Gender-Medizin im Ruhrgebiet

Die Medizinischen Fakultäten der Universitäten Münster und Essen-Duisburg möchten Medizinstudierende stärker auf die Unterschiede in den Krankheitsverläufen bei Männern und Frauen vorbereiten. Studien belegten, dass zum Beispiel ein Herzinfarkt bei Frauen später erkannt werde als bei Männern. Männliche Patienten mit Altersdiabetes erhielten dagegen deutlich seltener eine optimale Behandlung zur Vermeidung von Folgeerkrankungen.„Sowohl das biologische Geschlecht (englisch sex) als auch das soziale Geschlecht (englisch gender) spielen in der Medizin eine bedeutende Rolle. Doch bislang erfahren angehende Ärzte in Deutschland so gut wie nichts darüber“, hieß es aus den Fakultäten.
Dies soll sich nun ändern: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat ein gemeinsames Projekt der beiden Hochschulen zum Thema „Geschlechtersensible Lehrmodule in der Medizin“ bewilligt.
„Studierende der Medizin sollten sich möglichst früh mit Geschlechteraspekten befassen. Nur wenn dieses Wissen fest in ihrem Bewusstsein verankert ist und zum Prüfungswissen gehört, wird es sich in ihrer späteren Arbeit niederschlagen“, sagte Bettina Pfleiderer.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “Gender-Medizin im Ruhrgebiet”

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