Beeinflussen körperliche Erfahrungen das Körperkonzept?

Die vorliegenden Studie untersucht die Veränderungen von aktueller Befindlichkeit und Körperkonzept im Rahmen einer Sport- und Bewegungstherapie bei Herzerkrankten sowie den Zusammenhang der Veränderungen. Bei 43 Patienten mit Koronarer Herzerkrankung oder Myokardinfarkt im Alter von 44 bis 86 Jahren wurde zu Beginn und am Ende einer 3-wöchigen stationären Anschlussheilbehandlung das Körperkonzept (PSK-Skala) erfasst; das aktuelle körperliche Befinden (WKV-Skala) wurde zu Beginn, während und nach diesen 3 Wochen erfragt. Für die Gesamtgruppe zeigten sich sowohl Verbesserungen im Körperkonzept als auch in der körperlichen Befindlichkeit. Die Zusammenhänge zwischen PSK und WKV zeigen, dass die Verläufe der beiden Faktoren vom Ausgangswert des jeweiligen anderen Faktors abhängen. Niedrige Ausgangswerte begünstigen positive Verläufe. Die Ergebnisse werden einerseits als Deckeneffekt, andererseits als unterschwellige Reizsetzung bei Patienten mit guten Ausgangswerten diskutiert.

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Psychoneuroimmunologie des Lebenslaufs: Einfluss von Stress in der Kindheit auf Immunfunktionsstörung und entzündliche Erkrankung im weiteren Leben

Es ist klar belegt, dass Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern mit schweren Entzündungserkrankungen im Erwachsenenalter (u. a. Krebs, Herz-Kreislauferkrankung, Autoimmunkrankheiten) und geringerer Lebenserwartung verbunden ist. Diese Übersichtsarbeit thematisiert die psychoneuroimmunologischen Wirkwege dieses Zusammenhangs. Chronische Stressoren interferieren sehr früh mit jenen protektiven Mechanismen des biologischen Stresssystems, mittels derer normalerweise potentiell schädliche Entzündungsprozesse zurückreguliert werden. Langfristige Folgen können schwerwiegende Entzündungskrankheiten sein, deren pathogenetische Verbindungen zu frühkindlichem Stress und dysfunktionalem Stresssystem am Beispiel des allergischen Asthmas dargestellt werden. Mit zunehmendem Verständnis der dysfunktionalen psychosomatischen Mechanismen von Entzündungserkrankungen kann Psychodiagnostik und -therapie in Zukunft spezifischer als bisher gegen körperliche Erkrankungen eingesetzt werden.

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Der Fragebogen zum Erleben von Körperbeschwerden (SSEQ)

Psychischen Merkmalen somatoformer Störungen wird im DSM-5 eine besondere Bedeutung zuteil werden. Mit dem Fragebogen zum Erleben von Körperbeschwerden (Somatic Symptoms Experiences Questionnaire – SSEQ) wurde ein Selbstbeurteilungsinstrument entwickelt, welches viele relevante psychische Merkmale somatoformer Störungen erfasst. Die Itemselektion und Skalierung sowie eine erste Überprüfung der Reliabilität und Validität erfolgte an N=453 ambulanten psychosomatischen Patienten. Eine Hauptkomponentenanalyse mit Promax-Rota­tion ergab eine 4-Faktorenlösung (Gesundheitssorgen, Krankheitserleben, Interaktions-schwierigkeiten mit Ärzten, Krankheitsfolgen). Mittlere Zusammenhänge zwischen SSEQ und gesundheitsbezogener Lebensqualität geben erste Hinweise auf die Validität des Instruments. Obwohl weitere Untersuchungen der psychometrischen Güte ausstehen, erscheint das Instrument perspektivisch gut geeignet zur Erfassung relevanter psychischer Merkmale somatoformer Störungen.

Quelle: Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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„Lifeline“ in der narrativen Expositionstherapie

Das biografische Gedächtnis von Menschen mit Traumafolgestörungen ist häufig zerrüttet. Die Überlebenden können nicht willentlich auf Erinnerungen zugreifen – oftmals gehen ganze Lebensabschnitte unter. Vermeidung setzt ein; die Biografie wird lückenhaft und wirkt fremd. Nach der diagnostischen Anamnese ist die „lifeline“ ein möglicher erster Schritt in der Annäherung an das Traumamaterial. Sie erlaubt in der narrativen Expositionstherapie (NET), das emotionale Bedeutungsrelief des Lebens darzustellen und so erstmalig kontrollierten Kontakt zu den fragmentierten Erinnerungen aufzunehmen, bevor daraus eine chronologische Narration entsteht. Der Beitrag beschreibt damit Phase 2 der NET – das optionale Legen und die Bedeutung der Lifeline.

Quelle: „Lifeline“ in der narrativen Expositionstherapie – Online First – Springer

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Psychodynamische Kurzzeittherapie bei dependenter und vermeidender Persönlichkeitsstörung

Obwohl dependente und vermeidende Persönlichkeitsstörungen in klinischen Stichproben häufig zu finden sind, gibt es bislang nur wenige Studien, in denen die Wirksamkeit psychotherapeutischer Strategien bei diesen beiden Persönlichkeitsstörungen untersucht wurde. In der vorliegenden Studie wurde überprüft, ob die psychodynamische Kurzzeittherapie nach dem Modell des zyklisch-maladaptiven Beziehungsmusters (CMP) die psychische Beeinträchtigung bei Patienten mit der Diagnose einer dependenten oder einer vermeidenden Persönlichkeitsstörung reduzieren kann.

Quelle: Psychodynamische Kurzzeittherapie bei dependenter und vermeidender Persönlichkeitsstörung – Online First – Springer

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Wohlbefinden, Burn-out und Ressourcen bei Psychotherapeuten

Wohlbefindensaspekte und deren Korrelate bei psychotherapeutisch arbeitenden Personen wurden selten untersucht. Aus anderen Berufsgruppen ist bekannt, dass sowohl das subjektive als auch das arbeitsbezogene Wohlbefinden wichtige Prädiktoren von Leistungsfähigkeit und Motivation, aber auch von psychischer und physischer Gesundheit sind. In der vorgestellten Studie wurden deshalb personale und arbeitsbezogene Ressourcen untersucht, die mit höherem Wohlbefinden von praktizierenden Psychotherapeuten einhergehen.
Im Rahmen eines Online-Survey beantworteten 771 Psychotherapeuten Fragen zu Wohlbefinden (WHO-Five Well-being Index, WBI-5), Burn-out (Maslach Burnout Inventory, MBI), persönlichen Ressourcen (Psychological Capital Questionnaire, PCQ) und arbeitsbezogenen Ressourcen (Dutch Questionnaire on Work Experience, VBBA).

Quelle: Wohlbefinden, Burn-out und Ressourcen bei Psychotherapeuten – Springer

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Psychotherapeutische Interventionen bei suizidalen Jugendlichen

Suizidales Verhalten erreicht einen ersten Häufigkeitsgipfel in der Adoleszenz. Etwa ein Drittel der Jugendlichen berichtet über Suizidgedanken, zwischen 6 und 8 % von Suizidversuchen in der Vergangenheit.
Es wurde ein systematisches Review der Literatur der letzten 10 Jahre zur psychotherapeutischen Behandlung suizidalen Verhaltens bei Jugendlichen durchgeführt.

Quelle: Psychotherapeutische Interventionen bei suizidalen Jugendlichen – Springer

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Strategien und Instrumente der Veränderungsmessung

Der Erfassung von Veränderungen kommt in der Klinischen Psychologie wie Psychiatrie eine wichtige Funktion zu, speziell der Erfassung therapieinduzierter Veränderungen. Dies betrifft sowohl die Psychotherapie als auch Psychopharmakotherapie. Speziell im Zusammenhang mit einer therapie-begleitenden Diagnostik ist dies von großer Bedeutung. In der klinischen Praxis spiegelt sich dies jedoch nur bedingt wider. Im Beitrag wird ein Überblick gegeben zu den verschiedenen Möglichkeiten der Erfassung und Bewertung von Veränderungen mittels psychometrischer Verfahren. Darüber hinaus werden Kriterien aufgezeigt, die derartige Instrumente erfüllen müssen. Der Schwerpunkt des Artikels liegt auf einer Übersicht zu Instrumenten, die für die Outcome- und Prozessdiagnostik geeignet sind. Anwendungs- und Praxisbeispiele demonstrieren den Nutzen. Forderungen an die Forschung und Praxis schließen den Artikel ab.

Quelle: Strategien und Instrumente der Veränderungsmessung – Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie – Volume 62, Number 2 / 2014 – Verlag Hans Huber

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Veränderungsmessung und Ergebnismonitoring in der klinischen Routine

Veränderungsmessung und Ergebnismonitoring sind nützliche Werkzeuge zur Stärkung der Gesundheitsversorgung. Sie zielen auf die Sicherung bzw. Verbesserung der Behandlungsqualität und die Erweiterung der Behandlungsoptionen.
Neue Anwendungsmöglichkeiten für ein effizientes einzelfallbezogenes Ergebnismonitoring über die Qualitätssicherung hinaus eröffnen sich über die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie mit der praktischen Umsetzung innovativer, adaptiver Strategien zur Verbesserung der Versorgung für Patienten.

Quelle: Veränderungsmessung und Ergebnismonitoring in der klinischen Routine – Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie – Volume 62, Number 2 / 2014 – Verlag Hans Huber

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Brustkrebspatientinnen mit minderjährigen Kindern – Psychosoziale Belastung und Unterstützungswünsche

Viele Frauen mit Brustkrebs sind infolge von Krankheit und Therapie psychisch stark belastet. Bei Brustkrebspatientinnen mit minderjährigen Kindern können diesbezügliche Problemlagen kumulieren. Allerdings gibt es zu hierzu kaum Forschungsbefunde. Deshalb untersucht diese Studie Ängstlichkeit und Depressivität von Brustkrebspatientinnen mit minderjährigen Kindern.
Nach der Akutbehandlung wurden Ängstlichkeit und Depressivität (HADS) sowie die Unterstützungswünsche erfasst. Es erfolgte ein Vergleich mit Frauen aus der Allgemeinbevölkerung sowie mit Brustkrebspatientinnen mit erwachsenen Kindern.

Quelle: Brustkrebspatientinnen mit minderjährigen Kindern – Psychosoziale Belastung und Unterstützungswünsche – Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie – Volume 62, Number 1 / 2014 – Verlag Hans Huber

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