Psychoonkologie – Hindernisse beim Zugang zu bedarfsgerechter Versorgung

Die Notwendigkeit und Wirksamkeit einer psychoonkologischen Mitbehandlung konnte bereits vielfach belegt werden. Welche Hindernisse es bezüglich der Vermittlung einer adäquaten psychoonkologischen Versorgung gibt, haben S. Dilworth und Kollegen in einer systematischen Übersichtsarbeit untersucht.

Thieme E-Journals – PPmP – Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract

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Programm der Jahrestagung des AK Klinische Psychologie in der Rehabilitation ist online

Das Programm der Jahrestagung in Erkner ist online – weitere Infos –>

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Paartherapie bei unerfülltem Kinderwunsch

Etwa jedes vierte kinderlose Paar ist ungewollt kinderlos. Für die Mehrzahl der Paare stellt dies eine gravierende psychische Belastung dar, die zwar häufiger von der Frau berichtet wird, aber doch beide Partner betrifft (Wischmann & Thorn 2014). Bei einigen Paaren können diese Belastungen – zumindest passager – so gravierend sein, dass eine psychosoziale Kinderwunschberatung und, je nach Indikation, eine Paartherapie in Anspruch genommen wird.

Thieme E-Journals – PiD – Psychotherapie im Dialog / Abstract

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Individuelle Rehabilitationsziele und Zielerreichung bei Patienten im Verlauf der orthopädischen Rehabilitation

Fragestellung: Der vorliegende Beitrag untersucht den Zusammenhang und den Umfang der Übereinstimmung von Rehabilitationszielen und Zielerreichung sowie die Erfolgsbewertung der Rehabilitation aus Sicht orthopädischer Patienten.

Material und Methode: In die Studie eingeschlossen wurden 602 Patienten (Altersdurchschnitt: 49 Jahre, 76% Frauen) aus 2 Rehabilitationskliniken, die häufigste Hauptdiagnosegruppe war Rückenschmerz (44%). Die schriftliche Befragung erfolgte jeweils am Beginn sowie am Ende der Rehabilitationsmaßnahme. Erfasst wurden die Rehaziele mittels einer Zielauswahlliste (38 Ziele). Weitere validierte Selbst- und Fremdbeurteilungsfragebogen wurden zur Erfassung somatischer und psychosozialer Merkmale eingesetzt.

Ergebnisse: Die von Patienten am häufigsten genannten Rehabilitationsziele (> 90%) sind Minderung körperlicher Beschwerden, Verbesserung der Belastbarkeit/Kondition und Erlernen körperlicher Übungen. Diese Ziele wurden häufig auch erreicht. Ärzte haben bezüglich des Reha-Erfolges ihrer Patienten deutlich höhere Erwartungen. Für den durch die Patienten eingeschätzten Erfolg der Rehabilitation ist neben dem Geschlecht (männlich), dem Alter (ältere Rehabilitanden) auch eine geringere Anzahl von Zielen sowie eine höhere Anzahl erreichter Ziele von Bedeutung. Handelt es sich um eine Erstmaßnahme, wird der Erfolg ebenfalls höher eingeschätzt.

Diskussion und Schlussfolgerungen: Die vorliegenden Ergebnisse sprechen für eine sorgfältige Planung der Reha und der individuellen Rehaziele. Dies sollte im Vorfeld und im Rahmen eines gemeinsamen Entscheidungsprozesses durch Arzt und Patient erfolgen. Die Absteckung realistischer Ziele kann zu einer höheren Erfolgsquote der Rehamaßnahme und zu einer größeren Behandlungszufriedenheit führen.

Thieme E-Journals – Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin / Abstract

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Internetbasierte Nachsorge für Patienten nach multimodaler orthopädischer Rehabilitation – Machbarkeit und Akzeptanz

Fragestellung: Evaluation eines internetbasierten Nachsorgeprogrammes für Rehabilitanden mit orthopädischer Funktionseinschränkung und zusätzlichen psychischen Beeinträchtigungen nach verhaltensmedizinisch-orthopädischer Rehabilitation. Untersucht wurde auch die Akzeptanz zur Teilnahme und welche Faktoren diese begünstigen.

Material und Methoden: Es handelt sich um eine Machbarkeitsstudie mit einer Untersuchungsgruppe und 2 Messzeitpunkten. Die Teilnehmer wurden während der stationären Rehabilitation im Rahmen einer Informationsveranstaltung rekrutiert. Die Daten stammen aus für diese Studie konzipierten Fragebögen und aus Entlassungsbriefen. Non-Responder- und Drop-Out-Analysen erfolgten explorativ durch logistische Regressionen, weitere Berechnungen erfolgten deskriptiv.

Ergebnisse: Die Akzeptanzrate lag bei 21,5%, die Drop-out-Rate bei 36,8%. Als begünstigender Faktor für die Entscheidung zu einer Teilnahme erwies sich z. B. eine häufigere Internetnutzung. Das Programm wurde positiv bewertet.

Diskussion: Die Akzeptanzrate ist mit jenen anderer Studien vergleichbar.

Schlussfolgerung: Die Machbarkeit hat sich gezeigt. Ein breiterer Einsatz dürfte mit steigender Selbstverständlichkeit der Internetnutzung möglich werden.

Thieme E-Journals – Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin / Abstract

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Der Einfluss von Nachsorgegesprächen auf die sozialmedizinische Entwicklung nach einer stationären psychosomatischen Rehabilitation

Hintergrund: Ziel dieser Studie war es, den Einfluss von Nachsorgegesprächen nach einer psychosomatischen Rehabilitationsmaßnahme auf die sozialmedizinische Entwicklung der Patienten zu untersuchen. Dabei wurde die Nachsorgegruppe mit einer Kontrollgruppe verglichen.

Methode: In einer prospektiven, kontrollierten und randomisierten Längsschnittstudie wurden Daten zur gesundheitsbezogenen und sozialmedizinischen Entwicklung der Patienten an 4 Messzeitpunkten erfasst. Als Indikator für die sozialmedizinische Entwicklung wurde der aktuelle Erwerbsstatus herangezogen. In der Nachsorge wurden 139 Patienten innerhalb der ersten 3 Monate nach Entlassung aus der stationären psychosomatischen Rehabilitation in 2–4 Kontakten (via Telefon oder Face-to-Face) individuell betreut. Eine Kontrollgruppe (n=62) erhielt die Standardnachsorge der Klinik („treatment as usual“).

Ergebnisse: Teilnehmer eines Nachsorgeprogramms zeigten 3 und 9 Monate nach Reha-Ende eine günstigere sozialmedizinische Entwicklung als Teilnehmer einer Kontrollbedingung.

Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Unterschiedliche Ausgangsbelastungen in der medizinischen Rehabilitation: Möglichkeiten der Flexibilisierung am Beispiel der Reha-Nachsorge

Hintergrund: Das Nachsorgekonzept Neues Credo wurde interdisziplinär und praxisnah für Patienten mit chronischem Rückenschmerz (cRS) entwickelt. Es sieht eine Fokussierung der Reha-Nachsorge schon während des Aufenthalts und eine längerfristige Begleitung der Rehabilitanden nach Abschluss der Reha vor. In einer multizentrischen, kontrollierten Längsschnittstudie zeigte sich, dass Rehabilitanden der Interventionsgruppe (IG) Reha-Inhalte und -Ziele im Jahr nach der Reha signifikant besser im Alltag umsetzen konnten und dass sie signifikant bessere Langzeiteffekte erreichten [Deck et al., 2012]. Es gibt aber auch Rehabilitanden, die vom Neuen Credo nicht profitierten, weil sie mit geringen Belastungen die Reha antraten. Unter der Annahme, dass geringer beeinträchtigte Rehabilitanden eine weniger aufwendige Nachsorge benötigen als Rehabilitanden mit größeren Beeinträchtigungen wurde in einer Folgestudie die Nachsorgestrategie flexibilisiert. Untersucht wird, ob die IG trotz Flexibilisierung nachhaltigere Effekte erreicht als die Kontrollgruppe (KG) ohne das Nachsorgekonzept.

Methode: Es wurde eine bizentrische, prospektive, kontrollierte Längsschnittstudie mit 3 Messzeitpunkten durchgeführt. Die Flexibilisierung der Nachsorge erfolgte anhand der Ausprägungen in den Hauptzielgrößen Funktionsbehinderungen im Alltag (FFbH-R) und Einschränkungen der Teilhabe (IMET) zu Beginn der Reha. Die beiden Instrumente wurden als Hauptzielgrößen gewählt, da sie sich in zahlreichen Rehabilitandenstichproben bewährt haben. Für den FFbH-R liegen darüber hinaus Referenzdaten aus unterschiedlichen Patienten- und Bevölkerungsstichproben vor. Rehabilitanden, die geringe Beeinträchtigungen aufwiesen, erhielten nur die Elemente des Neuen Credo während des Klinikaufenthalts, Rehabilitanden mit relevanten Einschränkungen erhielten das komplette Neue Credo über einen Zeitraum von 12 Monaten nach der Reha. Zur Evaluation der Wirksamkeit wurden die Daten der Kontrollgruppe aus der Vorgängerstudie [Deck et al., 2012] herangezogen. Auch in dieser Stichprobe wurden die Rehabilitanden hinsichtlich ihrer Beeinträchtigungen gruppiert.

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Können ICF Core Sets für die Erstellung von sozialmedizinischen Gutachten bei Anträgen auf Erwerbsminderungsrente hilfreich sein? – Ein erster Vorschlag

Einleitung: Das sozialmedizinische Gutachten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ist eine wesentliche Grundlage zur Entscheidung der Rentenversicherungsträger über eine Gewährung von Leistungen zur Teilhabe und von Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit.

Ziel dieser Studie ist zu erfassen, ob die krankheitsspezifischen ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) Core Sets und andere internationale Ansätze, wie die Kurzen ICF Core Sets für die berufliche Rehabilitation (ICF-bR) und das ICF Core Set zur Evaluierung von Behinderung im Dienste der sozialen Sicherheit (ICF-EUMASS), die Inhalte der sozialmedizinischen Gutachten abbilden, und basierend darauf einen Ansatz vorzuschlagen, wie die ICF für Sozialmediziner zur Erstellung sozialmedizinischer Gutachten genutzt werden kann.

Methode: Im Rahmen einer retrospektiven, qualitativen Studie wurden insgesamt 294 sozialmedizinische Gutachten von Patienten mit lumbalen Rückenschmerzen (low back pain, LBP) und generalisiertem Schmerzsyndrom (chronic widespread pain, CWP) von 2 unabhängigen Gesundheitsfachpersonen in die Sprache der ICF übersetzt (Linking) und die Ergebnisse mit den krankheitsspezifischen ICF Core Sets und ICF-bR und ICF-EUMASS abgeglichen.

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Rehabilitation bei Darmerkrankungen

Häufige Darmkrankheiten in der Rehabilitation sind Darmkrebs, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Reizdarmsyndrom und der Zustand nach operativen Eingriffen im Bauchraum. Die Betreuung von Patienten mit Durchfall, Stuhlinkontinenz, künstlichem Darmausgang oder Kurzdarm erfordert ein multiprofessionelles und multidisziplinäres Behandlungsteam mit entsprechender Expertise. Die Durchführung einer Rehabilitation bei chronischer Darmerkrankung ist immer dann zu empfehlen, wenn es hohe Anforderungen an ein Selbstmanagement mit Erfordernis von Schulung und Training (Stoma, komplexe Therapien) gibt, besondere Anforderungen an die Krankheitsbewältigung (Krebs, CED, Reizdarm) bestehen, körperliche Schwäche und Trainingsdefizite vorliegen, bei gehäuften Schüben, zur Klärung und Vorbereitung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder wenn eine Begutachtung eine intensive Verlaufsbeobachtung erforderlich macht. Wegen den geringen Fallzahlen und den hohen Anforderungen an die Strukturqualität sollten diese Rehabilitationen in ausgewiesenen Zentren durchgeführt werden.

Thieme E-Journals – Die Rehabilitation / Abstract

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Psychoonkologie: Patientenleitlinie steht zur Diskussion

Auf die neue Patientenleitlinie „Psychoonkologie – Psychosoziale Unterstützung für Krebspatienten und Angehörige“ weist das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hin. Eine Krebserkrankung hat oft nicht nur körperliche, sondern auch seelische und soziale Folgen für den Patienten und sein Umfeld. Die Psychoonkologie hilft dabei, mit den vielfältigen Veränderungen durch die Krebserkrankung besser umzugehen.

Deutsches Ärzteblatt: Psychoonkologie: Patientenleitlinie steht zur Diskussion (10.04.2015)

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