Es ist ein bestimmtes Patientenkollektiv, dem das besondere Augenmerk von Dr. Axel Schüler-Schneider gehört. “Bei allen besonders engagierten Patienten, die viel Verantwortung von sich aus übernehmen und ihre Arbeit stets zu mehr als 100 Prozent erledigen, ist erhöhte Aufmerksamkeit ratsam”, so der Frankfurter Internist und Burnout-Experte.
Denn nach seinen Erfahrungen merken Patienten meist zu spät, dass sie Gefahr laufen “auszubrennen” und vielleicht bereits eine Depression haben. Männer seien durch eine oft sehr starke berufliche Identifikation hier noch mehr gefährdet als Frauen – trotz deren häufiger Doppelbelastung durch Familie und Beruf.
Gerade als Hausarzt kenne man seine Patienten meist so gut, dass stressbedingte körperliche und psychische Veränderungen auffallen, kombiniert mit einem Rückzug von Hobbys und anderen Interessen.Schüler-Schneider rät dann, diese Patienten gezielt anzusprechen, sich Zeit für eine Beratung zu nehmen und falls nötig auch schnell an einen Facharzt weiter zu überweisen.
Tag: Arzt
Stressgeplagten helfen Sport und gesunde Ernährung
Patient-Arzt-Interaktion in der Rehabilitation
S. Dibbelt, M. Schaidhammer, C. Fleischer, B. Greitemann
Gibt es einen Zusammenhang zwischen wahrgenommener Interaktionsqualität und langfristigen Behandlungsergebnissen?
Eine Reihe von Studien legt nahe, dass die Qualität der Interaktion zwischen Behandler und Patient entscheidend für gute medizinische Praxis ist und dass sie einen erheblichen Einfluss auf die Behandlungsergebnisse hat. Die Rolle und Bedeutung der Arzt-Patienten-Interaktion in der Rehabilitation ist dagegen weniger gut untersucht. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, die wahrgenommene Qualität der Arzt-Patienten-Interaktion in der stationären somatischen Rehabilitation aus Arzt- und Patientensicht mit einem Fragebogen zu erfassen und die Hypothese zu überprüfen, dass es eine positive Beziehung (continue reading…)
Geschlechtsspezifische Aspekte des Gesprächs zwischen Arzt und Patient
C. Klöckner Cronauer, M. Schmid Mast
Université de Neuchâtel, SchweizZiel dieses Artikels ist es, die Rolle des Geschlechts von Ärzten und Patienten bei der Kommunikation in der Arzt-Patient-Interaktion zu erörtern. Da es bisher nur wenige Forschungsergebnisse zum Einfluss des Geschlechts auf die Arzt-Patient-Interaktion speziell auf dem Gebiet der Rehabilitation oder der Behandlung chronischer Krankheiten gibt, werden vor allem Forschungsergebnisse aus der Allgemeinmedizin präsentiert. Ärztinnen kommunizieren emotionaler und weniger dominant als Ärzte. Patientinnen besprechen mehr (continue reading…)
Welche Informationen nutzen Hausärzte zur Einschätzung des kognitiven Status älterer nicht dementer Patienten?
Es gibt kein Wissen darüber, welche Informationen Hausärzte explizit nutzen, um die kognitive Leistung ihrer Patienten zu bewerten. Dies könnte jedoch helfen zu verstehen, warum die Erkennung leichter kognitiver Defizite und früher Demenzen in der Hausarztpraxis problematisch ist.
In einem Teilprojekt des Kompetenznetzes Demenzen (AgeCoDe-Studie) bewerteten Düsseldorfer Hausärzte den kognitiven Status ihrer älteren, nicht dementen Patienten. Bei jeder Bewertung sollten sie zudem aus einer Liste auswählen, auf welche Informationen sie ihr Urteil stützen. (continue reading…)
Der „ideale” Arzt aus Sicht psychiatrischer Patienten
Ziel ist es zu erfassen, wie der ideale Arzt aus Patientensicht sein sollte. Mittels problemzentrierter Interviews wurden die Erwartungen von 60 allgemeinpsychiatrischen Patienten erhoben. Der ideale Arzt sollte insbesondere „erreichbar sein und sich Zeit nehmen” (75 %), „freundlich und sympathisch sein” (63 %), „Engagement und Interesse zeigen” (60 %), „ein verständnisvoller, einfühlsamer Ansprechpartner sein” (60 %), „auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen” (55 %). Die Umsetzung der Patientenerwartungen an einen idealen Arzt erfordern optimales Zeitmanagement und soziale Kompetenz, was bereits in der Ausbildung von Ärzten mehr berücksichtigt werden müsste.
Quelle: Thieme eJournals – Abstract



