Sören Schmidt, Elmar Brähler, Franz Petermann, Ute Koglin
ADHS ist eine Lebensspannenerkrankung, die zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag des Betroffenen führt und häufig mit komorbiden Störungen einhergeht. Die Ausprägung der Symptome variiert altersgruppenspezifisch und gerade der Übergang vom Jugend- in das Erwachsenenalter gilt als besonders sensible Phase. Um das Ausmaß komorbider Störungen bei ADHS zu untersuchen, wurden, (continue reading…)
Abstracts aus Zeitschriftenartikeln
Komorbide Belastungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ADHS
Zum Zusammenhang von gewalthaltigen Bildschirmspielen und Aggression
Jan Witthöft, Ute Koglin, Franz Petermann
In den letzten Jahrzehnten sind Bildschirmspiele zu einem festen Bestandteil der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen geworden. Die verbreitete Annahme, dass die Nutzung gewalthaltiger Spiele aggressives Verhalten begünstigt, wird kontrovers diskutiert. Mit einer umfangreichen Literatursuche wurden empirische Studien identifiziert, die die Zusammenhänge von aggressivem Verhalten und der Nutzung gewalthaltiger Bildschirmspiele untersuchten. Die Ergebnisse werden differenziert (continue reading…)
Sexuelle Übergriffe von Jugendlichen und Heranwachsenden auf Jugendliche
Marc Allroggen, Thea Rau, Jörg M. Fegert
Sexuelle Übergriffe durch Gleichaltrige sind die häufigste Form sexueller Gewalt, denen Jugendliche ausgesetzt sind, wurde aber bisher kaum in der Forschung berücksichtigt. Auf der Basis einer selektiven Literaturrecherche werden Entstehungsbedingungen unterschiedlicher Formen von sexuell übergriffigem Verhalten dargestellt. (continue reading…)
Wirkfaktoren der Psychotherapie – eine Übersicht und Standortbestimmung
Mario Pfammatter, Wolfgang Tschacher
Psychotherapie wirkt. Wie, ist weitgehend unklar. Vor dem Hintergrund der Kontroverse über die unterschiedliche Wirksamkeit verschiedener Psychotherapieansätze haben sich zwei gegensätzliche Vorstellungen darüber entwickelt, was Psychotherapie wirksam macht: Vertreter der Sichtweise, dass zwischen verschiedenen Psychotherapierichtungen nur geringe Wirkunterschiede bestehen, führen die Wirksamkeit von Psychotherapie auf allgemeine Wirkfaktoren zurück. Befürworter (continue reading…)
Nicht-suizidale Selbstverletzung (NSSV) und Suizidalität in der Adoleszenz
Paul L. Plener, Jörg M. Fegert, Harald J. Freyberger
Sowohl Nicht-suizidale Selbstverletzungen (NSSV) als auch suizidale Verhaltensweisen (etwa suizidale Gedanken, Suizidversuche) haben ihren Beginn in der Adoleszenz. In den letzten Jahren kam es zu einer zunehmenden Differenzierung zwischen NSSV und Suizidalität, was letztlich auch zum Vorschlag einer eigenständigen Diagnose für NSSV zur Aufnahme in das DSM-5 führte. Die vorliegende Arbeit soll basierend auf einer Übersicht der aktuellen Literatur einen Überblick über Definition, Epidemiologie, Ätiologie und Therapie von NSSV und Suizidalität im Jugendalter geben. (continue reading…)
Die computergestützte Untersuchung von Gedächtnis und Aufmerksamkeit: Evaluation des Merkfähigkeits- und Aufmerksamkeitstests (MAT)
Georg Adler, Miriam Bektas, Martina Feger, Yvonne Lembach
Ein computergestützter Test zur Untersuchung von selektiver Aufmerksamkeit, Arbeits- und Kurzzeitgedächtnis wurde bei Alzheimerpatienten und Kontrollpersonen evaluiert.
Bei 42 Alzheimerpatienten und 42 Kontrollpersonen wurden der MAT und gängige Referenzverfahren angewandt. (continue reading…)
Schizophrenie und aggressives Verhalten – die Bedeutung katatoner Phänomene
Markus Jäger, Fabian U. Lang, Karel Frasch, Thomas Becker
Anliegen Menschen mit schizophrenen Psychosen weisen ein erhöhtes Risiko für fremdaggressives Verhalten auf. Es stellt sich die Frage, ob solche Handlungen mit bestimmten psychopathologischen Symptomen verbunden sind. Anhand einer Fallserie werden psychopathologische Symptomatik und Krankheitsverlauf von 5 Patienten geschildert. (continue reading…)
Differenzialdiagnose bei Depression
Bernhard Heimbach, Michael Hüll
Kernaussagen
- Depression ist eine klinische Diagnose, die durch 2 einfache Screeningfragen aufgespürt werden kann und unter Berücksichtigung der Haupt- und Zusatzsymptome untermauert wird.
- Es besteht eine ca. 50-%ige Komorbidität zu anderen psychischen oder somatischen Erkrankungen.
- Angststörungen und ein schädlicher Gebrauch oder Abhängigkeit von Alkohol oder (continue reading…)
Entwicklungspsychopathologie narzisstischer Störungen
Marc Allroggen, Andrea Ludolph
Bei der Entwicklung eines pathologischen Narzissmus spielen sowohl zum Teil genetisch bedingte Persönlichkeitsfaktoren und damit verbundene kinderpsychiatrische Störungsbilder (externalisierende vs. internalisierende Störungen) als auch Erziehungsbedingungen eine entscheidende Rolle. Vor dem Hintergrund der Selbstentwicklung von Kindern werden aktuelle Befunde zur Entwicklungspsychopathologie narzisstischer Störungen diskutiert. (continue reading…)
Resilienz im Arztberuf – salutogenetische Praktiken und Einstellungsmuster erfahrener Ärzte
Julika Zwack, Christoph Abel, Jochen Schweitzer
Im Rahmen von 200 qualitativen Interviews mit Ärzten unterschiedlicher Fachrichtung und Berufserfahrung in Klinik und Niederlassung wurden ärztliche Strategien erfasst, um langfristig gesund, zufrieden und leistungsfähig zu bleiben. Die inhaltsanalytische Auswertung ergab (continue reading…)



