Psychiatrieentgeltsystem 2013 – Start im Streit

Die bereits in 2009 eingeleitete Entwicklung eines durchgängigen, leistungsorientierten und pauschalierenden Vergütungssystems auf der Grundlage von tagesbezogenen Entgelten in der Psychiatrie und der Psychosomatik ist mit vielen Erwartungen an eine bessere Versorgung verbunden worden (Pauschalierendes Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP)). Diese sind mit einem rationalen Kalkulationsmodell, das einzig und allein die Vergütung nach leistungsorientierten Gesichtspunkten neu regelt, dramatisch enttäuscht worden. Die psychiatrische und psychosomatische Fachwelt sieht die Gefahr, dass sie Medizin nur noch nach ökonomischen, nicht mehr nach fachlichen Gesichtspunkten ausüben kann und dass der psychisch erkrankte Mensch zum Kostenfaktor verkommt. Die Politik und die Kostenträger sind hier entspannter. Sie erleben nach zehn Jahren fallpauschalierter Vergütung in der Somatik einen Transparenz- und Qualitätssprung und wissen um die Weiterentwicklung der PEPP-Systematik im „lernenden System“. In diesem Beitrag werden die Motive für die massive Ablehnung der PEPP-Systematik durch die Fachgesellschaften und Leistungserbringer hinterfragt und das PEPP-System mit Anreizen und Fehlanreizen, sowie die Ansätze der Kostenträger zu Steuerungsmaßnahmen dargestellt.

Quelle: Thieme E-Journals – Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement / Abstract

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Krebsüberlebensraten steigen

Ein Projekt von gewaltigem Ausmaß: EUROCARE-5 erfasst das Überleben von 10 Millionen Krebspatienten in 29 europäischen Ländern. Die Studie schließt Patienten ein, deren Krebs zwischen 2000 bis 2007 diagnostiziert wurde und erfasst Sterbefälle bis 2008. Es beteiligten sich 209 europäische Krebsregister. EUROCARE-5 deckt damit die Hälfte der europäischen erwachsenen Bevölkerung ab und 77 % der europäischen Kinder.

Lancet Oncology 2013; DOI: 10.1016/S1470–2045(13)70546–1
Lancet Oncology 2013; DOI: 10.1016/S1470–2045(13)70548–5

Quelle: Thieme E-Journals – Das Gesundheitswesen / Abstract

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Patientenschulungen mit arbeits- und berufsbezogener Thematik – Ergebnisse einer bundesweiten Befragung deutscher Reha-Einrichtungen

Einleitung:
Psycho-edukative Patientenschulungsprogramme, die arbeits- und berufsbezogene Probleme thematisieren, sind als Kernmaßnahme im Anforderungsprofil der Deutschen Rentenversicherung (DRV) für die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) beschrieben.
Bundesweit wurden 1 473 ambulante und stationäre Reha-Einrichtungen schriftlich zu ihrer Schulungspraxis befragt. Die Daten wurden quantitativ und qualitativ ausgewertet. Die freitextlichen Nennungen zu berufsbezogenen Gruppenangeboten wurden inhaltsanalytisch kategorisiert und ihre Qualität anhand der Kriterien des Zentrums Patientenschulung und des MBOR-Anforderungsprofils bewertet.
Ergebnisse:
Von 908 antwortenden Reha-Einrichtungen gaben 283 Einrichtungen Informationen zu 454 berufsbezogenen Gruppenangeboten an. Die häufigsten Nennungen entfielen auf die Kategorien Arbeitslosigkeit und Bewerbungstraining, Arbeitsplatztraining, Stress/Entspannung. Die Anforderungen der DRV hinsichtlich der Themen und die Qualitätskriterien des Zentrums Patientenschulung bezüglich kleiner Gruppengrößen und Didaktik wurden mehrheitlich erfüllt.

Quelle: Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Validität und Änderungssensitivität der Skalen zur Erfassung der Funktionsfähigkeit im Beruf (SE-FFB)

Die Skalen zur Erfassung von Funktionsfähigkeit im Beruf (SE-FFB) ermöglichen eine ICF-orientierte, patientenseitige Erhebung von Einschränkungen der Arbeitsleistung und Beschwerden bei der Arbeit. Ziel des vorliegenden Beitrags ist die Überprüfung der diskriminanten und konvergenten Validität der SE-FFB sowie der Prüfung Änderungssensitivität der SE-FFB durch Veränderungsmessung (t0=Reha-Beginn, t1=3 Monaten nach Reha-Ende). Datengrundlage ist eine Stichprobe von 249 Rehabilitanden mit muskuloskelettalen Erkrankungen in der medizinischen Rehabilitation. Die Korrelationen der SE-FFB mit den Skalen der Indikatoren des Reha-Status (IRES-24) und der Subjektiven Prognose der Erwerbstätigkeit (SPE) entsprechen den Erwartungen. Die Veränderungsmessung ergab mittlere positive Effekte für die Frauen und geringe Effekte bei den Männern. Durch die SE-FFB wird ein reliables, valides und änderungssensitives Assessmentverfahren zur Beschreibung der aktuellen Situation am Arbeitsplatz ermöglicht.

Quelle: Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Gelingt die Umsetzung des Anforderungsprofils zur Durchführung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation?

Hintergrund:
Das Anforderungsprofil zur Durchführung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung beschreibt Standards für berufsorientierte Kernmaßnahmen in der medizinischen Rehabilitation. Wir überprüften, wie die Umsetzung der Inhalte und des empfohlenen Leistungsumfangs gelang und welche Veränderungseffekte mit der Umsetzung assoziiert ­waren.
Ergebnisse:
Der empfohlene Umfang der Sozialberatung und der berufsbezogenen Gruppen wurde erreicht. Diskrepanzen gab es zum empfohlenen Umfang des Arbeitsplatztrainings.
Schlussfolgerungen:
Das Anforderungsprofil wurde weitgehend erfolgreich umgesetzt und setzt wichtige Standards für den Ausbau der MBOR. Die flächendeckende Umsetzung des MBOR-Anforderungsprofils bedarf einer kontinuierlichen Qualitätssicherung, die zeitnahe Rückmeldungen über den erreichten Umsetzungsgrad ermöglicht.

Quelle: Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Die Bedeutung der internen und externen Partizipation für die Patientenzufriedenheit

Ziel der Studie:
Patientenzufriedenheit ist ein wichtiges Qualitäts- und Ergebniskriterium in der patientenzentrierten Behandlung chronischer Erkrankungen. Für eine erfolgreiche Implementierung ganzheitlicher patientenorientierter Versorgung ist es bedeutsam, die Bedürfnisse der Patienten im Behandlungsprozess zu berücksichtigen, sie partizipativ in den Entscheidungsprozess einzubeziehen (externe Partizipation) als auch die Zusammenarbeit innerhalb des Behandler-Teams und der Organisation patientenorientiert zu gestalten (interne Partizipation). In dieser Studie wird untersucht, inwiefern sich die Patientenzufriedenheit durch personenbezogene Parameter oder die interne und externe Partizipation vorhersagen lässt.

Ergebnisse:
Die stärksten Prädiktoren der Patientenzufriedenheit sind die interne Partizipation (Beta standardisiert=0,44, p<0,001) und die Zufriedenheit mit der Entscheidungsfindung (Beta standardisiert=0,36, p<0,001).

Quelle: Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Analyse von Daten der Klassifikation Therapeutischer Leistungen (KTL) der stationären Rehabilitation bei depressiven Störungen

Ziel der Studie:
Im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wurden evidenzbasierte Therapiemodule (ETM) für die Rehabilitation von Patienten mit depressiven Störungen entwickelt. Ziel dieser Studie ist die Beschreibung und Analyse der derzeitigen Kodierpraxis therapeutischer Interventionen innerhalb der ETM, um dadurch Hinweise für den grundsätzlichen Bedarf für die Entwicklung von Therapiestandards zu erhalten.

Schlussfolgerung:
Die Heterogenität der Behandlung verdeutlicht den Bedarf für die Definition von Reha-Therapiestandards. Klinisch nur begrenzt begründbare Unterschiede könnten so vermindert und damit die Versorgungsqualität optimiert werden.

Quelle: Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Tabakentwöhnung in Rehabilitationskliniken: Outcome und Prädiktoren der Teilnahme

Ziel der Studie:
Die Studie untersucht Eigenschaften von Teilnehmern und Nichtteilnehmern eines modernen Tabakentwöhnungsprogramms für Rehabilitationskliniken sowie die Effekte des Programms auf das Rauchverhalten der Teilnehmer.

Schlussfolgerungen:
Für die Teilnahme an einem Tabakentwöhnungsprogramm in der Reha ist in erster Linie die Aufhörmotivation entscheidend. Das untersuchte Programm kann aufhörwillige Raucher beim Rauchstopp unterstützen.

Quelle: Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Wie können Beschwerden im Rahmen der medizinischen Rehabilitation validiert werden?

Fragestellung:
Prävalenzen von negativen Antwortverzerrungen verdeutlichen, dass Aggrava­tion und Simulation in verschiedenen klinischen Kontexten auftreten. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, inwiefern sich das Antwortverhalten von depressiven Patienten und instruierten Simulanten in den Symptomskalen ‚Depressivität‘, ‚somatoforme Beschwerden‘ und ‚phobische Ängste‘ des HEALTH-49 unterscheidet. Als Kon­trollgruppe dienten psychisch gesunde Teilnehmer.

Quelle: Thieme E-Journals – Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin / Abstract

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Patientenschulung bei Herzinsuffizienz verbessert krankheitsbezogenes Wissen und Verhalten während kardiologischer Rehabilitation

Einleitung:
Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten und kostenintensivsten chronischen Erkrankungen. Patientenschulung ist ein wichtiger Bestandteil der Herzinsuffizienz-Therapie. Rehabilitation soll die Selbstmanagement-Fähigkeiten der Patienten und den Krankheitsverlauf verbessern. Ein strukturiertes Schulungsprogramm für Herzinsuffizienz zur Vermittlung von Wissen über die Erkrankung und Erlernen von krankheitsgerechtem Verhalten wurde erstellt und dessen Wirksamkeit in einem Kontrollgruppendesign getestet.

Ergebnisse:
Beide Gruppen zeigten eine Verbesserung des Krankheitsstatus. Teilnehmer der Patientenschulung hatten nachhaltig höheres Wissen, erreichten nach 6 Monaten eine höhere Zieldosis ihrer Medikation und dokumentierten ihre Selbstkontrollen häufiger.

Quelle: Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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