Einflussnahme auf ihre Lebensgestaltung wahrnahmen.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Die Anwendung einer kunsttherapeutischen Intervention in der Psychoonkologie

Psychische Gesundheit: Familie als Depressionsrisiko

Eine Familie gilt gemeinhin als soziale Ressource. Einen differenzierten Blick auf diese Annahme warfen jetzt US-amerikanische Entwicklungspsychologen. Sie befragten im Rahmen einer Langzeitstudie rund 880 Personen zwischen acht und 93 Jahren zu ihren familiären Beziehungen und zu psychischen Erkrankungen. Wie sich zeigte, haben Größe und Zusammensetzung einer Familie sowie das familiäre Klima in verschiedenen Lebensphasen einen unterschiedlichen Einfluss auf die psychische Gesundheit. Es stellte sich außerdem heraus, dass eine Familie nicht immer ein Schutz vor Depressionen ist, sondern auch ein Risiko sein kann.

Deutsches Ärzteblatt: Psychische Gesundheit: Familie als Depressionsrisiko (10.07.2015)

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Psychische Gesundheit: Familie als Depressionsrisiko

Krafttraining gleich Krafttraining? Neue Erkenntnisse für die onkologische Trainingstherapie

Bewegungstherapeutische Maßnahmen sind mittlerweile integraler Bestandteil der onkologischen (Früh-)Rehabilitation. Neben dem Ausdauer- und Koordinationstraining ist das Krafttraining ein essenzieller Bestandteil der Bewegungstherapie, um beispielsweise den Nebenwirkungen eines Lymphödems, einer Antiandrogentherapie oder einer Kachexie entgegenzuwirken. Um das Outcome von Bewegungsprogrammen vor dem Hintergrund von verschiedensten Nebenwirkungen von onkologischen Erkrankungen und deren Therapien zu optimieren, sind zwingend weitere Studien notwendig. In der vorliegenden Studie sollte untersucht werden, inwieweit ein intensives Krafttraining einem moderaten Krafttraining hinsichtlich des Kraftzuwachses überlegen ist. Zu diesem Zweck wurden 31 Tumorpatienten ohne Krafttrainingserfahrung (unterschiedlichster Entitäten und Therapiestatus) in eine moderate Trainingsgruppe (MT, n=17) und eine Hypertrophietrainingsgruppe randomisiert (HT, n=14). Alle Patienten trainierten zunächst über 8 Wochen 2-mal wöchentlich in einem Kraftausdauerzirkel (je 2 Durchgänge), der 6 Kraftgeräte (je 20 Wiederholungen [Wdh]) für die großen Muskelgruppen beinhaltete. In den folgenden 8 Wochen trainierte die MT weiter bei 20 Wdh, wohingegen für die HT der Widerstand so erhöht wurde, dass lediglich 8–12 Wdh möglich waren. Die Maximalkraft der Patienten wurde vor Beginn der Intervention (t0), nach 8 Wochen (t1) und nach 16 Wochen (t2) mittels eines hypothetischen One-Repition-Maximum- (h1RM-)Tests erfasst. Die Ergebnisse zeigten bei ähnlichem Ausgangsniveau der beiden Gruppen einen signifikant erhöhten Kraftzuwachs für fast alle Muskelgruppen von t1 zu t2 in der HT. Der Mehrwert dieser Ergebnisse ist weniger die Feststellung, dass ein HT hinsichtlich des Kraftzuwachses einem MT überlegen ist, sondern vielmehr, dass ein HT auch für Tumorpatienten gut durchführbar ist. Insofern keine Kontraindikationen bestehen, kann somit intensives Krafttraining v. a. für den Muskelaufbau empfohlen werden. Ob der reine Kraftzuwachs für Nebenwirkungen wie das Fatigue-Syndrom eine zentrale oder eher untergeordnete Rolle spielt, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Krafttraining gleich Krafttraining? Neue Erkenntnisse für die onkologische Trainingstherapie

Therapeutisches Arbeitsbündnis: Männer wollen wissen, was auf sie zukommt

Männer stehen Psychotherapien oft skeptischer gegenüber als Frauen. Welche Hindernisse Männer davon abhält, einen Psychotherapeuten aufzusuchen und sich auf ein therapeutisches Arbeitsbündnis einzulassen, haben jetzt die beiden amerikanischen Psychologen Mica Richards und Robinder Bedi von der Western Washington University (USA) untersucht.

Deutsches Ärzteblatt: Therapeutisches Arbeitsbündnis: Männer wollen wissen, was auf sie zukommt (10.07.2015)

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Therapeutisches Arbeitsbündnis: Männer wollen wissen, was auf sie zukommt

„Individualisierte Medizin“: Geht es wirklich um das Individuum?

„Individualisierte Medizin“ (IM) ist in kurzer Zeit zu einem Spitzenthema der Medizin avanciert und wird durch die Industrie und Forschungsförderprogramme der öffentlichen Hand weiter gefördert. „Individualisierung“ bezieht sich dabei nicht auf das menschliche „Individuum“, sondern auf dessen „Molekulom“, d. h. auf Biomarker aus dem Genom, Proteom, usw. Ferner geht es dabei eher um „Stratifizierung“ als „Individualisierung“. Insofern ist diese Verwendung des Begriffs IM irreführend und entspricht nicht dem in vielen Studien dokumentierten Bedürfnis von Patienten nach einer IM. Dieses Bedürfnis umfasst nebst dem Eingehen auf die individuellen rein körper- und molekülbezogenen Aspekte von Erkrankung auch die Aktivierung von individuellen systemisch-organismischen Heilungsprozessen („Abwehr“- oder „Selbstheilungskräfte“ des Organismus als „Ganzen“) sowie das Eingehen auf individuelle seelisch-geistige und soziale Bedürfnisse im Sinn einer umfassenden „Individuums“- oder „Personen“-zentrierten Medizin. In der Onkologie wie auch sonst in der Medizin gibt es Ansätze einer Individualisierung auf allen genannten Ebenen, der molekular-körperlichen, der systemisch-organismischen, der seelisch-geistigen und der sozialen. Wenn es bei „IM“ tatsächlich um die „auf die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen des Patienten zugeschnittene Medizin“ geht, dann ist nicht einzusehen, warum sich die öffentliche Forschungsförderung einseitig auf den molekularen Aspekt beschränkt.

Thieme E-Journals – Deutsche Zeitschrift für Onkologie / Abstract

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für „Individualisierte Medizin“: Geht es wirklich um das Individuum?

Entscheidungsfindung bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung

In der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankung ist neben der klinischen Expertise v. a. auch die kommunikative und ethische Kompetenz der onkologisch tätigen Ärzte gefragt. Gegenstand dieser Arbeit ist daher die Diskussion zweier aus ethischer Sicht besonders herausfordernder Situationen in der Entscheidungsfindung mit Patienten, die an fortgeschrittenen Krebserkrankungen leiden: der starke Therapiewunsch und die Entscheidung zwischen Phase-I/II-Studienteilnahme und rein supportiver Behandlung. Ethisch relevante Aspekte der Fallszenarien werden unter Berücksichtigung zentraler medizinethischer Prinzipien beleuchtet. Darüber hinaus werden Leitfragen für die Situation „starker Therapiewunsch“ und Kernelemente einer Aufklärung für Phase-I/II-Studien als Hilfestellung aufgeführt. Abschließend werden mit der klinischen Ethikberatung, einem Unterstützungsangebot zur Integration von werterelevanten Fragen in die Entscheidungsfindung und einer Leitlinie zur Therapiebegrenzung weitere Angebote und Ansätze der Unterstützung in herausfordernden Situationen von klinisch-ethischer Seite vorgestellt.

Entscheidungsfindung bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung – Springer

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Entscheidungsfindung bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung

Vegetarische und vegane Ernährung – Chancen und Risiken Teil 1: Nährstoffzufuhr

Vegetarische und vegane Ernährungsformen werden zunehmend beliebter. Im ersten Teil des Beitrags wird die Nährstoffzufuhr von Vegetariern und Veganern dargestellt. Sowohl bei der Zufuhr der Makronährstoffe, vieler Vitamine und Mineralstoffe sowie von Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen schneiden Vegetarier und Veganer vielfach günstiger ab als Nichtvegetarier. Gleichzeitig muss auf eine ausreichende Zufuhr potenziell kritischer Nährstoffe geachtet werden.

Thieme E-Journals – Ernährung & Medizin / Abstract

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Vegetarische und vegane Ernährung – Chancen und Risiken Teil 1: Nährstoffzufuhr

Geschlechterperspektive in der kardiologischen Rehabilitation – Erkenntnisse der Höhenrieder Studien

Brauchen Frauen nach einem Herzinfarkt ein anderes Reha-Programm als Männer? Seit über 10 Jahren beschäftigt sich die LMU München mit dieser Frage. Die Antwort ist ein klares „Ja“.

Thieme E-Journals – XX Die Zeitschrift für Frauen in der Medizin / Abstract

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Geschlechterperspektive in der kardiologischen Rehabilitation – Erkenntnisse der Höhenrieder Studien

Vegane Ernährung ist auf dem Vormarsch

Die Vollwerternährung mit wenig Fleisch und 1–2 Fischmahlzeiten gilt gemäß DGE als die gesündeste. Bedeutet dies im Umkehrschluss, dass eine vegetarische oder gar vegane Ernährung weniger gesund ist? Nein. Vegetarier z. B. haben deutlich seltener Zivilisationskrankheiten als der Durchschnittsdeutsche (s. Beitrag S. 55). Wer ganz und gar auf Tiere und ihre Produkte verzichtet – und das wollen immer mehr –, braucht Know-how, das über Speiseplan und Zubereitung hinausgeht. Ernährungsfachkräfte können ihre Kompetenz nutzen. Erforderlich ist hier keine Ernährungsberatung, sondern eine Essberatung!

Thieme E-Journals – Ernährung & Medizin / Abstract

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Vegane Ernährung ist auf dem Vormarsch