Psychologische Aspekte der Adipositas Konsequenzen für Therapieinhalte, Therapieindikation und Therapieerfolg

P. Warschburger
Adipositas rein auf die medizinische Problematik zu reduzieren wird der Komplexität des Störungsbildes nicht gerecht. Im Mittelpunkt stehen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen weniger die aktuellen und zukünftigen körperlichen Gesundheitsbeeinträchtigungen, sondern die psychosozialen Aspekte der Adipositas. Gerade das hohe Maß an Stigmatisierung trägt wesentlich zur psychosozialen Belastung der Betroffenen bei. Einschränkungen der Lebensqualität, aber auch erhöhte Prävalenzen von psychischen Störungen werden bei übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen berichtet. Im Sinne eines psychosozialen Teufelskreises Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Psychologische Aspekte der Adipositas Konsequenzen für Therapieinhalte, Therapieindikation und Therapieerfolg

Evidenzbasierte Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter zur Therapie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter

Die Prävalenz von Adipositas im Kindes- und Jugendalter nimmt weltweit zu. Eine Konsensusleitlinie (S2) zur Adipositas-Therapie in Deutschland wurde erstmals im Jahr 2000 von der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) veröffentlicht. Diese wird sukzessive durch eine evidenzbasierte S3-Leitlinie ersetzt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Evidenzbasierte Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter zur Therapie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter

Evaluation von Therapieangeboten für adipöse Kinder und Jugendliche (EvAKuJ-Projekt)

U. Hoffmeister, E. Molz, M. Bullinger, A. van Egmond-Fröhlich, C. Goldapp, R. Mann, U. Ravens-Sieberer, T. Reinehr, J. Westenhöfer und N. Wille, et al.
Welche Rolle spielen Behandlungskonzept, AGA-Zertifizierung und initiale Qualitätsangaben?
Therapieangebote für adipöse Kinder und Jugendliche sollen nach folgenden Kriterien miteinander verglichen werden: ambulant/stationär, mit/ohne AGA-Zertifizierung, gute/weniger gute Qualität.
1916 PatientInnen (acht bis 16,9 Jahre) aus 48 Therapieeinrichtungen wurden vor Therapie (t0), am Therapieende (t1) und mindestens ein Jahr danach (t2/3) untersucht. Body-Mass-Index (BMI), Blutdruck, Lipide und psychosoziale Daten wurden erfasst.
Stationäre PatientInnen waren signifikant älter und adipöser. PatientInnen aus AGA-zertifizierten Zentren hatten einen höheren Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Evaluation von Therapieangeboten für adipöse Kinder und Jugendliche (EvAKuJ-Projekt)

Studienplätze nicht nur nach Abiturnote vergeben

Mehrere Kriterien bei der Vergabe von Medizin-Studienplätzen zu berücksichtigen und nicht allein die Abiturnote heranzuziehen hat die Bundes­vertretung der Medizin­studierenden in Deutschland (bvmd) gefordert.
Dabei sollen diese Prozesse wissenschaftlich evaluiert werden, um die Objektivität, Reliabilität und Validität der Verfahren zu gewährleisten.
Entscheidend seien dabei Transparenz, Vergleichbarkeit und soziale Gerechtigkeit der Auswahlverfahren, heißt es in einem Positionspapier, das die bvmd auf der Mitgliederversammlung Anfang Mai in Halle verabschiedet hat. Die Zulassungskriterien müssten den Bewerbern im Vorfeld bekannt sein, und es dürften keine Gebühren für Vorbereitung und Teilnahme am Auswahlverfahren verlangt werden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Studienplätze nicht nur nach Abiturnote vergeben

Neue Psychose-Früherkennungs­ambulanz Rheinhessen

Eine „Psychose-Früherkennungsambulanz Rheinhessen“ haben die Universitätsmedizin Mainz und die Rheinhessen-Fachklinik Alzey eröffnet. Sie bietet Menschen, die erstmals unklare Veränderungen in ihrem Verhalten, Denken oder Erleben wahrnehmen, die Möglichkeit zur Diagnostik und individuellen Beratung. Im Rahmen des Symposiums „Psychose Früherkennung“ haben die Partner die Ambulanz Anfang Mai der Fachöffentlichkeit vorgestellt.
„In Frühstadien psychotischer Störungen sowie bei Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko liegen oftmals subjektiv erlebte, schlecht fassbare oder wechselhafte Beschwerden vor“, hieß es aus Mainz. Aus diesen Gründen sei eine spezialisierte Diagnostik erforderlich. Die neue „Psychose-Früherkennungsambulanz Rheinhessen“ ermögliche diese.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten „Neue Psychose-Früherkennungsambulanz Rheinhessen“

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Neue Psychose-Früherkennungs­ambulanz Rheinhessen

Frauen werden immer später Mütter

Frauen werden immer später Mütter. Das bestätigt eine aktuelle Auswertung der Versichertendaten der KKH-Allianz, wie die Krankenkasse heute in Hannover bekanntgab. Während die Zahl der werdenden Mütter im Alter von 20 bis 24 Jahren zwischen 2004 und 2010 um 28 Prozent gesunken ist, stieg gleichzeitig die Geburtenrate der 40- bis 44-Jährigen um 46 Prozent.

Infolgedessen werden auch immer mehr Babys per Kaiserschnitt geboren. Während in der jüngeren Altersgruppe im vergangenen Jahr nur 28 Prozent der Frauen ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt brachten, waren es in der älteren Gruppe fast 45 Prozent.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten „Frauen werden immer später Mütter“

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Frauen werden immer später Mütter

Kaffee schützt vor rezeptornegativem Brustkrebs

Frauen, die viel Kaffee trinken, erkranken seltener an Brustkrebs. Die Assoziation war in einer Kohortenstudie aus Schweden in Breast Cancer Research 2011; 13: R49) auf rezeptor-negative Mamma­karzinome beschränkt. Die Ergebnisse konnten an einer deutschen Kohorte annähernd reproduziert werden.
Nirgendwo trinken die Menschen so viel Kaffee wie in Schweden. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 8,2 kg pro Person und Jahr. Das macht in etwa drei Becher am Tag. Ob sich dies auf das Krebsrisiko auswirkt, beschäftigt Forscher schon seit langem.
Kaffee ist eine komplexe Mischung aus Koffein und Polyphenolen. Unter letzteren sind Moleküle, die in vitro als Karzinogen aktiv sein können, aber auch andere solche, denen eine antioxidative und damit krebspräventive Wirkung nachgesagt wird.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten „Kaffee schützt vor rezeptornegativem Brustkrebs“

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Kaffee schützt vor rezeptornegativem Brustkrebs

Menschen in Pflegeberufen sind öfter krank

Krankenschwestern und -pfleger sind öfter krank als Beschäftigte anderer Branchen. Der Krankenstand bei Krankenschwestern, -pflegern sowie Hebammen liegt mit 4,8 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 3,36 Prozent, wie die Techniker Krankenkasse (TK) heute in Hamburg mitteilte.
Während jeder Beschäftigte in Deutschland im vergangenen Jahr laut TK statistisch gesehen 12,3 Tage krankgeschrieben war, waren Beschäftigte in der Krankenpflege und Geburtshilfe mit durchschnittlich 17,5 Tagen deutlich länger krankgeschrieben. Noch höhere Fehlzeiten seien mit 22,6 Tagen pro Kopf unter Krankenpflegehelfern verzeichnet worden.
Überdurchschnittlich sind der Krankenkasse zufolge auch die Fehlzeiten bei Masseuren und Krankengymnasten mit 12,9 Tagen sowie bei Medizinlaboranten mit 15,6 Tagen. Besonders niedrige Fehlzeiten verzeichnete die TK bei Ärzten (7,2 Tage), Zahnärzten (6,2 Tage) und Apothekern (7,3 Tage).

Quelle: Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten „Menschen in Pflegeberufen sind öfter krank“

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Menschen in Pflegeberufen sind öfter krank

Verbesserte Behandlungsqualität durch integrierte Versorgung bei Knie- und Hüftgelenkersatz: Ergebnisse einer kontrollierten Studie

M. Bethge, S. Bartel, M. Streibelt, C. Lassahn, K. Thren
Mit der integrierten Versorgung (IV) hat der Gesetzgeber die Möglichkeit einer sektorenübergreifenden Leistungs- und Vergütungsform eröffnet (§ 140 a-d SGB V) und damit die Voraussetzungen für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Leistungserbringern der Gesundheitsversorgung deutlich verbessert. Patienten vor einem Hüft- oder Kniegelenkersatz erwarten von einer solch verbesserten Zusammenarbeit zwischen Akut- und Rehabilitationsklinik einen höheren Nutzen. Bislang gibt es jedoch keine Studien, die die erwarteten Effekte auf die funktionellen Behandlungsergebnisse überprüft haben. Ziel unserer Studie war daher die Evaluation der Wirksamkeit eines endoprothetischen IV-Modells im Vergleich zur herkömmlichen Regelversorgung. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Verbesserte Behandlungsqualität durch integrierte Versorgung bei Knie- und Hüftgelenkersatz: Ergebnisse einer kontrollierten Studie

Rahmenbedingungen für die Umsetzung eines ambulanten Schulungsprogramms – Besonderheiten und Abgrenzung zu einer stationären Schulung

I. Brandes, B. Wunderlich, C. Niehues
Im Rahmen der EVA-Studie (Endometriose Verstehen und Annehmen) wurde ein ambulantes Schulungsprogramm für Frauen mit Endometriose entwickelt mit dem Ziel einer dauerhaften Übernahme in die Routineversorgung. Bei der Implementation des Schulungsprogramms sind verschiedene Probleme und Hindernisse aufgetreten, die im stationären Setting einer Rehaklinik nicht oder nicht in diesem Umfang vorkommen.
Das Schulungsprogramm wurde in Anlehnung an ein bestehendes stationäres Programm und unter Berücksichtigung der Kriterien zur Beurteilung von Schulungsprogrammen entwickelt. Verschiedene Anpassungen auf Prozess-, Struktur- und inhaltlicher Ebene mussten vorgenommen werden, um die Rahmenbedingungen des ambulanten Settings zu erfüllen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Abstracts aus Zeitschriftenartikeln | Kommentare deaktiviert für Rahmenbedingungen für die Umsetzung eines ambulanten Schulungsprogramms – Besonderheiten und Abgrenzung zu einer stationären Schulung