Psychometrische Überprüfung eines Fragebogens zur Erfassung der Barrieren der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen durch Personen mit Migrationshintergrund

Hintergrund: Kulturelle und migrationsspezifische Aspekte scheinen die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen in dieser Gruppe zu beeinflussen. Es existieren allerdings keine Instrumente, welche solche Einflussfaktoren erfassen.

Methoden: Systematische Literaturrecherche zur Identifikation der Schwierigkeiten, welche Migranten bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsmaßnahmen erleben. Die abgeleiteten Aspekte wurden im Rahmen einer Querschnittbefragung von Menschen mit russischem, türkischem, italienischem und spanischem Migrationshintergrund überprüft. Zur psychometrischen Testung wurden Faktoren- und Reliabilitätsanalysen durchgeführt.

Ergebnisse: Es wurde 24 Gründe für Nicht-Inanspruchnahme identifiziert. Die faktoranalytische Testung zeigte eine Lösung mit 2 Subskalen („Sprach- und informationsbezogene Gründe für Nicht-Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen“; Chronbach’s α=0,928; „Erfahrungen mit bzw. Einstellungen zur Gesundheitsversorgung“; α=0,879) und einer Gesamtskala (α=0,945). Die Akzeptanz lag zwischen 80,0 und 96,3%.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse bestätigen die theoretisch abgeleiteten Aspekte. Zur Generalisierbarkeit ist eine weitere Überprüfungen der psychometrischen Qualitäten des Instruments sowie seine Anwendung in anderen Populationen notwendig.

Quelle: Thieme E-Journals – Das Gesundheitswesen / Abstract

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Memorandum – Prävention und Gesundheitsförderung nachhaltig stärken: Herausforderungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene

Forschungsbasierte Evidenz und praxisbasierte Erfahrungen bilden die zentralen Grundlagen für die wirksame Umsetzung präventiver Interventionen. Die vorliegenden Erkenntnisse des BMBF-Förderschwerpunktes Präventionsforschung (2004–2013) wurden deshalb in dem Meta-Projekt „Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung“ (KNP) zusammengeführt, reflektiert und verdichtet. Im Rahmen jährlicher Strategietreffen von Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern und Praktikerinnen/Praktikern wurden unter Beteiligung weiterer Expertinnen und Experten zentraler Praxis- und Politikfelder 3 Memoranden erarbeitet, die Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Forschung und Praxis in Prävention und Gesundheitsförderung geben. Das Memorandum III richtet sich vor allem an Verantwortliche in Politik und Verwaltung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, in der Zivilgesellschaft sowie in den Betrieben. Seine Empfehlungen zeigen dringende Gestaltungsbedarfe für eine zukunftsfähige Politik insbesondere in den Feldern Gesundheit, Bildung, Arbeit und Soziales.

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Interaktiver Wissenstransfer in der Gesundheitsförderung: das GESTALT-Projekt. Erste Ergebnisse der Erprobung eines Ansatzes zur nachhaltigen Implementierung evidenzbasierter Bewegungsprogramme

Ziele: Der vorliegende Beitrag dient der empirischen Veranschaulichung eines Konzepts des interaktiven Wissenstransfers zur nachhaltigen Implementierung von evidenzbasierten Bewegungsprogrammen in der Praxis. Hierzu werden der Ansatz, das Vorgehen und die ersten Ergebnisse eines Modellprojekts zur Demenzprävention „GESTALT“ vorgestellt sowie das Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik und Präventionspraxis in dieser Studie erläutert.

Methodik: Das Konzept des interaktiven Wissenstransfers wird im GESTALT-Projekt durch den Ansatz der kooperativen Planung, der Stakeholder aus Wissenschaft, Politik und Praxis systematisch beteiligt und befähigt, umgesetzt. Bei der Evaluation der nachhaltigen Implementation des GESTALT-Projekts (2011–2014) wurden die 3 Dimensionen Zielgruppe, Organisationen und Umwelt berücksichtigt. Zur Erfassung der Effekte bei der Zielgruppe (n=75) wurde u. a. deren Bindung an körperliche Aktivität erhoben. In Bezug auf die Dimensionen Organisationen und Umwelt wurden die kooperativen Planungssitzungen, die Durchführung des GESTALT-Programms, der Schriftverkehr sowie die Gespräche und Veranstaltungen dokumentiert und ausgewertet.

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Die Mitteilung schlechter Nachrichten durch den Arzt: Die deutsche Version des MPP- (Measure of Patients’ Preferences) Fragebogens zu den kommunikativen Präferenzen von Krebspatienten

Hintergrund: Die Mitteilung schlechter Nachrichten gehört zu den Gesprächssituationen mit hohen Anforderungen an die kommunikativen und psychosozialen Kompetenzen der Ärzte. Der Verlauf eines solchen Gesprächs hängt stark auch von den Patientenpräferenzen ab. Ziel der Studie war die Adaption und psychometrische Prüfung des international validierten Measure of Patients’ Preferences (MPP) Fragebogens.

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Bedarf an rehabilitativen Angeboten für pflegende Angehörige

Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen ist in den zurückliegenden Jahren deutlich gestiegen und wird weiter ansteigen. Wie u. a. das Statistische Bundesamt aufgezeigt hat, wird ein großer Anteil der pflegedürftigen Menschen zu Hause von den Angehörigen gepflegt. Durch die erheblichen, oft jahrelangen Belastungen der Angehörigen wird nicht nur deren Gesundheit gefährdet oder beeinträchtigt, sondern auch ihre Fähigkeit und Bereitschaft zur Pflege eingeschränkt. Das heben Hertle et al. mit ihrem Beitrag in diesem Heft hervor und setzen sich mit präventiven und rehabilitativen Angeboten für pflegende Angehörige auseinander. Sie führten eine Bestandsaufnahme über vorhandene oder mögliche stationäre Reha-Angebote durch. Derzeit ist die Zahl der Einrichtungen, die bereits spezielle Maßnahmen anbieten können, noch sehr begrenzt. Die strukturellen Voraussetzungen für die Entwicklung von Angeboten in den Einrichtungen werden zwar positiv eingeschätzt. Es werden zugleich aber auch erhebliche organisatorische Zugangsbarrieren und eine geringe Inanspruchnahme konstatiert.

Quelle: Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Stationäre Rehabilitation und Vorsorge für pflegende Angehörige – eine Sondierung der Angebote in Deutschland

Einleitung: 2012 wurde im Rahmen des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes (PNG) die besondere Berücksichtigung von pflegenden Angehörigen bei stationären Reha- und Vorsorgemaßnahmen festgelegt, und es wurden Voraussetzungen geschaffen, die Pflegebedürftigen in den Einrichtungen mit zu versorgen. Im Auftrag des Bundesministerium für Gesundheit hat das BQS Institut für Qualität & Patientensicherheit 2013 untersucht, welche Angebote die Reha- und Vorsorgeeinrichtungen speziell für pflegende Angehörige bereithalten und inwieweit die Mitversorgung des Pflegebedürftigen angeboten wird.

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Psychische Belastung und Krankheitsverarbeitung krebskranker Väter von minderjährigen Kindern

Fragestellung: Die Studie erfasst den Verlauf der psychischen Belastung (Ängstlichkeit und Depressivität) und Krankheitsverarbeitung krebskranker Väter mit minderjährigen Kindern. Methode: 37 konsekutiv rekrutierte Väter wurden nach Beendigung der Primärbehandlung (T1) und ein halbes Jahr später (T2) zu ihrer Belastung (HADS) und Krankheitsverarbeitung (FKV) schriftlich befragt.

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Informationstexte für Rehabilitanden sind schwer verständlich

Ziel: Prüfung, ob schriftliche Informationen, die sich an Rehabilitanden wenden, verständlich genug sind.

Methode: Wir untersuchten 8 Informationstexte von Leistungsträgern, Patientenorganisationen und Gesundheitsportalen, 145 Texte von 50 Einrichtungen der muskuloskelettalen Rehabilitation sowie eine selbstverfasste Broschüre in einfacher Sprache mit Lesbarkeitsindizes und dem Hamburger Verständlichkeitskonzept. Alle Texte handelten von Inhalten und Zielen der medizinischen Rehabilitation.

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Fortbildung: „Psychotherapeutische Behandlung Sexueller Funktionsstörungen“ – 12. September 2015 10:30-12:00 Uhr (Weimar)

Der Vorstand der Sektion Klinische Psychologie im BDP bietet interessierten Kolleginnen und Kollegen an,
am Fachvortrag

„Psychotherapeutische Behandlung Sexueller Funktionsstörungen“

teilzunehmen.

Als fachkompetente Referentin gewinnen konnten wir: ◦ Frau Dipl. Psych., Dipl. Sozialpäd. Patricia MARNET Verhaltenstherapeutin, DBT-Therapeutin, Sexualtherapeutin, Paartherapeutin

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Verständlichkeit der Texte von Qualitätsvergleichen zu Krankenhausleistungen

Ziele: In den letzten Jahren hat die Zahl von Krankenhausführern, welche Qualitätsvergleiche zu Krankenhausleistungen und Informationen aus den Qualitätsberichten veröffentlichen, erheblich zugenommen. Ziele der vorliegenden Studie waren, a) geeignete Methoden zur Messung der Lesbarkeit und Verständlichkeit von Qualitätsvergleichen zu Krankenhausleistungen zu identifizieren, b) verlässliche Aussagen über die Laienverständlichkeit der Texte zu erlangen, c) Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und d) Empfehlungen für gesundheitspolitische Maßnahmen abzuleiten.

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